Killerfish German SUP Trophy - neuer Sponsor, neue Regeln und Termine

  • Stephan Gölnitz
 • Publiziert vor 8 Jahren

2014 naht. Es ordnet sich einiges. Mit dem neuen Reglement kommen sich die "Trophy" und die "Challenge", die beiden wichtigen deutschen SUP-Serien, deutlich näher - was das Material anbetrifft. Eine gute Entscheidung für viele Fahrer. Tour-Organisator Alois Mühlegger erklärt im Interview die Hintergründe und die Details zur neuen Trophy 2014 und was der Fisch damit zu tun hat.

Viele Fahrer haben die letzten Wochen schon heiß darauf gewartet, was sich bei der bundesweit größten SUP-Serie für 2014 tut. Hitzige Diskussionen untern den Paddlern, langwierige Verhandlungen der Organisatoren mit allen Beteiligten (Sponsoren, Pool-Partnern, Veranstaltern) zogen sich hin. Jetzt wird alles gut. 

sup-mag.de:Als erstes fällt der neue Titelsponsor ins Auge. Wollte NP nicht mehr?Alois Mühlegger: NP hat uns jetzt zwei Jahre begleitet, dafür sind wir sehr dankbar. Sie konnten ihre neue Neopren & Zubehör-Marke im SUP-Sport bekannt machen, damit haben sie ihr Ziel erreicht. Dann war’s ihnen auch genug.

Wie kam’s zum neuen Titelsponsor? Alexander Kirsch ist aktiver Paddler und Managing Direktor Marketing von KILLERFISH Hot Energy, beim SUP Festival in Kemande sind wir zusammen den Night Ride gepaddelt. Hab’ ihm die Trophy näher gebracht, dann kam im Herbst  ’ne Anfrage an uns, wir boten ein schlüssiges Konzept an, ein paar Wochen verhandelt, Anfang Dezember erfolgte vom Energy Drink-Hersteller das "go".

Wie man hört, will KILLERFISH nicht nur die Trophy sponsern, sondern auch ein eigenes Team aufstellen. Ist da was dran? Richtig, sie unterstützen vier Top-Paddler. Zum 14’0’er’-Trophy-Sieger von 2013, Peter Bartl, er wird weiterhin auch international an den Start gehen, kommen noch drei Deutsche Meister mit Carsten Kurmis, Moritz Mauch und Kai-Nicolas Steimer.

Statt zehn Wettbewerbe sind im neuen Trophy-Terminplan nur noch acht zu finden. Warum die Reduzierung? Sowohl die Fahrer als auch die Pool-Partner haben uns darum gebeten. Wir konzentrieren uns nun auf den Westen, Berlin und den Süden. Mit der Superflavor German SUP Challenge gibt es außerdem vier Wettbewerbe an Nord- und Ostsee, dazu kommen noch das SUP & Beachsport Festival auf Fehmarn und der Worldcup in Hamburg. Der Norden ist damit reich gesegnet, da muss die Trophy nicht auch noch hin.

Im neuen Terminkalender gibt es noch ein kleines Fragezeichen? Ja, beim Datum des boot Düsseldorf SUP Cup am Unterbacher See kann es noch eine Verschiebung um eine Woche nach vorne geben, das hängt ganz von der Terminierung des Camp David SUP World Cup in Hamburg ab. Der läuft entweder am 27./29. Juni oder 4./6. Juli. Die Stadt und die Hafencity wollen sich demnächst entscheiden.

Am Tegernsee soll beim Terrassenhof-Cup die DM des Deutschen Kanu-Verbandes stattfinden. Ist das sicher? Schon, wir haben vom DKV die Zusage dafür erhalten. Der Veranstalter, das SUP Center Tegernsee und der Kajak-Club Rosenheim, werden sich, zusammen mit mir als Racedirector, große Mühe geben. Wir erwarten nach der tollen Veranstaltung von 2013 auch nächstes Jahr ein großes Teilnehmerfeld.

Viele Diskussionen unter den Paddlern entfachten sich in den letzten zwei Monaten ums Reglement, vor allem was Material, Disziplinen und Wertungen betrifft. Wie sieht’s denn nun aus? Zuerst zu Material und Disziplinen: Sprint Race wird weiterhin auf gestellten oder eigenen iSUPs 12’6’’ gepaddelt, da waren sich alle einig, das soll unbedingt so bleiben. Hitzig wurde es beim Thema Boards für Long Distance. 12’6’’ und/oder 14’0’’? Und was dürfen die Damen fahren? Wie erwartet, war keine Einigung zu erzielen, da jeder seine persönlichen Präferenzen in den Vordergrund rückte. Also musste ich eine Entscheidung treffen, und die sieht so aus. Open Class bis 14’0’’ für Damen und Herren, in der "amerikanischen" Ergebnisliste werden aber, wenn die Fahrer es angeben, jeweils Brettlänge und Brettart wie iSUPs aufgeführt. Man sieht auf den ersten Blick, wer z.B. bester 12’6’’er, bester iSUP 12’6’’ und bester 14’0er wurde. Weiterhin gibt es auch zwei getrennte Ergebnislisten für Damen und Herren.

Wird 2014 wieder auf Serienboards gepaddelt? Ich hoffe doch, allerdings wandeln wir die Serienbrettregel in eine Vermessungsregel um. Vor allem auch, weil sich weltweit da was tut. Die neue internationale Athleten-Vereinigung SUPAA hat in enger Zusammenarbeit mit den Herstellern folgende Grenzmaße abgesteckt: Brettlänge max. 12’6’’ bzw. 14’0’’; Brettbreite/Gewicht bei 12’6’’er min. 23,75’’ und 9 Kilo, bei 14’0’’er min. 23’’ und 10 Kilo. Für die German SUP Trophy 2014 gilt außerdem noch: Wer beim Gewicht drunter liegt, kann mit max. 1 Kilo Ausgleichsgewicht arbeiten. Diese Bestimmung werden wir aber nur als Übergangsregelung für 2014 anwenden, da ja die Boards schon produziert sind. Für 2015 können sich dann alle Shaper und Produzenten auf die Mindestgewichte einstellen.

Preisgeld, ja oder nein? Sollte bereit stehen, aber es wird eine freiwillige Leistung der jeweiligen Veranstalter sein. Ich gebe eine Empfehlung, was Minimum verteilt werden sollte, sie können und dürfen es aber gerne aufstocken, sowohl für Sprint als auch für Long Distance.

Wie sieht die Wertung für die Rangliste aus? Auch das wurde kontrovers diskutiert, aber am Ende kam doch eine Empfehlung für fünf Ergebnisse raus. Im Klartext, jeder Paddler kann aus sechs Sprints und sieben Long Distance seine besten fünf Resultate in die Jahresrangliste einbringen.

Da kann es aber mehrere punktgleiche Erste geben? Auf den ersten Blick schon, aber wie in vielen anderen Sportarten sorgt auch hier eine Tie-Break-Regel für die Entscheidung. Es zählen die größere Anzahl an 1. Plätzen bzw. 2.Plätzen usw. ohne Streichresultat. Dann dürften wir einen Sieger haben. Wenn noch immer nicht, zählt das bessere Ergebnis beim Finale am Chiemsee.

Thema Rahmenprogramm, ist da wieder was geplant? Natürlich, die Pool-Partner werden wieder mit ihren Testboards vor Ort sein, jeder kann alles kostenlos ausprobieren, oder auch mal im Wettbewerb. Für den Nachwuchs finden wieder die Kids Race statt, in den Altersklassen U10 und U14. Dafür stellt Starboard 2014 den Astro Junior 10’6’’ zur Verfügung.

Wie siehst du die weitere Entwicklung im deutschen SUP-Sport? Insgesamt sehr positiv, sofern nicht zu viel Ehrgeiz ins Spiel kommt. Die Paddler werden von Jahr zu Jahr besser, das Niveau steigt, auch die eigene Erwartungshaltung und an die Organisation. Wir jedenfalls versuchen unser Bestes zu geben, uns gut aufzustellen und gemeinsam mit den Aktiven eine gute Zeit auf und am Wasser zu haben.

Alois, Danke für deine Zeit und viel Glück für die Trophy-Saison 2014!

Termine 2014:

 

Themen: German SUP TrophyKillerfishREglement 2014


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