Test: SUP Kinderboards

02.04.2018 Jeanette Kühn - Wenn „Geh draußen spielen!“ zur Belohnung wird, dann haben die Kids nicht nur den besten Sport, sondern die Eltern auch noch das richtige Board ausgesucht.

© Stephan Gölnitz
Playstation - SUP Kinderboards im Test (im Foto: Starboard Supkids Racer 10’6” x 25”)
Playstation - SUP Kinderboards im Test (im Foto: Starboard Supkids Racer 10’6” x 25”)

Den Kids ist es meist egal. Zumindest zu Anfang. Rumpaddeln, vom Brett springen oder einfach nur den Kopf mit der Taucherbrille ins Wasser stecken, macht eigentlich auf jedem Board eine Menge Spaß. Und jedes SUP ist schließlich besser als kein SUP. Schaden nehmen Kinder eher vom zu großen Bildschirm als vom zu großen Brett. Auf einem klassischen 12’6’’er iSUP können 10-Jährige im Turn allerdings mit beiden großen Zehen hinten im Ventil bohren und die Boardnase klebt vorne immer noch auf dem Wasser. Bei 30 Inch Breite und mehr muss ein Kind das Paddel viel schräger halten als ein 1,80-Meter-Mann, und mit einem dicken 6-Inch-Dampfer unter den Füßen kommen Kleinere mit dem Paddelblatt wirklich nicht optimal ins Wasser.

Spätestens also, wenn die Familie ab Donnerstag nur noch das Wochenend-SUP-Wetter checkt, und auch längere Touren geplant sind, kommen spezielle Kids-Boards ins Spiel. Kürzere, schmale und dünne Boards, die mit wenig Krafteinsatz flott laufen.


Diese SUP Kinderboards haben wir getestet:

  • Fanatic Ripper Race 10’0” x 26”
  • JP-Australia Young Gun RaceAIR 10’6” x 25”
  • Red Paddle Max Race MSL 10’6” x 24”
  • RRD Air convertible 10’4” x 34"
  • RRD Airrace V3 10’6” x 27”
  • Starboard Supkids Racer 10’6” x 25”

Red Paddle und Starboard liefern in dieser Liga Boards ab, die vorrangig bei Kinder- und Jugendrennen Podestplätze einfahren sollen. Daneben eignen sie sich aber obendrein sehr gut für ambitionierte Kids als flotte Touringboards. Das Starboard ist durch die größere Breite etwas vielseitiger. Das Red Paddle ist nachgemessen nur 23,5” breit und damit deutlich schlanker als die bereits 25 Inch schmalen Bretter von JP und Starboard.

Die Boards von JP-Australia und Fanatic fallen dagegen vor allem im Heck und Bug etwas breiter aus, das JP-Brett trägt mit fünf Inch Dicke auch nochmal einiges mehr als Starboard oder Red Paddle (4,75 Inch). Das erfordert etwas mehr Paddelkraft, macht die Boards aber kippstabiler für schwerere Kinder und wellige Bedingungen.

Das RRD Airrace tendiert mehr zum Tourer und Allroundboard für größere Kids. Für Kleinere (unter etwa 35 bis 40 Kilo) wirkt das Board noch recht groß. Perfekt für sehr Kleine – vor allem auch zum Windsurfen lernen – erscheint das RRD Convertible. Flach und dünn, mit viel Platz für Spielereien, allerdings weniger tourentauglich. Cool: Bei Starboard geht das Deckpad komplett durch – für Manöver und Spielereien.

Das sind nur ein paar mehr Gramm für jede Menge Fun.

© Stephan Gölnitz
Zu leicht ist langweilig, aber nicht nur deshalb lieben Kinder etwas anspruchsvollere, wackeligere, schmale Boards. Diese 10’6”er sind wendig und gehen mit 24 bis 25 Inch Breite mit viel weniger Kraft durchs Wasser als die üblichen Allroundboards für Erwachsene mit 30 bis 33 Inch. Für Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 14 Jahren haben die meisten Hersteller mittlerweile passende Boards im Programm, die obendrein auch nochmal deutlich leichter sind als die Erwachsenen-Modelle. Das JP-Board wiegt zum Beispiel gerade mal 6,0 Kilo – das ist im wahrsten Sinne "kinderleicht".
Zu leicht ist langweilig, aber nicht nur deshalb lieben Kinder etwas anspruchsvollere, wackeligere, schmale Boards. Diese 10’6”er sind wendig und gehen mit 24 bis 25 Inch Breite mit viel weniger Kraft durchs Wasser als die üblichen Allroundboards für Erwachsene mit 30 bis 33 Inch. Für Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 14 Jahren haben die meisten Hersteller mittlerweile passende Boards im Programm, die obendrein auch nochmal deutlich leichter sind als die Erwachsenen-Modelle. Das JP-Board wiegt zum Beispiel gerade mal 6,0 Kilo – das ist im wahrsten Sinne "kinderleicht".

Im Rennbereich setzen viele Veranstalter nach langer Erfahrung mit Jugendrennen ausschließlich auf Inflatable Boards, meist mit einer Längenbegrenzung zwischen 10’6” und 11’2”. Aus gutem Grund: Damit sind extreme Rennboards aus Carbon ausgeschlossen, was Kosten und Risiken minimiert, die Kids matchen sich dennoch mit viel Spaß und unter fairen Bedingungen. Häufig werden bei Events auch Boards gestellt, so dass man diese auch mal anfassen und ausprobieren kann. 


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