SUP-Boards mit Windsurfoption - 2011

11.11.2011 SURF-Magazin - Windsurf-SUPs sind die neuen Familienboards. Wir haben drei verschiedene Konzepte exemplarisch ausprobiert und verglichen. Die Longboards sind deutlich mehr als nur ein Paddelbrett mit Mastaufnahme. Zum vergleichbaren Preis gibt’s ein bis zwei Extras gratis.

Gutes Frühgleitmaterial verdoppelt deine Zeit auf dem Wasser. Mit diesen Boards kommst du auf 100 Prozent.
Gutes Frühgleitmaterial verdoppelt deine Zeit auf dem Wasser. Mit diesen Boards kommst du auf 100 Prozent.

Vier bis fünf Windstärken am Walchensee – Königswetter. Slalom- und Formulaheizer liefern sich heiße Duelle, doch was sind das für Ungetüme dazwischen? Drei surf-Tester auf ihren donnernden Rossen wie beim Kaltenberger Ritterturnier. Mit 5,7er für die Mädels und 7,2er für 80-Kilo-Männer reichen die Böen locker, mit hoch erhobenem Bug, schäumender Heckwelle und Halt suchenden Füßen auf dem steigbügelfreien Deck, walzen sie den See. So schnell war ein SUP-Board noch nie.

SUPs, neudeutsch für Stehpaddelbretter, mit Schwertkasten und teilweise sogar Schlaufendübeln – das hörte sich vielversprechend für einen spannenden surf-Test an. Mal sehen, was die Dinger können? Exemplarisch haben wir für verschiedene Gattungen Boards ausgesucht und ein bewährtes klassisches Windsurf-Aufsteigerboard mitgetestet. Erste Disziplin: Paddeln. Wir fangen mit dem an, was neu ist. Hier geben sich die vier SUPs im Flachwasser nicht viel. Die Breite entscheidet am meisten darüber, wie kippstabil ein Board im Wasser liegt, schön geradeaus laufen alle. JP und Bic wirken dabei am flottesten, dann kommt der RRD, das Starboard ist überaus stabil im Wasser, wirkt aber stärker durchgebogen, fühlt sich sicher in kleiner Welle noch wohler als im Flachen. Prüfung bestanden, nur die Fanatic Viper bekommt kein Paddel-Siegel. Zu kurz, zu breit, zu langsam – ein Schicksal, dass sie mit allen kompakten Windsurf-Aufsteigerboards teilen dürfte.

Zweite Disziplin: Gleitsurfen. Jetzt lassen wir es krachen. Landet das Leichtwind- Freerideboard gleich morgen bei Ebay? Sicher nicht. Dabei machen die Boards schon eine Menge Spaß, gerade im Bereich drei bis vier Windstärken hängt man entspannt im Trapez – auch im Halbgleiten. Die Boards luven kaum an und gehen locker flockig ins Halbgleiten über. Für Aufsteiger nach dem Kurs ideal, aber auch für eine gemütliche Küstentour im Urlaub. Will man die Boards ins Vollgleiten bringen, muss auch der erfahrene Surfer ganz tief in die Trickkiste greifen, lediglich die Fanatic Viper gleitet so, wie man es von großen Freeridern kennt, die kleine Serienfinne sollte man dafür aber unbedingt gegen eine große, steifere Finne tauschen. Leichte Surfer sollten die Schlaufen auch eher in der inneren Position montieren. Unser Fazit: Gemächliches Dahingleiten geht schon,

man darf aber nicht auf Speedduelle aus sein. Wer bereits auf großen Freeridern gleiten kann, wird das Gleitgefühl nicht mit dem auf den SUP-Boliden tauschen mögen. Wer bisher noch nie richtig ins Rutschen kam, wird auf den SUPs schon richtig angeködert und bekommt Lust auf mehr. Der Wind geht runter, Heimdümpeln ist angesagt. Die dritte Disziplin wird ausgefochten. Wie schlagen sich die Boards bei ein bis drei Windstärken? Hier überzeugen die SUPs ohne jeden Zweifel. Mit Schwert cruisen und kreuzen sie wunderbar, vermitteln auch bei geringer Fahrt ein widerstandsloses, flottes “Glide”-Gefühl, schöner noch als auf den reinen Windsurfboards. “Länge läuft”, das gilt auch nach 30 Jahren noch, zumindest so lange man nicht gleitet. Nach zwei langen Tagen mit stundenlangem Gleitwind und ebenso vielen Stunden mit Paddel und Segel auf leicht gekräuseltem Wasser – und obendrein der Erfahrung aus mehreren Familienurlauben mit WIND-SUP im Gepäck – lassen sich diese Boards allen empfehlen, die auch dann viel Zeit am Wasser verbringen, wenn die Windfinder-Vorhersage nicht auf Dunkelrot steht.

Die Ergebnisse zu den drei verschiedenen Konzepten 

- Windsurf-FlachwasserSUPs

- Wave-SUPsmit Windsurfoption

- Klassische Anfänger- und Aufsteigerboards

 findet ihr unten als PDF-Download.

Fotos und Text: Stephan Gölnitz

Mit diesen Boards bekommst du jede(n) aufs Brett. Breit genug für Surfaufsteiger mit etwas Balancegefühl und die größere Länge sorgt für flottes Cruisen bei ein bis drei Windstärken.

 

 

Jede Minute, die man auf dem Board steht, trainiert das Balancegefühl fürs Windsurfen. Besser jedenfalls als Fahrradfahren oder die Playstation. Fit bleibt man dadurch obendrein.

 

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SUP-Boards mit Windsurfoption
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SUP-Boards mit Windsurfoption 7/2011 5 1,01 MB

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