Produkt der Woche - Das PADDELBRETT

  • Stephan Gölnitz
 • Publiziert vor 3 Jahren

Eine Marke, die nur ein einziges Board im Programm hat? Kann das funktionieren? Wir haben es probiert.

Stephan Gölnitz

Bei der Marke "Das Paddelbrett" haben wir es mit einem ganz besonderen Konzept zu tun. Designer und Firmeninhaber Christoph Krahe hat aus langer Erfahrung in Schulung und Verleih ein einziges Set für die Marke entwickelt, das unter möglichst vielen Bedingungen funktionieren soll. So erhält man ein Komplettpaket (inklusive Paddel, Leash und wasserdichtem PAcksack), nicht wie üblich aus dem Discounter, sondern von einem Experten, der seit Jahren dem Stand-up-Paddeln eng verbunden ist. Das Ganze zu einem Setpreis inklusive Paddel von 939 Euro. www.paddelbrett.de

Stephan Gölnitz

Die Größe von 11 Fuß 8 Inch lässt aufhorchen, es ist eine ansonsten eher ungewöhnliche Brettlänge. Aber ein Zeichen dafür, dass hier ein möglichst großes Feld zwischen den ansonsten oft gekauften Längen von 11'6'' und 12'6'' abgedeckt werden soll (Zur Erinnerung: Die Länge von Boards wird in Fuß und Inch angegeben, die Breite in Inch. Ein Fuß ist etwa 30 Zentimeter, ein Inch 2,5 Zentimeter). Auch die Breite von 32 Inch ist ein Maß das üblicherweise gewählt wird, wenn Stabilität und flottes Vorankommen möglichst gut kombiniert werden sollen.

Stephan Gölnitz

Mit einer Dicke von 6 inch (15,2 cm) bietet das Board das Maximum dessen, was heute für gute Steifigkeit eingesetzt wird. Die Verarbeitung des Boards wirkt tadellos, die Verklebungen sind sehr sauber und blasenfrei, alle aufgeklebten Teile (Abschleppöse, Gepäcknetzhalter) entsprechen dem Standard von anderen Markenprodukten.

Stephan Gölnitz

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Zur Ausstattung zählt ein ausreichend großes Pad auf dem Deck auf dem man weit zurückgehen kann, das durchgehend einteilig gestaltet ist. Zum einen, um unnötige Nahtstellen zu vermeiden, an denen sich die Verklebung lösen könnte, zum anderen um das bewusst reduzierte Design zu unterstützen. Dazu komplettiert ein Gepäcknetz vorne, das auch größere Gepäckstücke aufnimmt, eine Abschleppöse und ein Griff hinten, an dem auch das Paddel während Pausen befestigt werden kann, die gute Ausstattung. Der Tragegriff in der Mitte ist ordentlich gepolstert.

Stephan Gölnitz

Auf dem Wasser bestätigt das Board das, was es an Land erwarten lässt. Es ist weder ausgesprochener Sporttourer, noch träger Schwerlasttransporter, sondern einfach ein ausgewogenes Board auf dem die ganze Familie Spaß haben kann, wenn keine besonderen Leistungsansprüche in irgendeiner Richtung bestehen. Das Board trägt die leicht angespitzte aber dennoch noch ausreichend breite Nase knapp über dem Wasser, überwindet so kleinere Wellen und läuft bei Wind von vorne, oder mit dem Wind die Wellen hinunter gut, ohne dass Wasser überschwappt.

Die Kippstabilität entspricht dem eines üblichen 32 Inch breiten Boards, denn auch das Heck fällt nicht übertrieben breit aus. So bietet es Einsteigern bis 85 kg sicherlich absolut ausreichende Kippstabilität und dennoch auch ein recht flottes Fahrgefühl. Aber auch schwerere Paddler werden sich nach kurzer Eingewöhnung auf dem Board wohlfühlen.

Beim Drehen, egal ob man in der Mitte stehen bleibt und den sogenannten Crossbow Turn fährt, oder ob man mit einem großen Schritt zum Heck geht und den Pivot Turn probiert, dreht das Board sehr gut und mit wenig Paddel-Schlägen in die neue Richtung.

Stephan Gölnitz

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Im Komplettpaket ist ebenfalls ein Paddel enthalten, das üblicherweise etwa der 120-Euro- Klasse entsprechen dürfte. So ist das Paddelblatt von anderen Marken ebenfalls bekannt, der Schaft hat eine zusätzliche Teilung in der Mitte, so dass das Paddel in handliche drei Teile zerlegt werden kann. Die untere Teilung ist dabei schräg geschnitten und mit einem Druckknopf gesichert, so dass hier eine solide Verbindung gewährleistet ist. Die obere Klemme hält gut und das Vario Rohr hat eine Beschriftung für die Längeneinstellung. Der Griff ist als sogenannter T-Griff geformt was für viele Handgrößen passt, wirkt im Vergleich mit dem dem etwas dickeren Schaft unten fast zierlich. Durch den solide dimensionierten Schaft unten, erreicht das Paddel aber auch ohne Einsatz von teurem Carbon eine zumindest ordentliche Steifigkeit, die es mit dünneren Rohrdurchmesser nicht erreichen würde. So darf man auch mel kräftiger "am Rohr ziehen". Fazit: Mit dem "Paddelbrett" ist ein Board-Set im Angebot, dass für vermutlich 85% aller Paddler in Frage kommen dürfte, lediglich für sehr leichte Personen mit sportlichem Anspruch, denen ein schmaleres Brett besser gefallen könnte, und für sehr schwere Paddler über 90 kg mit weniger Vorübung, die auch ein breites 34-Inch-Board benötigen könnten, fallen aus der möglichen Zielgruppe heraus. Da in dem Set-Preis auch ein Paddel, ein wasserdichter Sack und die wichtige Leash enthalten ist, bekommt man hier ein gutes, günstiges Komplettset, das sich bestens als Starterpaket eignet, aber auch darüber hinaus dauerhaft Freude auf vielen Touren mit oder ohne Gepäck und im flachen, wie im etwas bewegten Wasser bereiten dürfte.

Themen: Christoph Krahe SUPPaddelbrettSUP 2018Test SUP


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