Nach Regen kommt Sonne! Nach Regen kommt Sonne! Nach Regen kommt Sonne!

Nach Regen kommt Sonne!

 • Publiziert vor 4 Jahren

Sonni Hönscheid holte den Eurotour-Titel, Fahrer streiten um Boards, Olivia Piana gewinnt zwei harte Langstreckenrennen an einem Tag, neue Namen machen den Platzhirschen bei den Herren Dampf! Am Ende scheint doch für alle die Sonne.

Weltuntergangstimmung am Freitag in Scharbeutz. Es gießt aus Kübeln und auch hinter den Kulissen ist die Stimmung alles andere als sonnig. Grund ist ein Container, der immer noch in Japan auf seine Bestimmung wartet. Darin liegen die 12.6er Boards einiger APP-Größen. Ohne Boards, keine Rennen, so die logische Schlussfolgerung der betroffenen Fahrer. Im Detail ist das Ganze noch etwas komplexer. Tristan Boxford, seines Zeichens Chef der APP Tour (SUP World Tour), hat die Fahrer nicht rechtzeitig über dieses Problem informiert. Aus anderen Quellen gelangte die Info zu den Betroffenen und die mussten nun in letzter Sekunde mit zusätzlichem Gepäck anreisen. So entsteht die konfuse Situation, dass zwar alle Fahrer 12.6er Boards vor Ort haben (nicht genau die aus dem Container) aber aus gegebenen Anlass nicht für die APP antreten wollen. Dass bei dem Event ebenfalls auch Eurotour-Rennen auf 14er Boards stattfinden werden, macht das Ganze nicht einfacher. Dann noch ein Jedermann-Rennen und Kids-Races. Wer sich als unbescholtener Aktiver im Vorfeld anmelden wollte, hatte schon seine liebe Mühe zu erkenn wo er am besten aufgehoben ist, und was wie genau für welche Rangliste Punkte geben sollte.

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SamstagMorgens, immer noch Regen und auch die verfahrene Situation der APP ist noch nicht viel klarer. Fakt ist, es wird keine APP Wertung für die Rangliste geben. Auf der anderen Seite, wollen die Fahrer alle Rennen durchziehen, alleine schon um Veranstalter Mathias Neumann nicht im Regen stehen zu lassen. So nimmt zwar etwas verspätet doch noch alles seinen Lauf . Und je später der Abend um so mehr lässt sich auch die Sonne blicken.

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Und die Show ist auf jeden Fall großartig. Vor allem nach den Sprints in der 14er Klasse als dann alle Profis auf 12.6er Boards in unglaublicher Geschwindigkeit vom Strand ins Wasser hetzten um dann möglichst keine Fehler im mit 300 Metern Länge recht kurzen Lauf zu machen. Aufholen ist hier fast unmöglich, jeder Start muss sitzen. So kommt es, dass ein paar Big Names im Sprint wie Mikel Both und später auch Casper Steinfath früher als geplant am Strand bleiben dürfen. Selbst Superstar Connor Baxter schafft es erst über das kleine Finale sich für den Endlauf zu qualifizieren. Größter Pechvogel des Tages: Mo Freitas, dem in Führung liegend im Vorlauf das Paddel bricht. Der Aussie Lincon Dews, noch recht unbekannt in Europa, holt sich mit einem Start-Ziel-Sieg den Sprint-Titel, gefolgt von Arthur Arutkin der immer stärker wird und Connor Baxter der einen Lauf mehr als der Rest der Finalteilnehmer im Paddel hat.

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Bei den Damen ist es nicht weniger spannend, nur knapp verpasst Paulina Herpel nach einem super Start den direkten Einzug ins Finale der besten Acht, im Quali-Lauf ist der Start nicht optimal und damit besteht keine Chance mehr für die junge Deutsche unter die letzten acht zu kommen. Mit dabei dafür Sonni Hönscheid. Doch im Finale ist der Start von ihr alles andere als perfekt und so belegt sie als beste Deutsche am Ende den 8. Platz. Die Siegerin heißt  Fiona Wyld nach einem harten Fight mit einer sprintstarken Manca Notar die Olivia Piana auf Platz drei verdrängt.

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SonntagDistance Races und davon nicht zu wenig stehen heute auf dem Programm. Erst morgens um 10 Uhr das  8-Kilometer-Rennen der Eurotour Wertung auf 14er Boards, dann um 14.00 Uhr das 12-Kilometer-Rennen der Pros auf 12.6ern. Dazu starten bei der Euro Tour erst die Pros, und dann zwei Minuten später die Amateure. Es bleibt weiter etwas unklar wo man den nun am besten an den Start gehen sollte... Umso klarer ist es, dass egal wo man an den Start geht, es keine Zeit zum Ausruhen gibt.

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Der Speed in allen Wettbewerben ist hoch. Am höchsten dann bei den Pros auf den 12.6ern am Nachmittag, und das obwohl schon einige der besten Paddler morgens die 8 Kilometer Eurotour Runde zum "aufwärmen" mitgenommen haben.

Dort siegte bei den Damen Olivia vor Sonni, doch die macht durch Platz 2 den Overall-Eurotour-Titel klar. Auf Platz drei Petronella Van Malsen. Bei den Herren siegt Michael Booth vor Leonard Nika und Mo Freitas. Am Nachmittag dann nimmt nicht nur der Wind ordentlich zu, sondern auch die Schlagzahl der Teilnehmer.  Egal ob bei den Damen oder Herren, das Rennen ist über die komplette Distanz super intensiv. Keiner kann sich so richtig absetzten, immer bleibt ein Pulk von fünf bis zehn Aktiven zusammen an der Spitzte. Erst auf dem letzten Schenkel schafft es Connor sich ein wenig abzusetzen und baut den Vorsprung dann bis ins Ziel aus. Hinter ihm bleibt es super eng, am Ende zeigt Casper Steinfath dass man auch nach zehn Kilometern noch Full Power Sprinten kann. Er wird Zweiter, wieder einmal ganz knapp vor seinem Kumpel Arthur Arutkin

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Bei den Damen bleibt es genauso eng bis kurz vor dem Ziel. Bis sich dann doch die extrem starke Olivia ein wenig absetzten kann und trotz 8 Kilometer mehr auf dem Paddel vom vormittags Rennen sich gegen Fiona Wylde und der Japanerin Yuka Sato durchsetzt. Hut ab vor der Leistung der Französin. Auch Sonni ist gut unterwegs, schafft am Ende Platz vier in ihrem zweiten Rennen an diesem Tag.  Bei den restlichen deutschen Fahrern fehlen vor allem im Long Distance noch einige Meter zur Weltspitzte. An der Technik liegt es nicht, hier sind viele gute Talente am Start. Jetzt heißt es einfach Grundausdauer aufbauen, und dass dauert seine Zeit. Apropo Zeit: Wie die Zukunft der APP Tour aussieht läßt sich schwer vorhersagen. Man kann Tristan Boxford nur Glück wünschen, dass in Zukunft alles glatt läuft.

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Dass Stand-up-Paddling das Zeug hat, mit tollen Rennen und einem gut organisierten Event Zuschauer anzuziehen, hat der Worldcup in Scharbeutz auf jeden Fall unter Beweis gestellt.

Ergebnisse unter: supworldcup.de

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Themen: APP SUPSUP EurotourSUP Worldcup Scharbeutz


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