NP German SUP Trophy Tegernsee NP German SUP Trophy Tegernsee NP German SUP Trophy Tegernsee

NP German SUP Trophy Tegernsee

  • Stephan Gölnitz
 • Publiziert vor 7 Jahren

Zumindest eine kleine Delle musste die "Bartl-Mania" am vergangenen Wochenende einstecken. Der bisher ungeschlagene Österreicher erreichte im Sprint Rang zwei. Dafür zeigte er gleich tags darauf eindrucksvoll, wer immer noch der Herr am See ist und deklassierte auf der Langstrecke das Feld um Minuten..

So muss das sein: Spannende Bojekämpfe direkt an der "Tribüne"

Was Spannung und Action angeht, hat die SUP Trophy am vergangenen Wochenende einen neuen Maßstab gesetzt. Tolle Kurse und eine perfekte Location beim "Terrassenhof-Cup" am Tegernsee waren neben dem perfekten Wetter beste Voraussetzungen. Besonders die Sprintraces mit Bojenrundungen mitten zwischen den Zuschauern werden legendär bleiben. Schade auch, dass das spannende Duell Bartl/Weber nicht häufiger zu sehen ist, weil die beiden sich offensichtlich zu Saisonbebeginn einvernehmlich auf beide Klasse aufgeteilt hatten. Das wird sich ja wahrscheinlich kommende Saison mit einer Einheitsklasse ändern. Aber das ist ein anderes (momentan heiß diskuiertes) Thema. 

Den Rennverlauf immer im Blick: Racedirector Alois Mühlegger mit der entscheidenden Liste

Rennmäßig startete der Terrassenhof-Cup mit einem Sprint – viele Fahrer benutzen lieber die neue Wortschöpfung "long sprint" – der es in sich hatte. Denn neben guter Bojentechnik um den M-Kurs mit echten Spitzkehren, benötigte man am Ende schon noch Luft, weil sich die Strecke ordentlich hinzog. Und nach dem neuen Eliminationsmodus fährt jeder drei Heats. "Muss ich nochmal?" fragte so nicht nur Neueinsteiger Christian May von RRD nach der zweiten Runde atemlos. Doch am Ende sind alle happy, auch wirklich häufig genug aufs Wasser zu kommen.

Dabei wird ab Runde zwei in allen Leistungsklassen auf dann ähnlichem Niveau um wirklich jeden Platz hart gefightet. Dass der Tunnelblick an den Bojen enger wird, durfte ich im Finale am eigenen Leib "spüren", als ich nach einem Sturz an der Boje von drei von fünf folgenden Fahrern komplett überfahren wurde – da wird die Luft knapp, ein Waschgang in 4 Meter Welle ist nix dagegen. Zum Glück finden die Sprints alle auf Inflatables statt. Das schont Boards und auch Fahrer und ist bei solch knappen Sprintraces sicher sinnvoll.

Normen innen, Peter leicht vorne kurz vor dem entscheidenenden Bojenmanöver

Vom eigentlichen Drama, dem Fight um den ersten Platz, wurde mir anschließend so oft und euphorisch berichtet – das war wohl das spannendste Rennen der Saison. Bartl (JP-Australia) und Weber (Core) schenkten sich über die ersten eineinhalb Schenkel keinen Zentimeter, mit einem harten langen Zwischenspurt zur Innenboje konnte Normen sich dann die vorteilhafte Innenposition erarbeiten, Bartl aber weiterhin eine knappe halbe Boardlänge vorne. Und das ganz mitten zwischen den Zuschauern, die Wendeboje war zwischen zwei langen Stegen in einer kleinen, 20 mal 50 Meter großen Bucht positioniert, so dass man die Action mit dem Fisheye festhalten konnte: Dann, Kollision an der Boje und beide – zum Greifen nah  – gehen ins Wasser. Peter ist schneller wieder oben, Normen dafür günstiger positioniert , noch einmal geht es raus, dann wieder zurück ins Ziel. Bartl greift auf den letzen 50 Metern noch einmal mit aller Power an.

Die entscheidende Szene beim Herrensprint

Auch wenn Peter Bartl am Ende so hochfrequent das Wasser aufwühlte, dass sich kurzfristig die Luftfeuchtigkeit am Tegernsee auf 100 Prozent erhöhte, konnte er den ersten Sprintsieg der Saison für Normen Weber nicht verhindern. Der hatte am Ende den etwas besseren Kurs zum Ziel und gewann das Prestigeduell.

Zieleinlauf im Sprintfinale

Sonntag, Tag 2, Long Distance.

Der Tegernsee liegt glatt wie gebügelt, dekoriert mit den sprichwörtlichen Entchen drauf. Sonnige 24 Grad wärmen und die von weit angereisten Fahrer kommen nicht aus dem Schwärmen. Solche Locations belohnen neben den Races zusätzlich das Auge und auch besonders den mitgereisten Tross. Der Drei-Runden-Kurs war schön gelegt, kaum Crosswind, die leichte Brise kam zum Großteil genau auf die Nase oder als sachte schiebender Rückenwind. Im gemeinsamen Start aller Teilnehmer konnte sich einzig Normen Weber aus der 12'6''er Klasse in der Spitzengruppe der schnellen 14-Fuß-Boards über den gesamten Rennverlauf festzecken. Dort hatte sich gleich nach dem Start ein Führungszug gebildet, den Marek Fuhrmann lange Zeit anführte und die Arbeit leistete. Dahinter viele Zweiergrüppchen und versprengte 14er und 12'6''er bunt gemischt. Bei den Damen stellte sich die spannende Frage, wie stark die Venezuelanerin Edimar Luque , Ruderteilnehmerin bei den Spielen in London, sein würde. Doch das vorab: Die Österreicherin Melanie Brandstätter (JP-Australia) checkte das Rennen souverän und ließ an ihrer momentan überlegenen Stärke keinen Zweifel. Sie finishte vor Edimar Luque (Starboard) und Carol Scheunemann (Starboard).

Team Surfstadl

Bei den Herren konnte Marek Fuhrmann leider nach einem Sturz den Anschluss nicht mehr herstellen, trieb eine Weile mehr über den Kurs als dass er paddelte, rappelte sich aber wieder auf und fuhr das Rennen gesellig mit den 12'6''ern zu Ende. Vorne hatte Peter Bartl (JP-Australia) sich am Ende um dreieinhalb Minuten abgesetzt. Dahinter der bisher vor allem in der Schweiz aktive Alexander Stertzik (Fanatic) vor Arnd Dünzinger (Starboard). In der 12'6''er Klasse lautete der Zieleinlauf Normen Weber (Core), vor dem Slowenen Rok Puvar (Starboard) und Stephan Gölnitz (JP-Australia).

NP Trophy Tegernsee – Gewinner, Action und Ambiente

119 Bilder

NP Trophy Tegernsee

Die glücklichen Brillen-Gewinner

Alle Resultate unten!

Neben den Races lockten die Pool-Partner der Trophy mit Testmaterial zum kostenlosen Paddeln, Brillensponsor Maui Jim war auch dabei und verloste am Ende wieder drei coole Brillen unter allen Teilnehmern. So hat auch jeder, der nicht in die Sachpreis- und Preisgeldplätze fährt eine Chance auf ein schönes Andenken. Das beste Andenken ist aber die Erinnerung an ein rundum gelungenes SUP-Wochenende. Man sieht sich hier 2014?

Auch für die Kids gibt's immer Action. Hier kümmert sich Starboard-Importeur Loisi Stadler persönlich um den (eigenen) Nachwuchs

Herrliches Ambiente auch zum Material testen und entspannen

Long Distance 12'6'' Platz 1 bis 18

Sprint Herren Platz 31 bis 35 und Sprint Damen

Sprint Herren Platz 1 bis 30

Long Distance Damen

Long Distance 14' Herren

Themen: NP TrophySUP TrophyTegernseeTerassenhof CupTerrassenhof Cup


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