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SUP Test: Waveboards 2012

25.08.2012

In seiner Ursprungsform in der Welle findet SUP mehr und mehr Zuspruch auch in Deutschland, vor allem im Norden, wo sich reichlich Wasser bricht. Im dänischen Klitmøller haben wir ausgewählte Bretter auf Welleneinsteiger-Tauglichkeit gepruüft, aber auch Boards ins Visier genommen, die dem erfahrenen Wellenreiter Spaß machen könnten.

Fotos: Manuel Vogel

Viele Longboarder steigen jetzt auf SUP um, weil man so noch mehr Wellen fangen und in widrigeren und kleineren Verhältnissen Spaß haben kann. Das gilt auch für gute Windsurfer, die bei Flaute eine sportliche Alternative suchen. Mit SUP gehört Wellenreiten nicht mehr einer Eliteeinheit an. Dennoch muss ganz klar gesagt werden, dass aus Bergziegen nicht gleich Delfine werden. Selbst Wellen-Einsteigerboards sind Spezialisten für jene, die seriös wellenreiten möchten. Wer sporadisch im Urlaub eine Mittelmeer- oder Ostseewelle herunterrutschen möchte, ist mit einem elf bis zwölf Fuß SUP-Allrounder besser bedient. Selbst die stabilsten Welleneinsteigerboards sind mit rund 180 Litern im Flachwasser eine Herausforderung für SUP-Anfänger.

In der Welle wären absolute Neueinsteiger damit maßlos überfordert.

Wer schon etwas Wellenreit-Erfahrung mitbringt oder mit dem Windsurfbrett viel in der Welle gesurft ist, kann bedenkenlos auf diese neue deutsche Welle aufspringen. Wir wollen hier aber noch mal betonen, dass man im Zweifel immer ein breiteres und somit stabileres Board kaufen sollte. Für die, die es aber wissen wollen, haben wir bewusst kleinere Spezialisten wie den Fanatic 8’10’’ Pro Wave, den Bic 9’4’’ ACS oder den Corbean 9’0’’ Fusion mit im Gepäck gehabt. Einige Bretthersteller produzieren frauenfreundliche Boards. JP lieferte uns einen Frauen-Allrounder, weil das Wave- Einsteigerbrett zum Zeitpunkt des Tests leider nicht lieferbar war. Die größte Überraschung war das für die Welle konzipierte aufblasbare Starboard. Wir verglichen das Brett mit dem Vorurteil, es wäre gegen seine harte Konkurrenz in der Welle chancenlos. Wir irrten.

Die Tester wogen zwischen 78 und 88 Kilogramm. Wer mehr oder weniger wiegt, sollte dies bezüglich der Kippstabilität und Drehfreudigkeit berücksichtigen. Und weil einige Hersteller die Option einer Segelmontage ermöglichen, wurden diese in den Wellen vor Klitmøller, aber auch am Walchensee auf Windsurf-Eignung geprüft. Vorweg: Kein SUP-Waveboard ersetzt ein Windsurf- Waveboard oder Freerideboard, aber wenn man mal ein Segel auf das SUP-Brett montiert, kann man vor allem bei Leichtwind in der Welle und im Flachwasser damit Spaß haben.

Kurz zu den Bewertungskriterien: Die Grundbewertung gilt zunächst bei Surfern um die 80 Kilo. Wer deutlich weniger oder mehr wiegt, sollte dies beim Kauf berücksichtigen. Da die Charakteristik des Boards innerhalb einer Linie ähnlich ist, sollte man nicht zum Trugschluss kommen, sie sei gleich. Ein Beispiel: Der 10’10’’er Naish Nalu überzeugt mit seinen guten Allroundeigenschaften. Als 9’6’’er und 9’0’’er steht man hingegen beim Nalu auf einem radikalen (eher schmalen) Longboardstyle-Brett. Die Naish Mana- Serie (wie im Test) ist in der gleichen Länge ein wesentlich einsteigerfreundlicheres Waveboard – da breiter. Die Kippstabilität hängt ab von der Breite, der Dicke der Rails und vom Deck-Shape. Sie spielt sowohl im Flachwasser, vor allem aber beim Hinauspaddeln und Anpaddeln in den Wellen, eine Rolle. Die Drehfreudigkeit (radikales Abreiten) bewerteten wir beim Abreiten vor der Welle in den Turns, im geringen Maße auch beim Drehen auf der Stelle zum Wellenfangen. Flachwassereignung beinhaltet Kippstabilität und Richtungsstabilität. Beim Tragekomfort bewerteten wir Gewicht, Ausbalanciertheit (Gewichtsverteilung) und den Haltegriff.

Alles über die 11 SUP Waveboards  finden Sie unten als PDF-Download:

- BIC 9'4" ACS SUP

- BIC 9'6" ACE-TEC SUP

- COREBAN 9'0" Fusion

- Fanatic 9'2" AllWater

- Fanatic 8'10" ProWave

- JP-Australia 9'8" Lady SUP

- Mistral 9'8" Wave

- Naish 9'5" Mana AST

- Starboard 9'5" Wide Point Wood

- Starboard iSUP 9'0" Astro Converse

- Tabou 9'2" SUP TEC 

Text: Steve Chismar

Wer schon etwas Wellenreit-Erfahrung mitbringt oder mit dem Windsurfbrett viel in der Welle gesurft ist, kann bedenkenlos auf diese neue deutsche Welle aufspringen.

PDF-Downloads

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    SUP Test: Wave-Einsteiger 2012

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