3. Nalani SUP Race am Müggelsee/Berlin – Hardcore beim Long Distance und viele Bojen beim Sprint Race

  • Stephan Gölnitz
 • Publiziert vor 7 Jahren

Fast zehn Kilometer bei heftigem Wind, dazu noch "choppy water" und im Uferbereich eine rückläufige Welle, das Long Distance zum Auftakt des 3. Nalani SUP Race im Seebad Friedrichshagen geriet für die 34 Starter zu einer heftigen Herausforderung, vor allem für die fünf Damen. Nicht alle kamen ins Ziel...

Fast zehn Kilometer bei heftigem Wind, dazu noch "choppy water" und im Uferbereich eine rückläufige Welle, das Long Distance zum Auftakt  des 3. Nalani SUP Race im Seebad Friedrichshagen geriet für die 34 Starter zu einer heftigen Herausforderung, vor allem für die fünf Damen. Nicht alle kamen ins Ziel, auch einige Herren gaben das Paddel vorzeitig ab. Wer ein zu schmales Raceboard gewählt hatte, bekam einen oder mehrere Waschgänge gleich mitgeliefert. Nicht so Peter Bartl (JP-Australia), der sich vom Start weg kontinuierlich vom Feld absetzte und im Ziel nach drei Runden genau sieben Minuten Vorsprung vor Stephan Stiefenhöfer auf der Uhr stehen hatte.

Die Stärksten auf 12'6''

Die Gewinnerin bei den Damen, Noelani Sach, kämpft sich durchs Kabbelwasser

Sowohl Stiefenhöfer als auch sein Mistral-Teamkollege Kai-Nicolas Steimer verzichteten auf ihren Flatwater Racer M2, Stiefenhöfer griff zum iSUP Mistral Race 14’0’’, Steimer holte den M1 aus dem Boardbag. Es reichte zu Platz 2 und 4, dazwischen schob sich noch Marek Fuhrmann (Fanatic Falcon). Die 12’6’er-Wertung holte sich der Slowene Rok Puvar vor seinem Starboard-Teamkameraden Carsten Kurmis, auch der Damensieg von Noelani Sach ging an Starboard. Nichts mehr wurde es anschließend mit der geplanten Altstadt-Paddeltour nach Koepenick, Veranstalter John-Patrick Villwock fand keine willigen SUPer mehr. "Ich bin fertisch", stöhnte so mancher Racer, so traf man sich erst am an der Spreekneipe "Gestrandet", später beim Griechen und stärkte sich für den zweiten Wettkampftag. "Neues System mit Auf- und Abstieg, neuer Kurs mit sechs Bojen" deutete Racedirector Alois Mühlegger beim Skippers Meeting zum Sprint Race an. Nach dem ersten Durchgang (4 Heats mit 6 oder 7 Startern) rückten die jeweils zwei besten Paddler in die Leistungsklasse 1, Platz 3 und 4 in LK 2, ab Platz 5 in LK 3.

Die Gewinner in der 14-Fuß-Klasse

Nach dem zweiten Durchgang stiegen die zwei Besten aus LK 2 und 3 auf, aus LK 1 zwei die letzten Zwei ab. Im dritten Durchgang wurden dann die Platzierungen in jeder Leistungsklasse ausgefahren, somit kamen alle 26 Herren dreimal aufs Wasser und kämpften sich um die sechs Bojen auf dem Rechteckkurs. Auch hier übernahm im Finallauf Peter Bartl gleich die Führung, während dahinter die "Battle of the Paddle" zwischen Carsten Kurmis und Kai-Nicolas Steimer bis zur Ziellinie tobte. Nichts anbrennen bei den vier Damen ließ wiederum Noelani Sach, die Kimi Zupancic im Griff hatte. Drei Kids lieferten sich anschließend beim verkürzten Sprint ein heißes Duell, Finn vor Ole und Maui lautete der Einlauf. Wie immer legten die Hersteller NP, Core, Fanatic, Mistral, JP-Australia, RRD und Starboard reichlich Material zum Testen an den Strand, Maui Jim verloste wieder kultige Sonnenbrillen, und Car2go stockte das Preisgeld auf 600 Euro auf. Allein das Berliner Publikum honorierte dies nur sehr spärlich. Obwohl sogar der TV-Sender RBB noch im Vorfeld im Seebad drehte und die Veranstaltung im 3-Minuten-Clip als Wochenend-Tipp  den Berlinern schmackhaft zu machen versuchte. War’s das windige Wetter? Trotz teilweise Sonne bissen die Berliner nicht an. Schade! Jetzt ist erst mal Halbzeit bei der NP German SUP Trophy, am 3./4. August geht’s dann beim Hamburger SUP Contest zu den letzten fünf Veranstaltungen in den Endspurt.

Kerstin Sturm, Noalani Sach, Kimi Zupancic (von links)

Hat 'ne gute Phase: Seriensieger Peter Bartl

Hier die kompletten Ergebnisse aller Teilnehmer mit Zeiten:

Quelle Text und Fotos: sup-special.de

Themen: Nalani Bericht ErgebnisseSUP Trophy


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