Deutsche Meisterschaft 2014 des DKV und Killerfish German SUP Trophy Tegernsee - Resultate Deutsche Meisterschaft 2014 des DKV und Killerfish German SUP Trophy Tegernsee - Resultate Deutsche Meisterschaft 2014 des DKV und Killerfish German SUP Trophy Tegernsee - Resultate

Deutsche Meisterschaft 2014 des DKV und Killerfish German SUP Trophy Tegernsee - Resultate

  • Stephan Gölnitz
 • Publiziert vor 6 Jahren

Vier Deutsche Meistertitel wurden vergangenes Wochenende vergeben, im Sprint und Long Distance für Damen und Herren, dazu ging es um Punkte für die Trophy-Rangliste. Und auch die Jugendlichen bis 10 und bis 14 Jahre paddelten um die Meister-Nadeln des DKV. So viel Ehre lockte sämtliche deutschen Top-Paddler zu den dann tatsächlich spannenden Rennen an den Tegernsee.

Samstag, Tag der Entscheidung: Unbeständiges, gewittriges Wetter, Stau auf allen Anreiserouten – die Rahmenbedingungen waren für dieses Wochenende nicht optimal. Trotzdem startete die Deutsche Meisterschaft mit der Sprintwertung nahezu pünktlich im Elliminations-System mit vier Leistungsklassen.

Stephan Stiefenhöfer fällt in den gefährliche Sekundenschlaf nach dem Ziel.

Nach der ersten Runde in Heats aus je acht Fahrern um einen etwa 500 Meter langen M-Kurs, steigen dabei die ersten beiden in Leistungsklasse 1 auf. Die Dritt- und Viertplatzierten in LK 2 und so weiter. In der zweiten Runde fahren vier "Leistungsklassen" je acht Fahrer dann erneut ihre Heats, nach dem Ergebnis steigt der jeweils Letzte ab, der Erste auf. Im Prinzip geht es dabei also in der LK1 nur darum, wer Letzter wird. Der ist aus der Finalrunde unwiederbringlich raus und fährt die letzte Runde wieder in LK2 um Platz 9 bis 16. Die übrigen Sieben fahren dann erneut, nur ergänzt durch den einen Aufsteiger aus LK2 das Finale, diesmal "ernst". In den übrigen Gruppen das gleiche analog. Die Favoriten setzten sich erwartungsgemäß von Beginn durch, in der Abstiegsrunde, beim Aussieben, erwischte es Alex Stertzik, der danach dann das "kleine Finale" souverän gewann - ein Zeichen, dass er nach der Leistung eigentlich ins Finale gehört...das System sagte leider "nicht versetzt".

Blitz, Donner, Sturmböen und wie wild durchs Feld rasende DLRG-Boote sorgten dann zwischendrin für eine kurze Unterbrechung, bevor es in die letzten Runden ging.

Mitten im stärksten Regen machte zur Überraschung einiger Teilnehmer das Hotel am Platz den Druchgang zu Essen und WC für Paddler dicht und leitete alles was Boardshorts trug durch die Fluten außen ums Hotel herum -  Deutsche Meistschaft SUP und Hochzeitsgesellschaft passen anscheinend doch noch nicht zusammen.

Sonja Duschek und Stephan Stiefenhöfer sind die Sprintmeister 2014

Im Finale nach dem Schauer war die Spannung groß, denn ohne den Österreicher Peter Bartl (der tigerte nur am Platz herum, weil er erst am Sonntag bei der Trophy wieder eingreifen durfte), gab es gleich eine Handvoll Titelanwärter im Finalfeld. Stephan Stiefenhöfer, der bereits am Brombachsee in der internationalen Spitze mitgefahren war, setzte alles auf eine Karte, wählte den super schnellen, aber recht wackeligen Mistral M2 auch für den Sprint – und überzeugte nicht nur mit bestem Speed auf der Geraden, sondern manövrierte das Board sicher um die Bojen – mit Übung geht das anscheinend – und sicherte sich überzeugend den Meistertitel. Zweiter wurde Kai-Nikolas Steimer, gleich dahinter zeigte Normen Weber auf seinem Inflatable, was man mit Dampf und Technik aus einem aufblasbaren Board rausholen kann. Mit Platz fünf startete Valentin Illichmann vom Starnberger See durch wie eine Silvesterrakete - der Junge ist noch U16! Ole Schwarz komplettierte das tolle Jugendresultat ebenfalls mit dem Einzug ins große Finale.

Bereits die Kids schenken sich nix

Bei den Damen legte Sonja Duschek von Beginn an voll los, ging als Erste um die Boje Nummer eins und gab den Platz auch gegen die stark von hinten drückende Anja Schilling bis ins Ziel nicht her und sicherte sich damit seit 2011 bereits den 4. Deutschen Meistertitel des DKV im Sprint.

Neben den Leistungen der richtig harten "Trainierer" etablieren sich auch weitere Schwerpunkte. So entwickelt besonders die genussfreudige LK3 innerhalb der Trophy – und darüber hinaus – mittlerweile ein unglaubliches Gemeinschaftsgefühl, es wäre nicht verwunderlich, wenn die Truppe tatsächlich demnächst in LK3-Trikots auftauchen würde – man munkelt so etwas.

Großes Zuschauerinteresse an der DM

Kinderrennen wurden im Rahmen des "Starboard Kids Race" auf einheitlichen Brettern in den Klassen U10 und U14 ausgefahren, auch hier wird hart gefightet und der Kurs hatte schon eine richtige ordentliche Renndistanz, von reiner Kinderbespaßung hat sich das schon ein Stückchen entfernt. Auch für die jeweils besten drei Jugendlichen wurden erstmalig die Meisternadeln des Deutschen Kanuverbandes in Gold, Silber und Bronze vergeben, ganz wie bei den Großen.

"Vollkontakt" an der Boje.

Die Pressemitteilung auch zum zweiten Tag, an dem wir leider nicht vor Ort sein konnten findest du hier...

Als absolut diskussionswürdig stellte sich für die Zukunft die Frage der Boardklassen. So sind auch bei den Sprintraces in einer offenen Klasse bis 12'6'' natürlich Hardboards von den fahrern wegen mehr Speed bevorzugt. Diese Klasse findet allerdings national in Deutschland das ganze Jahr hindurch nicht statt; die Fahrer besitzen dementsprechend kaum 12'6''er Hardboards und sind bis auf wenige Ausnahmen auf Leihbretter angewiesen. Wie es ist, eine knappe Minute vor dem Start noch kein Board zu haben, durfte ich auch selber erfahren; da fühlt man sich bei einer DM recht erbärmlich. Viele Fahrer würden darüber hinaus generell die Sprints lieber auf iSUPs fahren. Das erscheint mittlerweile für diese Art "Sprints", die mehr einem Supercross-Slalomparcour mit Regeln wie beim Autoscooter (nämlich keine) ähneln, die geeignetere Wahl für dauerhaftes Überleben von Mensch und Material. Außerdem besitzen viele diese Boards und der Leihpool ist wegen der Sprintraces innerhalb der SUP-Trophy auf ebenfalls dieser Klasse auch besser bestückt.

Insgesamt bot dieser Samstag aber den wirklich zahlreichen Teilnehmern und Zuschauern bereits spannende Wettkämpfe mit viel echter Hitze in den Heats, sportlich super Leistungen und viel Spaß unter den Teilnehmern auch an Land - trotz Regengüssen, Blitz und Donner!

DM DKV Damen und Herren, Sprint

DM DKV Damen und Herren, Langstrecke

Killerfish German SUP Trophy, Sprint

Killerfish German SUP Trophy Langstrecke

Ergebnisse DKV Jugendmeistschaft

Mehr Bilder auf unserer Facebook-Seite hier >klick>

Themen: Deutsche Meisterschaft SUP 2014DM DKV


Lesen Sie das SUP Magazin. Einfach digital als PDF oder als Einzelheft im Delius Klasing Shop bestellen:

iTunes Store Google Play Store Delius Klasing Verlag