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Test 2016 – Aufblasbare Boards: Allround

  • Stephan Gölnitz
09.04.2017

Allroundboards zwischen 10’5’’ und 11’ werden häufig auf der Kurzstrecke bewegt und sind die ideale Plattform für Familien und Genusspaddler, denen Transport, Komfort und SUP-Spaß auf engstem Raum wichtiger sind als sportliche Höchstleistungen.

Allrounder sind vor allem kompakt und wendig, laden aber auch zu kurzen Sprinteinlagen ein. Tester Julian paddelt sich warm. Location: Utting/Ammersee.

Plane deine Tour gemütlich und ohne Zeitnot, lege jeglichen Competition-Stress ab – dann sind diese 10’5’’er vielleicht eine gute Boardwahl. Die kürzeren und obendrein etwas breiteren Boards sind sicherlich nicht die Langstreckenläufer für deine Bodenseeumrundung oder für einen ambitionierten Fitnesspaddler mit Pulsuhr und Trinkrucksack, Aber sie laufen gut genug geradeaus für die Erkundung der näheren Umgebung und mit durchschnittlich fünf bis sechs Stundenkilometern kommst du auch damit gut voran. Auf lange Sicht machen sich die zehn bis 20 Prozent, die ein 11’2’’er oder sogar 12’6’’er bei ähnlichem Krafteinsatz mehr erreicht, natürlich schon deutlich bemerkbar. So empfehlen sich diese Boards vor allem für Paddler, die "ihren" Strand gerne in Sichtweite behalten, aber auch als gutmütige Familienboards. Denn Stand-up-Paddeln ist viel mehr als nur Tempo bolzen. Kinder wollen spielen und ein langes 12‘’6’’er-Touringboard ist für Kinder kaum zu drehen. Auf diesen Boards macht SUP dagegen auch auf der Größe eines Handballfeldes Spaß. Tendenziell fallen alle "Allrounder" etwas breiter aus als die Allround-Tourer, vor allem den Dreh-eigenschaften kommt diese recht gedrungene Form zu- gute. Breite Boards mit viel Fläche sinken weniger tief ein und bieten schon dadurch weniger Drehwiderstand. Wenn dann auch noch nur 3,30 Meter bewegt werden müssen und nicht 3,80, flutscht es im Vergleich einfach flüssiger ums Eck.

Sportlich oder nicht? Da spielt vor allem auch die Optik mit. Eine spitze Nase wie beim Croslake spornt auch auf einem 10’5’’er-Board an, auch wenn der gemessene Speed nicht oder nur unwesentlich höher ausfällt als bei einem Board mit Knubbelnase. Warum also statt zu Laufen nicht mal eine flotte SUP-Runde über den See drehen? Der erste Schritt dahin ist auch mit diesen Boards leicht gemacht.

Diese Allround Inflatables findet Ihr im Test:

GESICHTET

Quer über alle Gruppen sind hier Features herausgepickt, die für den Kauf interessant sein könnten:

Empfehlung: 15 psi empfehlen die meisten Hersteller. Genau so haben wir deshalb alle Testboards aufgeblasen. Lediglich Fanatic gibt für seine Boards in der soliden Premium-Bauweise sogar bis zu 22 psi an. Die muss aber erst mal einer pumpen.  

Nie mehr Finnenplättchen verlieren. Ein Finnenplättchen im Sand ist die maximale Steigerungsform der sprichwörtlichen Nadel im Heuhaufen. Bei Starboard und JP-Australia sind die Plättchen in den Finnenkasten integriert.   

Windsurfoption: Einige Boards haben die Möglichkeit, an Deck einen Mastfuß zu montieren (hier bei Gun Sails). Sinnvoll wird das mit einem zusätzlichen Kasten für eine Centerfinne.

Sparsam fällt das Gepäcknetz bei Quatro aus, da passt vielleicht ein Kulturbeutel oder ein Herrenhandtäschchen drunter.

Kick Pad wie beim Skateboard: Beim Croslake Bellagio gehst du im Turn weit zurück, für dennoch guten Halt ist das Pad hinten keilförmig hochgestellt. Das funktioniert wirklich gut und vermittelt zumindest ein besonders sicheres Gefühl. Und du weißt genau, wie weit du den hinteren Fuß zurückstellen kannst – ohne abzusaufen.

Komfortabel sind gepolsterte Tragegriffe. Bei fast allen Boards sind die Griffe tatsächlich gut positioniert. In vergangenen Tests fielen immer wieder Boards mit Griffen "neben" dem Schwerpunkt auf, das haben wir diesmal zumindest nicht bemerkt.  

Platzsparend: Solche flachen Gurtbänder sind zwar beim Draufsteigen kaum zu spüren, aber beim Tragen nicht die bequemsten – und in der Mitte, genau auf dem Griff, ist eigentlich keine Paddelposition.

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