Test 2015: Feste SUP Touring-Boards

15.09.2015 Steve Chismar - Feste Touring-Bretter sind sicherer, langlebiger, sportlicher – und mit ihnen erlebt man Fahrvergnügen pur. Wer für die Drei-Meter-Kanonen (und länger) Platz hat, kann sich ein Leben lang an ihnen erfreuen.

© Jean Souville
Nie aus der Ruhe zu bringen: Focus hat mit seinem Freedom Touring das perfekte Sportgerät für ausgedehnte SUP-Spazierfahrten entwickelt.
Nie aus der Ruhe zu bringen: Focus hat mit seinem Freedom Touring das perfekte Sportgerät für ausgedehnte SUP-Spazierfahrten entwickelt.

Sie haben es schwer, und sind doch leicht. Sie sind verdammt fest, das macht sie schwach; sogar schwächer als aufblasbare Boards – aber nur in der Statistik der meistverkauften SUP-Bretter. Kann man irgendwie verstehen. Ich nicht! Aber ich kann’s mir auch leisten. Ich lebe am Walchensee, der für Spritztouren, Trainings­einheiten und Downwinder perfekt ist. Ich habe ein verdammt ­großes Auto – auch wenn es verrostet und verbeult ist. Und – ganz wichtig: Ich habe eine Menge Platz in meiner Garage. So. Und wie kann ich Euch nun guten ­Gewissens feste, fast vier Meter lange Kanonenrohre empfehlen – vor allem, wenn aufblas­bare Touring-Boards immer steifer, leichter, leistungsstärker und besser in der Verarbeitung werden? Es ist, als wollte ich ­einen alten Landrover mit all seinen Macken und heutiger Technik als modernen ­Alltagswagen verkaufen. Nun gut, der Vergleich hinkt etwas. Feste Touring-Boards können nämlich eigentlich alles besser als iSUPs – und zwar da, wo man sie braucht: auf dem Wasser!

Feste Touring-Bretter sind sportlicher, direkter im Fahr­gefühl, schwabbeln nie, schneiden durch Flach­wasser, wie ein Messer durch Butter. Sie halten länger und sind edle Teile, die man – wie mancher Mann ­seinen ­Sportwagen – auch gerne mal streichelt. Mag ein iSUP noch so toll sein, streicheln würde ich es noch lange nicht. Dennoch scheint iSUP sexy zu sein. ­Warum? Weil es praktisch in den Rucksack passt. Das ist das größte Argument gegen feste Touring-Boards. Neben ihrer Langlebigkeit ist das einzige weitere ­Argument für feste Touring-Boards: Fahrvergnügen. Also lasst euch das bitte mal auf der Zunge zergehen: F-A-H-R-V-E-R-G-N-Ü-G-E-N.

Wir hatten in Südfrankreich das Vergnügen, eine ­kleine Auswahl (wegen Platzmangels schafften es nur sechs Boards in den Test) schöner Luxusdampfer Probe zu fahren. Und wir haben die klare Erkenntnis gewonnen: Alleine aus Sicherheitsgründen auf langen Touren am Meer sollten feste Tourer nie aussterben!

Die Testergebnisse dieser SUP Touring-Hardboards finden SIe hier:

• Bic Cross Adventure 11’0’’
• Bic C-TEC Tracer 12’0’’
• Fanatic Ray Wood 12’0’’
• Focus Freedom Touring 12’6’’
• JP Sportster Wood 12’0’’
• RRD Grandtourismo Classic 12’6’’

© Jean Souville
Die östliche Calanque war für die ­Tester nicht nur optisch ein Highlight: Ruhiges und ­raues Wasser wechselten sich ab und boten perfekte Testbedingungen.
Die östliche Calanque war für die ­Tester nicht nur optisch ein Highlight: Ruhiges und ­raues Wasser wechselten sich ab und boten perfekte Testbedingungen.
© Jean Souville
Außergewöhnlich vielfältige Testbedingungen in der Calanque
Außergewöhnlich vielfältige Testbedingungen in der Calanque

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