SUP Vergleich: iSUP gegen Hardboards

 • Publiziert vor 8 Jahren

Jetzt ist es soweit: Im Race- und Touring-Bereich produzieren einige Hersteller aufblasbare Pendants zu ihren Hard-Boards. Kämpft hier David gegen Goliath? Die Antwort steckt nicht nur im Detail, sondern in der Philosophie.

Fotos: Markus Greber

Real men don‘t use inflatable toys - wahre Männer brauchen keine aufblasbaren Spielsachen. Das ist eine berechtigte Meinung. Letztes Jahr hatte die SUPBranche nur ein müdes Lächeln für die Pläne Mistrals, iSUP-Raceboards herzustellen. Gummiwürste für aufgeblasene Gockel? Nein, denn heute erkennen sogar scharfe Kritiker: Die Dinger funktionieren doch.

Was heißt das? Sind sie wirklich so gut wie richtige Raceboards? Machen iSUP-Raceboards überhaupt einen Sinn? “Ja!”, meint Mistral-Designer Ernstfried Prade, der sogar von einer “M1 Inflatable International One Design Class” träumt. Es soll an von der Idee her an die ehemalige Mistral One Design Class ( MOD) im Windsurfing anknüpfen und damit durch Einheit – alle mit gleichen Waffen – den explosiven Kosten von Rennmaterial entgegenwirken. “Die Einheitsklasse ist eine schöne Idee”, meint SUP-Racer Stephan Gölnitz gelassen, “aber in einer leistungsorientierten, gemischten Klasse werden sich iSUPs wohl nicht durchsetzen. An dem Tag, an dem das passiert und iSUPs schneller werden als Hard-Boards, markiere ich mir ein rotes Kreuz in den Kalender.”

Profi-Racer wollen nur das Schnellste Im Highend-Bereich, so vermuten also Racer, werden iSUPs nie eine Chance haben. Bezahlte Teamrider werden immer das modernste Hightech-Material fahren wollen. “Bei gleichwertigem Shape ist das Hard-Board vermutlich immer bevorteilt”, erklärt Gölnitz, der auch schon ein Sprintrennen auf dem M1 iSUP gefahren ist. Der Sportredakteur und langjährige Stand-up-Paddler Dimitri Lehner sieht das Thema iSUP Race anders: “Ein Vier- Meter-Raceboard auf dem Dach? Sorry, will ich nicht!” Lehner will aber sportlich über den See rauschen, trainieren, Natur erleben. “Bei einem iSUP-Raceboard überwiegen für mich die Vorteile: Als Hobbysportler zählen keine Sekunden und die Performance hart gegen aufblasbar ist vergleichbar. Also ist mir ein Aufblasbares aus dem Rucksack zehnmal lieber. Zudem besitzt das Mistral die Optik und die Leistung eines seriösen Sportgeräts. Mit einer Gummi-Knutsch- Kuh hat das nichts zu tun.”

Wir wollten dennoch wissen, wie die Realität auf dem Wasser aussieht und haben die zwei Mistral Raceboards gegeneinander gefahren? Das Ergebnis war erstaunlich. Zudem hat jetzt Starboard neben Mistral (12’6’’ Race) und C4 Waterman (12’6’’ iTrekker) ein aufblasbares 12’6’’-Touringboard zum harten 12’6’’-Pendant entwickelt. In diesem Fall braucht ein Racer nicht zweimal zu überlegen: Aufblasbare Touringboards machen Sinn. Nur, was können sie wirklich besser?

Den kompletten Vergleich iSPU gegen Hardboards gibt es unten als PDF-Download.

 

Text: Steve Chismar Fotos: Markus Greber 

Mistral 14'0" M1 Race (links) vs. Mistral 14'0" M1 Race Inflatable (rechts).

 

Starboard 12'6" Touring Wood (links) vs. Starboard 12'6" Atsro Touring Inflatable (rechts).

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