NP German SUP Trophy Düsseldorf: Bericht und Ergebnisse NP German SUP Trophy Düsseldorf: Bericht und Ergebnisse NP German SUP Trophy Düsseldorf: Bericht und Ergebnisse

NP German SUP Trophy Düsseldorf: Bericht und Ergebnisse

  • Stephan Gölnitz
 • Publiziert vor 7 Jahren

Der Rheinländer kann ja bekanntlich auch mürrisch sein. Beim SUP-Cup am Strand von "Surf 'n' Kite" am Unterbacher See tummelten sich am vergangenen Wochenende aber nur die Frohnaturen. So warfen sich viele der stärksten deutschen Paddlerinnen und Paddler, angefeuert von lautem "Aloha"-Gebrüll vom Stations Team und zahlreichen Zuschauern, in den Kampf um Ranglistenpunkte für die German SUP Trophy 2013. Zumindest auf der Langstrecke konnten aber am Ende zwei extra angereiste internationale SUP-Stars absahnen.

Sprint Damen

Während bei den Herren viele der bekannten deutschen SUP-Paddler am Start standen, waren unter den Damen am ersten Sprint-Tag nur wenige Namen zu finden, die bisher aus den Ranglisten bekannt waren. Dementsprechend sicher konnte sich Katrin Degenhardt, die zuletzt vor zwei Jahren bei SUP-Races angetreten war, nach den beiden luftig besetzten Vorläufen im Finale überzeugend durchsetzen.

Sprint Herren

Mit Stefan Stiefenhöfer, Kai-Nicolas Steimer und Peter Weidert standen bei den Herren dagegen allein drei aktuelle Deutsche Meister (DWV) in den Startlöchern. Nach den Vorrunden-Heats im klassischen Beach-Start-Fomat switchte Race-Direktor Alois Mühlegger spontan – weil der Strand sich regelrecht anbot – auf ein neues,  bisher in der Trophy nicht gesehenes Startverfahren – einige Fahrer fanden das lustig, andere waren irritiert, den Zuschauern hat’s ganz sicher gefallen: Die Boards werden dabei hochkant in den Sand gestellt, die Paddel stecken drei Meter entfernt im Sand, die Fahrer stehen mit dem Rücken zum Wasser am Boardheck.

Sprintstart: Reinrennen, Aufspringen

Nach dem Startsignal wird es dabei hektisch: Nach zwei möglichst explosiven, Panter-artigen Sprüngen musst du das Paddel greifen, im Idealfall bei der anschließenden blitzschnellen Drehung den Nachbarn nicht aus"knocken", flink das Brett greifen: erst dann geht’s klassisch mit einem 10-Meter-Sprint ins Wasser.

Der "Jamie-Mitchell-Survivor"-Start

Am besten hat den Sprint/Sprung-Start im Moment wohl Kai-Nikolas Steimer drauf, der meist schon auf dem Brett steht und paddelt, wenn die anderen noch ins Wasser laufen. Diesen entscheidenden Vorsprung konnte er dann auch im Finale bis ins Ziel halten. Auf Platz zwei folgte ebenfalls von Beginn sein Mistral-Teamkollege Stephan Stiefenhöfer vor Peter Weidert. Um Platz vier wurde fast noch mehr gefightet, hier konnte sich der Slowene Rok Puvar auf seinem Starboard gegen Stephan Gölnitz, ebenfalls auf Starboard, auf dem letzten Schlag noch durchsetzen. Thomas Wendt (Fanatic), Marek Fuhrmann (Fanatic) und Frank Gondek (Mistral) vervollständigten in dieser Reihenfolge das Herren-Finale.

Der zweite Tag wurde zum SUP-Promi-Schaulauf – einige Fahrer waren nur zum Londistance angereist – denn am Samstag war noch zeitgleich das internationele Rennen im belgischen Namur angesetzt. Mit Melanie Brandstätter, Sonja Duschek, Olaf Schwarz, Peter Bartl standen gleich eine Handvoll starker Starterinnen und Starter mehr an der Linie.

Sekunden vor dem Start zum Long Distance Race

Der Kurs war gut gelegt - bis der Wind drehte, so wurde aus dem schönen Downwinder ein anspruchsvoller Schlag mit Wind und Wellen schräg von hinten. Das war technisch schwierig und sorgte für einige Notwasserungen, auch mit Positionswechseln – die Beine waren in den drei Runden um eine Insel und zwei weitere Bojen auch mächtig gefordert. Schön war der Schlenker im Kurs durch ein "Gate" direkt am Strand, Gast-Kommentator Flo Brunner konnte die Zuschauer bei der Durchfahrt dort immer auf dem Laufenden halten.

Damenranking im Long Distance (von rechts nach links)

Long Distance Damen

Bei den Damen lieferten sich die beiden JP-Australia-Fahrerinnen Melanie Brandstätter und Sonja Duschek ein enges Rennen, das Melanie einen Tag nach ihrem hervorragenden zweiten Platz in Namur mit 19 Sekunden Vorsprung für sich entscheiden konnte. Dahinter folgte mit zwei Minuten Abstand Carol Scheunemann aber noch deutlich vor den Verfolgerinnen.

Long Distance Herren

Bei den Herren machten in beiden Klassen die Spitzenfahrer das Rennen schnell klar. In der 14-Fuß-Klasse legte Peter Bartl (JP Australia) mit einem mega-Sprintstart die Latte hoch auf (Geheimtipp: hinter Peter starten, dann hast du fünf Sekunden nach dem Startschuss soviel Platz wie du brauchst): So ließ er keine Frage offen, dass er das Rennen einfahren wollte. Stefan Stiefenhöfer bot noch gut Paroli, der Sprintsieger Kai-Nicolas Steimer (Mistral) haderte auf dem ersten Schlag mit den kabbeligen Bedingungen und kämpfte sich nach einigen Kenterungen mühsam von ganz hinten noch auf Rang fünf vor. Richtig hart ging es zu im Kampf um den dritten Platz.

Marek Fuhrmann im Kanadier-Stance auf Position 3

Langstreckenspezialist Marek Fuhrmann (Fanatic) konnte erstmalig den eigentlich im Schlussspurt besonders starken Arnd Dünzinger (Starboard) unter Kontrolle halten und mit 5 Sekunden Vorsprung aufs Treppchen hechten. Ähnliches Bild bei den 12’6’’er Herren: Vorne klar der Kanadier-Profi Peter Weidert (SIC), dahinter Rok Puvar (Starboard) und um Platz drei mal wieder das immer wieder wechselnde Duell Wendt(Fanatic)/Gölnitz, das bis zur letzten Boje spannend blieb, das Thomas Wendt nach einer Schwimmeinlage von Stephan Gölnitz (ja, mal wieder, verdammt ;-)) am Ende aber noch solide für sich entscheiden konnte.

Auch die Kids schenken sich nix

Coole Action gab’s für die zehn gemeldeten Kids, auch wenn die großen Alters- und Könnensunterschiede ein eindeutiges Rennprocedere noch erschweren. Von fünfjährigen Kindern, die sich zwar schon ordentlich engagieren, bis zu zwölfjährigen Jugendlichen mit viel Paddelerfahrung reichte die Bandbreite. Am Ende schaffte es Racedirektor Alois Mühlegger aber in einem Ausscheidungsmodus mit Finale plus Revanche jeweils mit unterschiedlichem Vorsprung für die Kleineren, die wahrscheinlich drei schnellsten Youngster als "gemeinsame" Sieger herauszufiltern.

Die Chefin hat alles im Griff – aber mit Aloha-Spirit

Neben der Race-Action laden Strand und Station am Unterbacher See auch Zuschauer zum Extrem-Chillen ein. Vom Liegestuhl anderen zuschauen, die sich abschuften – das hat doch auch was. sup-mag.de ist beim nächsten Mal jedenfalls wieder am Start. Eine komplette Bildergalerie findet ihr hier im anschluss und auf unserer Facebook-Seite "sup-mag.de". Weitere Infos zu den kommenden Rennen auch unter sup-special.de und in unserer Rubrik Races&Events.

NP German SUP Trophy Düsseldorf

111 Bilder

Das war das Rennwochenende in Düsseldorf

Themen: NP German SUP Trophy


Lesen Sie das SUP Magazin. Einfach digital als PDF oder als Einzelheft im Delius Klasing Shop bestellen:

iTunes Store Google Play Store Delius Klasing Verlag
  • NP German SUP Trophy Pelzerhaken: Bericht und Ergebnisse

    15.05.2013

  • Maui Jim als Präsenter der NP German SUP Trophy

    28.03.2013

  • NP GERMAN SUP TROPHY 2013

    25.01.2013

  • NP German SUP Trophy Düsseldorf: Bericht und Ergebnisse

    24.06.2013

  • Jahressieger der NP German SUP Trophy

    07.10.2013

  • NP German SUP Trophy in Hamburg

    01.08.2013

  • NP German SUP Trophy Starnberger See - Bericht, Ergebnisse, Ausblicke

    23.09.2013

  • Deutscher Kanu-Verband autorisiert NP German SUP Trophy

    29.03.2013