Test High-End-Paddel 202210 dreiteilige Top-Paddel im Vergleich

Stephan Gölnitz

 · 01.12.2022

Test High-End-Paddel 2022: 10 dreiteilige Top-Paddel im VergleichFoto: Andy Klotz

Die sportlichsten Top-Modelle der Hersteller faszinieren Paddler, die auf jedes Gramm achten, mit teils unglaublich leichtem Gewicht. Zehn Modelle haben wir auf wackelfreie Verbindungen, ergonomischen Griff, harmonischen Vortrieb und leichtestes Schwunggewicht getestet.

Diese zehn High-End-Paddel haben wir getestet:

(Per Klick geht’s zur Einzelbewertung)

Blackfish Andaman 3-tlg.
Foto: Stephan Gölnitz

Das sind die Inhalte findet Ihr im Artikel High-End-Paddel:

Der Testreport

Doppelter Preis = doppelte Leistung. Das gilt beim Bäcker, wenn man für fünf oder zehn Euro Brötchen kauft. Bei Paddeln bekommt man beim Sprung von 120 auf 240 Euro subjektiv sogar mehr als die doppelte Leistung geboten, danach allerdings wird jedes weitere, eingesparte Gramm immer teurer. So haben wir bereits in der letzten Ausgabe bei den Paddeln um 250 Euro zumindest einige richtige Spitzenpaddel gesehen.

Zwischen rund 600 und fast 800 Gramm wiegen die Testpaddel, was vom Paddelgefühl eine Klasse Unterschied ausmachen kann – sich aber im Preis nicht unbedingt widerspiegelt.

Dennoch schaffen es in dieser Gruppe gleich mehrere Kandidaten, das noch mal zu übertrumpfen – aber eben auch nicht alle. Wer vor allem aufs Gewicht schaut, findet im Test der „Mittelklasse“ in SUP 1-2022 ebenfalls sehr leichte Paddel. In dieser Gruppe finden sich aber mindestens sechs oder sieben Modelle, die das Niveau nochmals anheben. Mit tatsächlich spürbarem Unterschied, auch wenn die Sprünge nicht mehr ganz so groß werden. Ein Starboard Lima Carbon glänzte in der letzten Ausgabe beispielsweise bereits mit 676 Gramm, für nochmals 120 Gramm weniger ist für das Lima Prepreg fast der doppelte Preis fällig. Dabei sind Gewichte mit einer sechs vorne bei dreiteiligen Paddeln (einige liegen sogar darunter) wirklich sehr, sehr leicht. Und steif „genug“ sind – auch für sportliche 85-Kilo-Paddler – alle getesteten Paddel, einige sogar mega-steif. Detailverbesserungen, die viel ausmachen, gibt es immer noch.

Der neue Griff von Black Projekt hebt das Paddel jetzt insgesamt auf eine eins mit Sternchen. Der Griff wölbt sich nicht mehr nach hinten, ähnelt ein wenig dem immer wieder gelobten Griff von Starboard – aber mit etwas mehr Volumen. Die Breite ist ähnlich und verhilft zu bester Kontrolle über das Blatt, doch während Starboard sich fast wie ein T-Handle anfühlt, vermittelt Black Project immer noch das Feeling eines „Palm Grip“.



Zweimal „Palm Grip“: Oben der neue Griff von Black Project, der bei der neuesten Paddelgeneration auf der Ballenseite, also der Rückseite (hier jeweils unten) kaum noch vor gewölbt ist. 
Die meisten Tester empfinden das als nochmals angenehmer als beim Vorgängermodell. 
„Unangenehme“ Griffe konnten wir aber ebenfalls in der gesamten Testgruppe nicht entdecken.Foto: Stephan Gölnitz
Zweimal „Palm Grip“: Oben der neue Griff von Black Project, der bei der neuesten Paddelgeneration auf der Ballenseite, also der Rückseite (hier jeweils unten) kaum noch vor gewölbt ist. Die meisten Tester empfinden das als nochmals angenehmer als beim Vorgängermodell. „Unangenehme“ Griffe konnten wir aber ebenfalls in der gesamten Testgruppe nicht entdecken.

Red Paddle hat den Verstellhebel für das patentierte Verstellsystem beim Top-Paddel sehr elegant in den Griff integriert, das ist praktisch nicht wahrnehmbar. Leider fällt bei dem System die Führung weg (ebenfalls bei Lite Venture), was beim Verstellen auf dem Wasser ein paar Sekunden kostet.

In dieser Gruppe gibt es am Ende keine „Testsieger“, sondern durchweg hochwertige Top-Paddel, die jedes für sich eine Zielgruppe finden dürften. Darunter aber einige, die – weil besonders ausgewogen – vermutlich zu jedem Typus passen: GTS, Makaio, Starboard und Black Project. In voller Länge besonders steif sind die Paddel von Red, JP, Black Projekt, Makaio und GTS. Interessant sind auch die „Zwillinge“ in der Gruppe. Das Fanatic Carbon 80 hat mit dem Fanatic Carbon 35 ein sehr ähnliches Geschwistermodell zur Seite stehen, bei allerdings deutlich günstigerem Preis. Nach ebenfalls zumindest einem gleichen Elternteil sehen die Paddel von GTS und Makaio in dieser Testgruppe aus. Lediglich die etwas andere Carbon-Optik macht einen wahrnehmbaren Unterschied aus. Bei GTS ist das sehr ähnliche „Narrow 85 UD“ aus der letzen Ausgabe unwesentlich schwerer aber deutlich günstiger.

Wir haben Blattgrößen um 85 Square Inch getestet, was sich als sehr vielseitig und für Paddlerinnen und Paddler zwischen 60 und 85 Kilo auf iSUPs verschiedener Größen sehr gut bewährt hat. Diese Größe treibt bei gemächlichem Touring bereits gut voran und lässt sich auch sehr hochfrequent paddeln. Das Starboard wirkt dabei subjektiv geringfügig kleiner. Beim Einstechen und Ausheben sind vor die hauchdünnen Blades sehr einfach zu führen und kommen federleicht aus dem Wasser. Das Black Project bietet den gleichmäßigsten Druckaufbau über die gesamte Phase, das Starboard möchte beim Einstechen etwas genauer geführt werden. Minimal mehr Führung beim Durchzug fordern das Blackfish und das Fanatic – aber selbst diese kleinen Wahrnehmungen liegen allesamt im absolut guten Bereich in diesem Feld. Das ist nämlich die beste Nachricht: Richtig „daneben greifen“ kann man bei dieser Paddelgruppe eigentlich nicht.

Trendiger 3D-Shape oder klassische Samurai-Klinge

Immer häufiger sind aufwändige, dreidimensional gestaltete Paddelblätter zu sehen, wie bei Starboard (im Foto links). Mit solchen stark gewölbten, profilierten Blättern wirkt der Catch oft schon besonders kraftvoll und die Zugphase fällt meist gleichmäßig druckvoll aus. Wer das Paddel beim Ausheben nach der Zugphase stark seitlich wegdreht, spürt allerdings einen geringfügig höheren Widerstand. Durch die hohe Formstabilität können die Blätter ebenfalls sehr leicht gebaut werden. Wie eine Nadel stechen die dünnen Blades (wie bei Blackfish, rechts) ein und kommen vor allem beim „Exit“ nahezu widerstandslos aus dem Wasser, auch bei schnellem seitlichem Wegdrehen. Beides funktioniert tadellos.

3D-Paddel von Starboard (im Foto links) und nadeldünne Blades (wie bei Blackfish, rechts) finden sich im Test.Foto: Stephan Gölnitz
3D-Paddel von Starboard (im Foto links) und nadeldünne Blades (wie bei Blackfish, rechts) finden sich im Test.

Die oberen Varioklemmen

Bis auf Lite Venture und Red Paddle haben alle Varioverschlüsse eine integrierte Gradführung. Lite Venture glänzt dafür mit besonders guter Hebel-/Schließkraft. Bei Red ist der Klemmmechanismus im Rohr integriert.

Foto: Stephan Gölnitz

Die unteren Steckverbindungen

Ein stramm sitzender Sechskant mit Knopf ist die eleganteste Verbindung. Blackfish, JP und Red Paddle verwenden die gleiche noch recht zierliche Klemme. Fanatic setzt auf einen großen Verschluss mit zwei Schrauben.

Foto: Stephan Gölnitz

Die Griffe im Überblick

„Schlechte“ Griffe gibt‘s in dieser Preisklasse nicht. Black Project, Fanatic, Lite Venture, Red Paddle und Starboard vermitteln mit etwas breiteren Griffen besonders gute Kontrolle bei ergonomischer Form.

SUP-Paddel setzten zuerst auf den ergonomisch in der Hand liegenden „Palm-Grip“, wie bei Blackfish oder GTS. Aus dem Kanusport kommt der T-Griff wie bei Red. Neue „Hybriden“ aus beiden Formen, wie bei Black Project oder Starboard bewähren sich sehr gut.Foto: Stephan Gölnitz
SUP-Paddel setzten zuerst auf den ergonomisch in der Hand liegenden „Palm-Grip“, wie bei Blackfish oder GTS. Aus dem Kanusport kommt der T-Griff wie bei Red. Neue „Hybriden“ aus beiden Formen, wie bei Black Project oder Starboard bewähren sich sehr gut.

Weitere Paddel-Tests gibt’s hier:

Die Testergebnisse der zehn High-End-Paddel:

Blackfish Andaman 3-tlg.

Das Paddel der „neuen“ Marke Blackfish wirkt optisch edel mit dem matten Griff in Sichtcarbon, dem leicht strukturierten, griffigen Schaft und dem super dünnen Paddelblatt in hochglänzendem Finish. Es zählt schon im Gesamtgewicht zu den leichtesten Modellen, das dünne, leichte Blatt unterstützt das flinke Handling und super leichte Gefühl beim Paddeln weiterhin. Messerscharf sticht das „Blade“ ins Wasser und bleibt bei der Zugphase ordentlich stabil. Der Druckaufbau liegt im Vergleich im Mittelfeld, etwas kraftvoller und nur geringfügig schwerer wirkend als das Starboard. Das Schwunggewicht zählt dabei zur Spitzenklasse und wie ungebremst und nahezu ohne Widerstand das Blatt wieder aus dem Wasser kommt – verstärkt das agile, sehr leichthändige Gefühl, das das Paddel vermittelt. Der Griff ist sehr gut der Handform angepasst, die obere Klemme fällt groß aus, aber ohne „Ecken und Kanten“.

PLUS: Sehr leicht, sehr flink, schön griffig

MINUS: keines

Fazit: Besonders flinkes Paddel

Technische Daten Blackfish Andaman 3-tlg.

  • Preis: 449,00 Euro
  • Länge*: 169 - 221 cm
  • Rohrdurchmesser*: 28,2 mm
  • Erhältl. Größen**: 520 (getestete Größe)/580 cm²
  • Gewicht*: 616 Gramm
  • Griffgrösse*: M
  • zur Webseite von Blackfish

Black Project Hydro TempoX 3-tlg.

Das Tempo hat im Vergleich zum Black Project HydroX ein etwas weniger ausgeprägtes 3-D-Profil und ist damit die perfekte Wahl auch für hohe Frequenzen. Das Blatt sticht super sauber ein – sowohl bei hoher Schlagzahl wie auch bei gemächlichem Faulenzer-Paddeln, zieht dabei besonders stabil durchs Wasser und überzeugt mit gleichmäßiger Kraftentfaltung vom „Catch“ bis zum Ausheben. Die untere Teilung ist elegant mit Sechsecksteckung kaum zu erkennen und der Schaft wirkt richtig steif, aber nicht bockig. Besonders gut hat – selbst bei kleineren Händen – der breitere, neue Griff gefallen, der die Kontrolle eines T-Griffes ermöglicht und auf der Handinnenseite jetzt nochmals angenehmer anliegt. Die Varioverstellung mit einseitig abgeflachtem Auszugsrohr führt gut. Das Tempo überzeugt als besonderes Paddel mit gutem Vortrieb.

PLUS: Stabiler Zug, sehr leicht, konst. Druckaufbau

MINUS: keines

Fazit: In jeder Phase sehr stabil und einfach zu paddeln mit besonders gleichmäßigem Druckaufbau.

Technische Daten Black Project Hydro TempoX 3-tlg.

  • Preis: 459,00 Euro
  • Länge*: 184 - 216 cm
  • Rohrdurchmesser*: 28,8 mm
  • Erhältl. Größen**: 72,9/78,4/87,3 (getestete Größe)/94,9 inch²
  • Gewicht*: 623 Gramm
  • Griffgrösse*: M-L
  • zur Webseite von Black Project

Fanatic Carbon 80 3-tlg.

Das Fanatic-Paddel mit 80% Carbon ist das hochwertigste 3-teilige Paddel in der Fanatic Range, das Carbon 100 ist (nur als 2-Teiler erhältlich) das eigentliche Topmodell. Das Carbon 80 ist ein sauber zu führendes Paddel mit gutem Vortrieb und dennoch nicht zu viel Gegendruck. Das Variosystem funktioniert tadellos, die Klemmen wirken etwas kantiger als man es sich vielleicht vorstellt. Die untere Verbindung ist mit Druckknopf und Klemme sicher gehalten. In der Fanatic Range ist das Carbon 35 von der Funktion und Ausstattung nahezu identisch. Wer auf dem schickeren Schaft und Griff in Sichtcarbon verzichten kann, spart 130 Euro. Mit rund 150 Gramm Mehrgewicht spielt das „80er“ im Schwunggewicht eine Klasse unter den Top-Paddeln dieser Gruppe. Der Griff ist auf der Rückseite am deutlichsten nach hinten gewölbt und wirkt so etwas voluminöser in der Hand.

PLUS: Gepolsterte Tasche inklusive

MINUS: keines

Fazit: Ein ausgereiftes, dreiteiliges Touring-Paddel der gehobenen Mittelklasse

Technische Daten Fanatic Carbon 80 3-tlg.

  • Preis: 359,00 Euro
  • Länge*: 171 - 220 cm
  • Rohrdurchmesser*: 29,2 mm
  • Erhältl. Größe**: 90 inch²
  • Gewicht*: 790 Gramm
  • Griffgrösse*: M-L
  • zur Webseite von Fanatic

GTS Narrow Black Edition 85 Pro 3-tlg.

Das GTS ist von den Features und der Blattform ein alter Bekannter aus dem Test der Mittelklasse-Paddel (Narrow 85 UD), hier nochmals 26 Gramm leichter. Ansonsten überzeugt es weiterhin mit dem sehr filigranen Feeling, dem sehr sauberen Einstechen mit dem dünnen, leicht gewölbten Blatt, und dem mittleren Druckaufbau, der zu nahezu allen Paddelfrequenzen gut passt. Der mittelgroße Griff liegt gut in der Hand, das Paddel wirkt insgesamt fast zierlich, dabei aber steif und solide. Das sehr leichte Blatt sorgt für filigranstes Schwingen, die Blattkante ist zusätzlich mit einer rundum verlaufenden ABS-Kante verstärkt. Das Paddel wird in einer sehr luxuriösen, gepolsterten Tasche geliefert, der Mini-Schlitzschraubendreher darin ist ein schönes Gimmick. Die untere Teilung mit Sechskant ist optisch kaum wahrnehmbar.

PLUS: Super leicht und steif

MINUS: keines

Fazit: Extrem leicht und kraftsparend zu paddeln

Technische Daten GTS Narrow Black Edition 85 Pro 3-tlg.

JP-Australia Carbon Pro 3-tlg.

Das JP Carbon Pro hat ein leicht löffelförmiges und mit leichter Hohlkehle profiliertes aber überwiegend doch sehr dünnes Blatt, was sich beim Einstechen und Ausheben sehr positiv verhält. Es etabliert sich mit dieser Form sehr schön zwischen den hauchdünnen Klingen und den besonders ausgeprägten 3-D-Formen. Das Paddel schwingt sehr schnell und liegt ganz nah dran an den allerleichtesten dieser Gruppe auch wenn es auf der Waage vielleicht 50 Gramm mehr wiegt. Hier scheint auch die Gewichtsverteilung gut gelungen. Der Carbon-Griff liegt mit nur minimaler Wölbung nach hinten sehr gut in der Handfläche, was zu guter Druckverteilung führt. Es zählt zu den steifsten Paddeln und ist insgesamt ein solide wirkendes Paddel mit sehr leichtem Schwunggewicht, dass nahezu an die drei leichtesten dieser Gruppe heranreicht.

PLUS: Sehr steif, easy zu paddeln, leicht

MINUS: keines

Fazit: Leicht, steif und solide wirkend

Technische Daten JP-Australia Carbon Pro 3-tlg.

  • Preis: 449,00 Euro
  • Länge*: 171 - 218 cm
  • Rohrdurchmesser*: 29,2 mm
  • Erhältl. Größen**: 77/83 (getestete Größe)/90 inch²
  • Gewicht*: 695 Gramm
  • Griffgrösse*: M
  • zur Webseite von JP-Australia

Lite Venture Powertrack 3-tlg.

Das Powertrack in der Black Edition kommt als super edel gefinishtes Carbon-Paddel im Hochglanz-Look. Das gewölbte Paddelblatt sticht sauber ein, baut mittleren Druck auf, wie in dieser Blattgröße erwartet und kommt nahezu widerstandsfrei wieder aus dem Wasser. Durch das geringe Blattgewicht schwingt das Paddel leichter als man erwarten könnte. Der T-Griff, ebenfalls aus Carbon, liegt sehr angenehm in der Hand, gibt viel Kontrolle und erleichtert das Steuern mit dem Paddel. Die Varioklemme ist ein komplett außergewöhnliches Design mit geringer Schließkraft und dennoch sehr sicher haltend. Trocken liegt das Paddel sehr gut in der Hand, im nassen Zustand ist der glänzende Schaft etwas weniger griffig als die matten oder strukturierten Schäfte.

PLUS: Leichtes Blatt, guter Griff und Klemme

MINUS: Nass etwas glatter wirkend

Fazit: Sehr edles, leicht schwingendes Touringpaddel mit besonders angenehmen T-Griff

Technische Daten Lite Venture Powertrack 3-tlg.

  • Preis: 329,00 Euro
  • Länge*: 174 - 227 cm
  • Rohrdurchmesser*: 29 mm
  • Erhältl. Größe**: 560 cm²
  • Gewicht*: 740 Gramm
  • Griffgrösse*: M
  • zur Webseite von Lite Venture

Makaio Carbon Pro 3-tlg.

Makaio liefert mit dem Pro-Modell mit 83er Blattgröße ein äußerst leichtes, agiles und kraftsparend zu paddelndes Werkzeug für den engagierten Tourenpaddler. Die untere Steckverbindung mit Sechskant sitzt sehr stramm und damit absolut wackelfrei. Das Variorohr wird mit einer abgeflachten Seite geführt, mit ebenfalls nur sehr wenig spürbarem seitlichen Spiel. Der etwas knubbelig wirkende Griff aus Carbon liegt dennoch gut in der Hand, das Paddel ist beim Vorschwingen bei den drei leichtesten Modellen und überzeugt besonders auch Paddler, die eine etwas höhere Frequenz paddeln wollen. Der Schub fällt etwas geringer aus als bei Starboard und Fanatic beispielsweise, aber gerade für eine etwas flottere Gangart passt diese Blattgröße sehr gut und auch für etwas leichtere Personen. Schaft und Blatt wirken besonders steif.

PLUS: Federleicht, kraftsparend, günstig

MINUS: keines

Fazit: Extrem leichtes und sehr steifes Paddel

Technische Daten Makaio Carbon Pro 3-tlg.

  • Preis: 259,00 Euro
  • Länge*: 176 - 221 cm
  • Rohrdurchmesser*: 28,8 mm
  • Erhältl. Größe**: 83 inch²
  • Gewicht*: 580 Gramm
  • Griffgrösse*: M
  • zur Webseite von Makaio

Naish Carbon PLUS SDS 3-tlg.

Von Naish kommt das mit Abstand griffigste Paddel in den Test. Schaft und Griff sind spürbar rau strukturiert, was nass wie trocken für besten Halt sorgt. Perfekt für schweißtreibende Bedingungen oder in der Welle, wenn das Paddel selten trocken bleibt. Die untere Verbindung ist sehr solide, das Gesamtgewicht zwar nicht rekordverdächtig – aber durch das leichte, dünne Blatt wirkt das Paddel auf dem Wasser beim Schwingen etwas leichter als erwartet. Lediglich bei starkem Hochheben spürt man den Gewichtsunterschied zu den Leichtesten. Ansonsten zeigt das Blatt seine Stärken beim Einstechen aber auch beim Ausheben hinten – wo es widerstandsfrei aus dem Wasser kommt, im Vergleich zu den dicker profilierten Löffelpaddeln. Der vom Volumen eher kleine Griff liegt durch seine besondere Halbmondform noch gut in größeren Händen, wirkt zwar etwas zierlich, aber lässt sich gut steuern.

PLUS: Rutschfest, easy und leicht zu paddeln

MINUS: keines

Fazit: Besonders griffiges Paddel mit leichtem Blatt

Technische Daten Naish Carbon PLUS SDS 3-tlg.

  • Preis: 419,00 Euro
  • Länge*: 172 - 220 cm
  • Rohrdurchmesser*: 29,2 mm
  • Erhältl. Größe**: 85 inch²
  • Gewicht*: 743 Gramm
  • Griffgrösse*: S-M
  • zur Webseite von Naish Surfing

Red Paddle Ultimate Carbon 3-tlg.

Das „Ultimate“ ist tatsächlich ein ultimatives Werkzeug, vor allem auch für größere Paddler. Die lange Grundlänge und der spürbar steifste Schaft sorgen zusammen mit dem griffigen „T-Handle“ für solides Profi-Feeling. Das innen klemmende Variosystem ohne außen liegende Klemme ist bei langem Auszug besonders vorteilhaft. Das recht dünne Blatt sticht sehr schön ein und baut ordentlich Druck auf, was zum Gesamteindruck passt. Es zieht stabil durchs Wasser mit gleichmäßiger Kraftentwicklung und kommt – wegen des dünnen Blattes – nach der Zugphase nahezu widerstandlos aus dem Wasser. Dabei ist dem Paddel die Frequenz ganz egal, es funktioniert in allen Tempi gleichermaßen gut. Beim Vorschwingen ist das etwas höhere Schwunggewicht natürlich spürbar und wer darauf größten Wert legt, findet leichtere Paddel. Ein besonders solides Feeling für kraftvollen Stil findest du aber hier.

PLUS: Sehr steif, gut für große Paddler

MINUS: Keine Varioführung

Fazit: Kraftvolles, besonders steifes Paddel

Technische Daten Red Paddle Ultimate Carbon 3-tlg.

  • Preis: 449,00 Euro
  • Länge*: 180 - 222 cm
  • Rohrdurchmesser*: 29 mm
  • Erhältl. Größe**: 525 cm²
  • Gewicht*: 750 Gramm
  • Griffgrösse*: M
  • zur Webseite von Red Equipment

Starboard Lima Prepreg Carbon 3-tlg.

Das Lima ist mit 557 Gramm auf der Waage auch auf dem Wasser bei den agilsten Paddeln. Auf Anhieb gefällt der recht breit wirkende aber ergonomisch ausgefeilte Griff, der in nahezu allen Händen perfekt liegt. Das griffige Gefühl wird vervollständigt durch den strukturierten Schaft, der auch nass den im Vergleich besten Halt gibt. Das stark profilierte Blatt sticht bei sauberer Führung gut ein und erzeugt dann guten Vortrieb, erfordert durch seine 3-D-Struktur aber beim Ausheben etwas mehr Feingefühl, dann geht aber auch das federleicht. Und auch in der Phase des Vorschwingens ist es bei den drei leichtesten Paddeln ganz vorne dabei. Trotz als Größe L angegeben, liegt es flächenmäßig und vom Vortrieb eher etwas unter dem Durchschnitt der Gruppe. Die untere Teilung mit schrägem Schnitt sitzt spielfrei und die Vario-Klemme ist ergonomisch die eleganteste, die man aktuell finden kann.

PLUS: Super leicht, steif und griffig. Toller Griff

MINUS: Größenangabe „L“ ist nicht ganz passend

Fazit: Sehr agiles und leichtes Paddel, top Features

Technische Daten Starboard Lima Prepreg Carbon 3-tlg.

  • Preis: 479,00 Euro
  • Länge*: 162 - 218 cm
  • Rohrdurchmesser*: 28,9 mm
  • Erhältl. Größen**: XS/S/M/L (getestete Größe)/XL/XXL
  • Gewicht*: 557 Gramm
  • Griffgrösse*: M
  • zur Webseite von Starboard

* = SUP-Magazin-Messung ** = Herstellerangabe

Weitere Paddel-Tests gibt’s hier: