Test 2017: Variopaddel

15.02.2018 Stephan Gölnitz - Sie sind biegsam wie Bambus oder starr wie Stahl. Mit griffen so filigran wie japanische Sushi-Stäbchen oder auch so massiv wie an einer kanadischen Axt. Dieser Test zeigt sie alle.

© Benjamin Thouard
Kraftvoll einstechen. Druck aufbauen, das Board beschleunigen – ein Ablauf ungeahnter Harmonie. Vor allem, wenn das Paddel wirdklich zu Dir passt.
Kraftvoll einstechen. Druck aufbauen, das Board beschleunigen – ein Ablauf ungeahnter Harmonie. Vor allem, wenn das Paddel wirdklich zu Dir passt.

Variopaddel zwischen etwa 150 bis 220 Euro – das war die Vorgabe für diesen Paddeltest. Ein Preissegment in dem sich ambitionierte Hobbypaddler zunehmend umschauen. Aus gutem Grund. Denn in dieser Klasse darf man bereits ein richtig ordentliches Paddel erwarten. Unter etwa 130 Euro werden überwiegend schwere Einsteiger- und Verleih-paddel angeboten, die vermutlich nach spätestens einer Saison aussortiert werden: Robuste Alu-Prügel mit günstigsten Plastikgriffen und teils wackeligen Verstellmechanismen.

In diesem Testumfeld überwiegen bereits hochwertige Blätter und laminierte Schäfte mit teilweise ordentlichem Carbonanteil. Als Blattgröße haben wir bei der Zusammenstellung eine "mittlere" Blattgröße vorgegeben. Zwischen 85er- und 95er-Blattgröße liegen nahezu alle Paddel. Die Angabe in Square Inch hat sich bei Paddeln mittlerweile etabliert und wird von den meisten Herstellern zumindest mit angegeben. Du findest noch die Angabe in Quadratzentimetern, was dann etwa zwischen 400 und 700 liegen dürfte und die Breite in Inch, eine Angabe meist zwischen 7” und 8,5” etwa. wobei die Breitenangabe am wenigsten sinnvoll ist. Bei gleicher Breite können zwei Paddel je nach Form und Länge völlig unterschiedlich groß ausfallen.


Diese Paddel haben wir getestet:

  • BIC SUP Original FP
  • Black Project Pure
  • Croslake Marin 2
  • Fanatic Carbon 35 adjustable
  • GTS River 8’5’’
  • Indiana Fibreglass
  • JP-Australia Carbon Glass
  • Mistral Kanoa
  • Naish Performance 85
  • NoveNove Basic Glass
  • Quatro SUP Split Blade M
  • Red Paddle Carbon Nylon
  • RRD Flow Paddle Glass
  • Sigma A2
  • Starboard Enduro Tiki Tech L
  • SUP-Monsters C-Cross

Ein 100er-Paddel ist bereits eine richtig große Kelle, für höher frequentes Paddeln und lange Strecken weniger geeignet und ein 80er bereits sehr zierlich und für kräftigeren Zug zu drucklos. Jugendpaddel liegen bei etwa 65 Square Inch. Im Testfeld bieten alle Paddel etwa den gleichen Druck, eine Allroundgröße, um mal richtig Gas zu geben, oder auch bei entspanntem Tempo die Natur zu genießen. Für Frauen und Männer liegt in der gewählten Spanne die meist genutze Größe. Vom Druckaufbau etwas kleiner wirkt das BIC-Paddel, eher kraftvoll das Sigma, RRD und Sup-Monsters sowie Black Project.

Paddlern mit kräftigem Zug und sportlichem Ehrgeiz empfehlen sich die steifsten Modelle: Von Black Project, Croslake, JP-Australia, Mistral, Sigma und Starboard.

Paddler, die ein möglichst leichtes Paddelgefühl suchen, dürften fündig werden bei: Black Project, Croslake, Fanatic, Quatro, RRD, Sup-Monsters und Starboard.

Wenn Robustheit zählt und ein günstiger Preis, kommt man vermutlich nicht vorbei an BIC und GTS. Es darf ruhig ein bisschen flexen, aber zu schwer darf es auch nicht sein, ein klassischer Allrounder? Darunter fallen vor allem die Paddel von Fanatic, Indiana, JP-Australia, Mistral, NoveNove, Red Paddle, RRD, Starboard und Sup-Monsters.


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