Safety First: SUP Safety Tools im Überblick

20.04.2018 Stephan Gölnitz - Trockenanzug, Leash und Auftriebshilfe – alles nütziche Tools, wenn es mal auf dem Wasser kritisch werden sollte.

© Laura Duschek
WHITE WATER: Recht weit geschnittener Anzug mit viel Bewegungsfreiheit. Latexmanschetten an den Beinen, Neopren an den Armen. Mäßig dichter Halsabschluss, robuste Kniepads, wasserdichte Tasche innen. info@intenics.de; 599 Euro
WHITE WATERRecht weit geschnittener Anzug mit viel Bewegungsfreiheit. Latexmanschetten an den Beinen, Neopren an den Armen. Mäßig dichter Halsabschluss, robuste Kniepads, wasserdichte Tasche innen. info@intenics.de; 599 Euro

Wie einen Rettungsfallschirm, den du hoffentlich nie benötigst, trägst du den Trockenanzug nur für den "Worst Case". Bei einstelligen Temperaturen ist er alternativlos.

Extrem-Paddlerin Carol Scheunemann, die Frau mit den vermutlich meisten Trainings­kilometern in Deutschland, weiß, was man am besten trägt. "Im Winter ist der Trockenanzug ideal, darunter Ski­wäsche. Bei Was­sertemperaturen von 10° C überlebt man zirka eine Stunde, bei 0° eine Viertelstunde, aber die Kälte lähmt schnell die Glieder." Weil diese genialen Anzüge zwar alle atmungsaktiv und dicht sind, aber wegen der geringen Dicke kaum im Wasser wärmen, empfehlen sich dickere Fleece darunter. Bei Dador findest du passende Einteiler mit etwas kürzeren Ärmeln und Beinen. Zum SUPSKIN trägt Carol "dicke Neoprenstiefel von 5 bis 6 Millimeter, am besten etwas größer und mit Wollsocken oder wasserdichten Socken. Eine Alu-Einlegewärmesohle schützt gegen die Kälte von unten. Dazu eine Fleecemütze, die den Kopf warm hält, aber Feuchtigkeit raus- lässt. Fäustlinge halten besser warm, manchmal trage ich dazu noch Unterziehhandschuhe aus Wolle." Auch eine (Kanu-)Schwimmweste kann Wärme spenden, "Die hält warm und du hast auch gleich Taschen für Handy und Autoschlüssel", ist Carols Tipp. Carols komplette Ganzjahresberatung haben wir auf sup-mag.de bereitgestellt.

Diesen Winter konnten wir vier Anzüge ausgiebig probieren. Atmungsaktive, wasserdichte Modelle, die allesamt viel besser funktionieren als alles an Neopren, das der Markt bietet. Die Unterschiede liegen überwiegend in kleinen Details.

© Stephan Gölnitz
Ski-Unterwäsche als zusätzliche sinnvolle Schicht unterm Trockenanzug
Ski-Unterwäsche als zusätzliche sinnvolle Schicht unterm Trockenanzug
© Stephan Gölnitz
DADOR: Der Anzug greift sich nicht so glatt, sondern besonders weich, aber mit etwas rauerer Oberfläche. Arm- und Beinabschlüsse aus innen glattem Neopren, am Hals ebenfalls mit komplett geschlossener Manschette. Einstieg durch Diagonal RV problemlos. www.dador.com; 799 Euro
DADOR: Der Anzug greift sich nicht so glatt, sondern besonders weich, aber mit etwas rauerer Oberfläche. Arm- und Beinabschlüsse aus innen glattem Neopren, am Hals ebenfalls mit komplett geschlossener Manschette. Einstieg durch Diagonal RV problemlos. www.dador.com; 799 Euro
© Stephan Gölnitz
STARBOARD (im Foto links) entwickelte anfangs gemeinsam mit SUPSKIN, bietet jetzt eigen- ständige Anzüge an (hier noch Design 2016).  Mit Latex an Armen und Beinen, für 2017 auch mit wasserdichter Tasche, was für Schlüssel und Handy extrem sinnvoll erscheint. www.star-board-sup.com; 699 Euro   |   SUPSKIN (rechts) ist Synonym für diese Art Anzüge. Das Original und Vorbild aller Anzüge, auch als Maßan-fertigung in Wunschfarben erhältlich. Dieses Modell mit Latex an Armen und Beinen. Wasserdichte Tasche, von außen erreichbar. www.supskin.com; ab 699 Euro
STARBOARD (im Foto links) entwickelte anfangs gemeinsam mit SUPSKIN, bietet jetzt eigen- ständige Anzüge an (hier noch Design 2016).  Mit Latex an Armen und Beinen, für 2017 auch mit wasserdichter Tasche, was für Schlüssel und Handy extrem sinnvoll erscheint. www.star-board-sup.com; 699 Euro   |   SUPSKIN (rechts) ist Synonym für diese Art Anzüge. Das Original und Vorbild aller Anzüge, auch als Maßan-fertigung in Wunschfarben erhältlich. Dieses Modell mit Latex an Armen und Beinen. Wasserdichte Tasche, von außen erreichbar. www.supskin.com; ab 699 Euro
© Stephan Gölnitz
Neopren: Neoprenmanschetten liegen bequem flächig an. Mit Glatthaut innen ordentliche Abdichtung. Bieten Wärmeisolierung auch an den Handgelenken.
Neopren: Neoprenmanschetten liegen bequem flächig an. Mit Glatthaut innen ordentliche Abdichtung. Bieten Wärmeisolierung auch an den Handgelenken.
© Stephan Gölnitz
Latex:  Beste Abdichtung im Wasser, können Kältebrücken bei sehr kalter Luft sein. Sollten nicht zu eng sitzen.
Latex:  Beste Abdichtung im Wasser, können Kältebrücken bei sehr kalter Luft sein. Sollten nicht zu eng sitzen.
© Stephan Gölnitz
Neopren mit Klett: Bereits gute Abdichtung, bei längeren Schwimmeinlagen allerdings längst nicht so dicht wie Kopfmanschetten aus Neopren oder Latex.
Neopren mit Klett: Bereits gute Abdichtung, bei längeren Schwimmeinlagen allerdings längst nicht so dicht wie Kopfmanschetten aus Neopren oder Latex.
© Stephan Gölnitz
Neopren ohne Klett: Der einfachste Abschluss bei White Water, allerdings mit Glatthaut innen und Weitenregulierung hinten. Für kürzere Wasserungen völlig okay, weniger für Dauerschwimmer.
Neopren ohne Klett: Der einfachste Abschluss bei White Water, allerdings mit Glatthaut innen und Weitenregulierung hinten. Für kürzere Wasserungen völlig okay, weniger für Dauerschwimmer.
© Stephan Gölnitz
Kopfmanschette: Weiche Neoprenmanschette auch beim dünnen SUP-Anzug von Dador. Innen glatt, dadurch gut abdichtend.
Kopfmanschette: Weiche Neoprenmanschette auch beim dünnen SUP-Anzug von Dador. Innen glatt, dadurch gut abdichtend.

Leashes können Leben retten. Vor allem bei kaltem Wasser. Bei Wind und Welle ist das Board nach einem Sturz ohne die Verbindungsleine unter Umständen nicht mehr zu erreichen. Besteht die Gefahr, mit der Leash irgendwo hängen zu bleiben (Fluss etc.), sind Auslösesysteme dringend erforderlich, die in sicherer Reichweite der Hand ausgelöst werden können. So wie der Hüftgurt (NRS, oben) mit Tasche, an dem die Leash befestigt wird oder "Leash Belt" von PB-Proof. Ein Zug an der roten Kugel löst alles. Das Fußgelenk ist bei starker Strömung selbst für fitteste Menschen häufig nicht (!) erreichbar. Neben der richtigen Kleidung ist eine ordentliche Leash daher bei uns TOP-1 auf der Sicherheitsliste.

© Stephan Gölnitz
Leashes sind Lebensretter
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