German SUP Indoor Championship der boot 2015 – Bericht und Ergebnisse German SUP Indoor Championship der boot 2015 – Bericht und Ergebnisse German SUP Indoor Championship der boot 2015 – Bericht und Ergebnisse

German SUP Indoor Championship der boot 2015 – Bericht und Ergebnisse

  • Stephan Gölnitz
 • Publiziert vor 6 Jahren

Die "boot" ist seit Jahren Kick-Off-Event für die SUP-Saison. Die Bestplatzierten der letzten Saison setzen hier schon mal eine Marke, was das Wintertraining so gebracht hat. So wunderte es nicht, dass einige der Favoriten frisch von den Kanaren oder sonstigen Trainingscamps angereist waren. Immerhin bietet der Titel auch einiges an Prestige schon früh im Jahr.

Das K.O.-System ist im Becken knallhart, der Zeitplan straff. Acht Gesetzte bei den Herren und vier bei den Damen treffen auf die Herausforderer. Wer gewinnt, geht in die nächste Runde, der andere in die Umkleide. Nach vierzig bis 50 Sekunden ist der Spuk dann schon pro Heat vorbei, der Indoor-Sprint ist schnell, spannend, unberechenbar und körperlich eine maximale Herausforderung. 

Dabei trennen die Spitzenfahrer im Ziel oft nur Bruchteile von Sekunden – wie im Skirennsport – erst die Video-Zeitlupe auf der Großleinwand konnte die knappsten Zieleinläufe klären.

Youngster gegen Routinier – Ole Schwarz und Carsten Kurmis im harten Fight

Etwa 18, 19 Schläge trennen die Fahrer von der ersten Boje, bis dahin geht der Puls im Steilflug auf Maximalwert, im Turn ist aber die Ruhe und Konzentration eines Biathleten am Schießstand gefordert, schmale Race-Inflatables und das kabbelige Wasser im Becken stellen selbst die Topfahrer vor eine Herausforderung – unter maximalem Stress, denn ein "Sicherheitsturn" kommt aus Zeitgründen nicht in Frage. Am Ende war es bei den Herren Normen Weber, der nicht nur besten Speed zeigte, sondern auch an den Bojen mit am sichersten wirkte. Neben Carsten Kurmis und Stephan Stiefenhöfer, die in den Vorläufen mit am souveränsten durchkamen, sorgte der erst 16-jährige Valentin Illichmann mit dem Einzug ins Finale für die größte Überraschung ( sein Bericht hier ).

boot 2015

12 Bilder

Indoor Championship 2015

Im Damenfeld fehlte die amtierende Deutsche Meisterin des DKV, Sonja Duschek – mit Anja Schilling, Reni Becker und Paulina Herpel wollten es einige ebenfalls in der letzten Saison sehr schnelle Damen der Titelverteidigerin aber auch nicht leicht machen. Noelani Sach konnte gegen allen Ansturm im Finale mit sehr viel Speed und schnellen Wenden den Titel solide verteidigen.

Höchste Konzentration

Sieger Normen Weber nahm sich am Sonntag nach einer kleinen Paddeleinheit netterweise die Zeit, uns ein paar Fragen zu beantworten.

Der schnellste Mann im Becken: Normen Weber

sup.mag.de: Es sah so aus, als könntest du von Heat zu Heat Reserven frei setzen. Hattest du im Finale auch noch Luft?Normen: Das Viertel- und Halbfinale haben mich schon an meine Grenzen geführt. Ich denke, dass konnte mir auch jeder auf dem Wasser ansehen. Diese beiden Sprints waren für mich von der Belastung her schon wie ein Finallauf. Der Finallauf selber… hm, wenn man gewinnt, denkt wohl jeder – na da geht noch was. Aber von 80 % bis Vollgas, diese Grenzen verschwimmen auf der Sprintdistanz. Bei den Wenden im Uhrzeigersinn könnte ich mehr herausholen, aber dann wäre das Risiko des Kippens hoch.

sup.mag.de: Hast du dich auf den Indoor speziell vorbereitet?Normen: Speziell vorbereitet – nein, da wir derzeit im Ausdauerbereich trainieren und ein Sprintrennen über diese Distanz nicht 100%tig in den Plan passt. Dennoch weiß ich, worauf es bei diesem Indoor-Sprint ankommt und habe mich deshalb drei Tage lang kurz vor den Weihnachtsfeiertagen mit dem 25 Inch breitem Board von SIREN, "auseinandergesetzt" und die Wenden trainiert. Einige Male musste ich dabei auch ins kalte Nass – brrr.

sup.mag.de: Viele verwenden kürzere Paddel für den Sprint. Deins sah zumindest nicht besonders kurz aus. Machst du da Unterschiede zwischen Sprint und Langstrecke?Normen: Ich bin noch am Tüfteln für mich selbst, wann ich welches Paddel aus meinem Paddelsack hole. Umso kürzer das Paddel, umso schwieriger sind die Wenden zu fahren…

sup.mag.de:Dein Sponsor SIREN hat, wie vom Reglement vorgesehen auch zwei identische Boards zur Verfügung gestellt. Ihr habt euch für die schmalen entschieden. Kannst du die Maße sagen – und ist das im kabbeligen Becken nicht ein recht großes Risiko?Normen: Wir haben bei den 12'6"-Boards zwei Breiten: •30inch (76cm) •25inch (64cm) Die etwas breiteren Boards sollen vor allem den Breitensportbereich ansprechen. Fortgeschrittenere werden auf kabbeligem Wasser viel Spaß mit dem schmaleren Board haben. Für die Rennen bevorzuge ich selber auch lieber das schmalere. Es stimmt, es ist etwas kippliger – aber das Wasser hat ja keine Balken beim Reinfallen. Durch das kipplige Board werden sehr viele Muskelgruppen angesprochen, die ähnlich wie auf einer Slackline trainiert werden.

sup.mag.de: Was erscheint dir im Becken wichtiger: Speed oder schnelle Manöver?Man hatte das Gefühl, dass du bei den Wenden extrem schnell und sicher bist. Hilft dir dabei deine Paddeltechnik aus dem Kanusport in brenzligen Situationen. Es sieht manchmal so aus, als könntest du dich mit dem Paddel regelrecht abstützen.Normen: Sowohl Speed als auch schnelle Manöver sind wichtig und gut; wenn man beides beherrscht. Ich nutze meine motorischen Fähigkeiten aus dem Wildwasserrennsportbereich, aber meine Taktik ändere ich manchmal sogar während eines Laufes. Brenzlige Situationen meistert man am Besten mit der Paddelstütze im Kanubereich, wahrscheinlich nutze ich diese hier auf dem SUP intuitiv.

sup.mag.de: Was sind deine SUP-Rennpläne 2015?Normen: Ich habe zu Beginn dieser Saison die SUP Wintercupserie und den Indoor-Sprint im Fokus gehabt. Beides ist nun fast zu Ende. Das weitere ist in Planung. Ich gehe davon aus, dass der DSUPV-Terminkalender bis Mitte Februar zu 100% steht. Die ersten beiden SUP Alps Trophy Wettkämpfe werde ich zu meiner Vorbereitung auf meine Titelverteidigung im Kanu-Wildwasserrennsport nutzen. Alles Weitere wird sich zeigen.

Mit meinen Sponsoren richte ich das Rennen am Starnberger See in Seeshaupt am 4. Juli aus. Ich hoffe ihr seid alle dabei! Dort werde ich als Kommentator das Renngeschehen begleiten und danach an den Wochenenden versuchen, immer auf einem SUP Event aufzutauchen.

Ergebnisse Damen

1. Noelani Sach 2. Paulina Herpel 3. Anja Schilling 4. Reni Becker 5. Jana Feiden, Linda Salbach, Annette Paulenz-Theile

Ergebnisse Herrren

1. Norman Weber  2. Valentin Illichmann 3. Carsten Kurmis 4. Stephan Stiefenhöfer 5. Paul Ganse 5. Ole Schwarz 5. Colori Schilling 5. Moritz Martin 9. Hein Droste  9. Christian Hahn 9. Alexander Stertzik  9. Arnd Dünzinger  9. Peter Weidert  9. Stephan Gölnitz  9. Dirk Herpel 9. Andre Zeglin 

Sogar der Messchef und eine Windsurflegende kamen zur Siegerehrung

Themen: Indoor SUP ChampionshipNormen WEberSUP Boot


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