WM-Sprints 2018: Top für Hannah Krah, Pech für Steimer

01.12.2018 Steimer, Kai-Nicolas - Nachdem das ganze Event am gestrigen Tag von Riyue Bay etwa 18 km nördlich nach Shen Zhou Peninsula umgezogen war, wurden heute die Sprints für Herren und Frauen gestartet. Das Event wurde für die Sprints und das Longdistance am Samstag in die etwas geschütztere Bucht verlegt, um dort bei weniger Wellen faire Bedingungen für beide Disziplinen sicher zu stellen.

Im Sprint trat pro Nation und Geschlecht jeweils eine Person an. Für Deutschland waren das Hannah Leni Krah und Kai-Nicolas Steimer.

Als erstes wurden die Vorläufe der Herren gestartet. Es war eine 200 Meter lange Strecke mit zwei Bojen-Toren an Start und Ziel abgesteckt. Die Strecke verlief nahezu parallel zum Strand und zum Zeitpunkt der Vorläufe herrschte starker böiger ablandiger Wind. Diese Tatsache machte es sehr schwer seine Position auf der Startlinie zu halten, da nicht wie üblich bei Seitenwind im Sitzen gestartet wurde, sondern im Stehen. Durch diese Schwierigkeit kam es im Laufe des Wettbewerbs auch zu einigen Beschwerden von seitens der Fahrer.

Im Heat 2 der Vorläufe war Kai an der Reihe. Als relativ kurzfristig nominierter Nachrücker für den verhinderten Ole Schwarz, ging Kai mit nicht ganz dem passenden Board und wenig spezieller Sprintvorbereitung an den Start.

© ISA/Sean Evans
Für unseren Autor Kai-Nicolas Steimer lief es nicht ganz nach Plan.
Für unseren Autor Kai-Nicolas Steimer lief es nicht ganz nach Plan.

Kai ist für seine schnellen Starts beim Sprinten bekannt und auch diesmal erwischte er einen sehr guten Start und konnte durch eine hohe Schlagfrequenz sich auf den zum Weiterkommen wichtigen dritten Platz festsetzen. Durch den starken Seitenwind war Kai nach einer gewissen Zeit gezwungen die Seite zu wechseln um seine Spur zu halten. Während des Paddelwechsels schaute er zur Seite um den Russen Andrey Kraitor zu checken, der schon gefährlich nah gekommen war. Bei dieser Aktion, machte Kai den größten Fehler, der einem Stand up Paddler bei Seitenwind passieren kann. Er belastete die Lee-Kante seines Boards, so dass eine Böe unter da Board greifen konnte und ihn vom Board warf.

Nach dieser ungewollten Schwimmeinlage, war der Dritte Platz in weite Ferne gerückt und Kai konnte nur noch Versuchen seine verlorenen Meter gut zu machen. Am Ende reichte es durch diesen Patzer nicht um ins Halbfinale weiter zu kommen.

Viel besser sollte es jedoch bei Hannah laufen. Sie erwischte auch einen sehr guten Start und konnte aber diesen ohne Wackler ins Ziel bringen. Am Ende des Vorlaufs konnte sie mit einem dritten Platz das Weiterkommen ins Halbfinale sicher. Für eine kurzeitige Aufregung sorgte die Verwechslung der ISA, zwischen Hannah und einer Russischen Konkurrentin. Durch diese Verwechslung hieß es zuerst Hannah sei Sechste geworden und die Russin ins Halbfinale eingezogen.

© ISA/Pablo Jimenez
Hannah Leni Krah gibt alles.
Hannah Leni Krah gibt alles.

Zum Glück löste sich diese Verwirrung bis zum Halbfinale auf und Hannah konnte sehr motiviert antreten. Auch diesmal hatte sie einen recht guten Start. Auf der Strecke konnte sich gut in den Top Drei halten, musste aber am Ende sich mit einem vierten Platz und dem Ende für sie in diesem Wettbewerb zufrieden geben.

Hannah verpasste nur ganz knapp den Einzug ins Finale und konnte mal wieder beweisen, dass sie mit den großen Namen der Szene mithalten kann.

Kai konnte durch seine Patzer leider nicht sein Potential zeigen und musste diesen Sprint unter einer weiteren Lehrstunde verbuchen.

Bis zum jetzigen Zeitpunkt sind noch keine genauen Ergebnisse veröffentlicht.

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