Produkt des Monats: 2016 Starboard "Allstar SUP Suit" Produkt des Monats: 2016 Starboard "Allstar SUP Suit" Produkt des Monats: 2016 Starboard "Allstar SUP Suit"

Produkt des Monats: 2016 Starboard "Allstar SUP Suit"

  • Stephan Gölnitz
 • Publiziert vor 5 Jahren

Auch wenn der Herbst bisher noch so mild war, die kalten Tagen kommen sicher. Wir haben den neuen Starboard Allstar SUP Suit ausprobiert, der SUP zum Ganzjahressport machen soll. Hier findest du außerdem Tipps zum Winterpaddeln und das Interview mit einem der Macher des neuen Anzugs.

So schaut der neue Starboard Allstar SUP Suit im Detail aus.

Rückblick: Während sich für Wind- und Kitesurfer seit Jahren Neoprenanzüge als Allroundanzüge auch für den Winter etabliert haben, sind die Anforderungen beim SUP meist nicht vergleichbar, herkömmliche Windsurfanzüge sind meist ungeeignet. Denn beim Windsurfen gehören regelmäßige Waschgänge dazu, die Ausdauerbeanspruchung ist wesentlich geringer. Neoprenanzüge, egal ob außen glatt oder mit Stoff beschichtet sind 100% nicht atmungsaktiv.

Beim winterlichen Paddelausflug oder Trainingssessions gehst du dagegen üblicherweise trocken aufs Board und kommst auch genau so zurück. Die Atmungsfähigkeit ist dafür eine der wichtigsten Funktionen. Dennoch muss die Kleidung im "Falle eines Falles" auch nach mehreren Abgängen – im Winter auch mal in nur 4 Grad kaltes Wasser – immer noch ausreichend wärmen.

Winterpaddeln gehört für die sup-mag-Crew (Hier Autor Stephan Gölnitz) von Anfang an dazu. Hier im Winter 2011 noch in einem Windsurf-Trockenanzug.

Der Durchbruch kam nach vielen Versuchen mit Neopren-, Lauf- und Bikekleidung erst mit dem ersten nicht körpernah geschnittenen Trockenanzug aus atmungsaktivem Material. Plötzlich war die Kombi da, die man brauchte: Bewegungsfreiheit, Atmungsaktivität, dazu wasserdichte Abschlüsse an Hals, Armen, Beinen und ein wasserdichter Zipper. Kombiniert mit dicken Surfschuhen, wurde das Paddeln auch bei null Grad und Sonnenschein zum komplett neuen Erlebnis. Die Bewegungsfreiheit war nochmal deutlich besser als in jedem Neo und das erdrückende Gefühl, wenn sich bei flottem Paddeln die Hitze staut, wich einem Gefühl, als wenn plötzlich der ganze Körper mitatmen könne.  Sogar im Rennen bewährte sich der Anzugtyp auf Anhieb. Statt im Neopren zu kollabieren, kann man im atmungsfähigen weiten Gewand bis an die Grenze gehen, fast wie im Sommer in Shorts. Mein Fazit: Unter 15 Grad Wasser- und 15 Grad Lufttemperatur ist so ein Anzug im Flachwasser mittlerweile fast ein "Muss". Der Winter bietet – vor allem bei Sonnenschein – dafür jetzt selbst bei Minusgraden einige der schönsten Paddel- und Trainingstage, die man sich vorstellen kann – warm und sicher im Trockenanzug.

Safety-Tipps für den Winter:

Wir konnten bereits Ende Oktober den ersten Damenanzug ausprobieren.

Leicht, geschmeidig und sehr angenehm zu greifen – das sind die ersten haptischen Eindrücke vom verwendeten Material beim Auspacken. Das Packmaß ist minimal und der Anzug wirkt federleicht auch am Körper.

Das Anziehen geht wunderbar, die Latex-Abschlüsse an den Armen und Beinen sitzten fest aber nicht zu stramm. Im Vergleich zum Neopren bist du schon mal doppelt so schnell startklar. Da muss man sich nicht reinzwängen, der Zipper lässt sich leichtgängig bedienen.

Der Halsabschluss lässt sich mit Klettverschluss gut anpassen und auch die Weite in der Taille gut so fixieren, dass der Anzug kaum flattert und möglichst passgenau sitzt.

Sämtliche Nähte sind innen mit Tape gesichert, die Verarbeitung wirkt insgesamt sehr ordentlich, so wie man es auch von hochwertiger Funktionsbekleidung in anderen Outdoor-Sportarten kennt.

Unsere Testperson, Sonja Duschek, ist Race-Paddlerin der ersten Stunde und weiß, worauf es besonders bei Trainings im Winter ankommt. Sie hat für uns erstmalig den atmungsaktiven Trockenanzug Starboard Allstar SUP Suit ausprobiert: " Die Bewegungsfreihiet ist einfach um ein Vielfaches besser als bei einem Neoprenanzug. Man spürt kaum, dass man einen Trockenanzug trägt. Die Abschlüsse fand ich sehr bequem. Am besten ist aber, dass man sich nicht so eingezwängt wie im Neo fühlt. In dem Anzug kannst du auch mal richtig Gas geben. Natürlich schwitzt man dann darin auch, aber man spürt dann schon, dass der Anzug auch Dampf rauslässt. Ohne Unterkleidung war es im Wasser allerdings sofort recht frisch, da sollte man bei kaltem Wasser schon was drunter ziehen. Das ist die bisher beste SUP-Bekleidung, die ich ausprobiert habe."

sup-mag: Was kann der neue Anzug, was ein Neopren nicht kann? Flo Brunner: Das verwendete Material ist wind- und wasserdicht und atmungsaktiv. Damit entsteht ein angenehmes Klima, bei dem sich die Schweißbildung in Grenzen hält. Wir nennen das Material "Clima Core" das neben den zuvor genannten Eigenschaften auch noch extrem dehnfähig ist. Damit ist es in der Summe der Eigenschaften Neopren, gerade beim Stand Up Paddeln, deutlich überlegen.

Was ist das für ein verwendetes Material?Es ist ein sogenanntes Dreilagen-Material. Dazu werden ein extrem dehnfähiges und robustes Außengewebe mit einer dehnbaren Membran und einem soften Innenfutter zu einer Schicht verschweißt. Das Material ist mit den Materialien die für moderne Outdoor- und Skitouren-Jacken verwendet werden vergleichbar. 

Für welche SUP-Einsatzzwecke ist der Anzug geeignet, für welche nicht?Der Anzug eignet sich für alle Einsätze auf Flachwasser und auch Wildwasser. In der Welle sicher nur eingeschränkt, da bei der Konstruktion auf Komfort großer Wert gelegt wurde, ist der Abschluss am Hals nicht 100%ig wasserdicht und damit für grobe Waschgänge weniger geeignet. Dazu gibt es aber auch einen 100%igen Trockenanzug, der auch für Wind- und Kitesurfer geeignet ist. Dieser Trockenanzug ist ein Produkt, das wir auch noch in diesem Jahr auf den Markt bringen werden.

In welchem Temperaturbereich siehst du den Einsatz?Das Dreilagen-Material ist wie gesagt wind- und wasserdicht, bietet aber kaum Wärmeisolation. Dazu kann man verschiedene Schichten drunter tragen, je nach Einsatz und Temperatur. Damit ist der Einsatz in einem sehr großen Temperaturbereich möglich. Das geht sicher von zweistelligen Plus- bis zu zweistelligen Minusgraden. Was empfiehlst du als Unterkleidung? Wir haben dazu das sog. "Weather Adaptive Layering System" entwickelt, also verschiedene Teile von Base Layer Unterbekleidung bis hin zu Teilen mit Wärmeisolierung. Aber natürlich funktioniert auch Unterbekleidung wie man sie vom Wintersport kennt. Da ist das ja auch nichts Neues, aber für Wassersport sicher ein ganz neuer Ansatz.

Was passiert im Falle einer nötigen Reparatur? Kann man das Material flicken?Zu jedem Anzug wird ein kleines Reparaturset geliefert. Damit kann man kleinere Löcher problemlos selbst kleben. Ähnlich wie man einen Fahrradschlauch flickt. Größere Reparaturen können zeitnah beim Hersteller in Kroatien durchgeführt werden. Der Anzug ist ein 100% Europäisches Produkt. Auch darauf sind wir stolz.

Bisher gab es in erster Linie von einer Marke solche Anzüge auf dem Markt. Jetzt startet ihr mit einem Produkt dieser Gattung, entstanden aus einer Kooperation. Wieviel Starboard steckt jetzt in dem Anzug?Svein Rasmussen und Wolfgang Leeb haben letztes Jahr eine Vereinbarung getroffen, um das Projekt zu starten und Starboard die Möglichkeit gegeben nicht ganz von Null zu starten. Ab einem bestimmten Zeitpunkt hat aber dann das Starboard Design Team in Zusammenarbeit mit mir und dem Produzenten in Kroatien die komplette Entwicklungsarbeit übernommen, um sowohl ein eigenständiges Produkt als auch eine Serienfertigung für Damen und Herren umsetzen zu können. Damit sind wir eigene Wege gegangen und haben in Punkto Komfort und Passform neue Maßstäbe gesetzt.

Wie liegen die Anzüge preislich?Der Allstar SUP Suit kostet für Damen und Herren 699 Euro und ist jeweils in zwei Farbkombinationen und fünf Standardgrößen erhältlich.

Infos: www.star-board-apparel.com


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