Übergangs- und Unterbekleidung für SUP von EnthDegree Übergangs- und Unterbekleidung für SUP von EnthDegree Übergangs- und Unterbekleidung für SUP von EnthDegree

Übergangs- und Unterbekleidung für SUP von EnthDegree

  • Stephan Gölnitz
 • Publiziert vor 7 Monaten

Ist das die ultimative Unterbekleidung für kalte Temperaturen beim Stand-up-Paddeln und gleichzeitig "solo" geeignet für die Übergangszeit? Wir haben es ausprobiert.

Das Problem ist bekannt: Trockenanzüge halten zwar schön trocken, wärmen aber wegen der dünnen Materialstärke kaum. Eine weitere, wärmende Lage ist daher zwingend erforderlich. Neben klassischer Ski-, oder anderer Funktionsbekleidung aus dem Bikesport beispielsweise, sind auch spezielle Kombis für "drunter" erhältlich.

Diese Kombi von EnthDegree soll obendrein auch "solo" in der Übergangszeit getragen werden können. Das Material ist dreilagig: außen wasserabweisend glatt, dazu eine PU-Zwischenmenbran und ein wärmender Fleece innen.

Die Hose ist komplett mit weichem, schnell trocknenden Fleece gefüttert, das Oberteil besteht an den Ärmeln und im Achselbereich aus etwas dickerem Lycra und am Körper ebenfalls aus dem dreilagigen "Fernotherm 3".

Erster Test als Unterzieher: In Hose und Top steckt man gefühlt komplett in weichem Flauschi-Pelz. Das dreilagige Material (außen wasserabweisend und glatt, dazwischen eine PU-Membran und innen "soft touch fleece") wärmt an den Beinen und am Rumpf gut. Die Kombination aus diesem wärmenden Teil an Brust und Rücken und gleich schon genau richtig isolierten Ärmeln (etwas weniger dick) passt. Die Ärmel und der Bereich unter der Achsel sind aus dickerem Lycra gefertigt, das innen ebenfalls angenehm wirkt, und dem Körper die Möglichkeit gibt, in diesem Bereich noch besser "Dampf abzulassen". Weil die glatte Außenseite im Trockenanzug nicht klebt, bleibt sehr gute Bewegungsfreiheit speziell für die Arme.

Der etwas dickere Kragen, wärmt den Hals genau da, wo es im Trockenanzug manchmal etwas kühl werden kann – vor allen Dingen bei Modellen mit Latexmanschette am Hals. Hier hat man einen wärmenden Kragen im Unterzieher integriert. Auch nach ordentlicher Belastung – und leicht geschwitzt – bei etwa 8 bis 10 Grad fühlte sich das jetzt leicht feuchte Material immer noch nicht klamm-kalt an, sondern wärmt weiterhin – subjektiv gefühlt besser als klassische Skiunterwäsche.

Fazit im Unterzieher-Modus: Warm, praktisch und funktionell. Bei Temperaturen um Null sollte es vermutlich "obenrum" eine weitere Lage sein, bei Temperaturen um etwa zehn Grad passte unserem Tester das "Fjord LS" Oberteil und die "Aveiro"-Hose unter dem Trockenanzug für sportliches Paddeln (nicht Racing ;-)) "thermisch" gefühlt sehr gut.

Sonja Duschek Unter dem Trockenanzug hat sich das Material bei etwa 8 bis 13 Grad sehr gut bewährt. Die angenehme Temperatur-Range dürfte sogar noch größer ausfallen als unsere Testbedingungen.

Sonja Duschek Schultern und Rücken sind gut eingepackt.

Zweiter Test – "Unterzieher only": Bei schon strammen Testbedingungen (See teils zugefroren, aber sonnig) wage ich den Versuch nur im Unterzieher. Die Hose wärmt schon beim Materialaufbau, doch bereits an Land zieht der kühle Ostwind unangenehm durch die Lycra-Einsätze unter den Ärmeln und durch die Ärmel. Ich entscheide mich für ein halbwegs windabweisenden Hoodie obendrüber. Die ganze Sache passt so ebenfalls gut, die einheitliche Gesamtkombi sieht nach meinem Geschmack (und dem der Mitpaddler) doch ein bisschen zu sehr nach Apès Ski in Unterwäsche aus. Wo das glatte Material an den Beinen beim Gehen reibt, "quietscht" es etwas – beim Paddeln und speziell auch unter dem Trockenanzug fällt das aber komplett weg.

Laura Duschek Bitte nicht reinfallen! Bei zweistelligen Lufttemperaturen würde man mit dieser Bekleidung aber auch einen Rückweg von 15 Minuten ganz gut überstehen. Längere Schwimmeinlagen müssen aber ausgeschlossen werden können!

Die Hose hält den Wind jedenfalls gut ab und bietet ausreichende Isolation bei Lufttemperaturen von vielleicht zwölf, später auch 13 oder 14 Grad.

Aber Achtung: Bei einem Sturz ins Wasser wird der erste Kälteschock zwar verhindert, eine längere Schwimmeinlage sollte man allerdings tunlichst nicht einplanen, solange das Wasser unter 15 Grad hat. Generell ist bei solchen Bedingungen eine Leash eine Selbstverständlichkeit (um das Board nicht zu verlieren) und ein Trockenanzug obendrüber erste Wahl. Sollte man in der getesteten Hose doch mal baden gehen, verhindert es bei nur kurzem Eintauchen die Durchnässung, dann wird es recht frisch. Aber das Material wirkt zurück an der Luft schon nach kurzer Zeit nicht wie eine nasse "normale" Hose, sondern auch der jetzt durchnässte Fleece (nach Sitztest, unten) bietet noch etwas Isolierung, das Material trocknet gefühlt tatsächlich überdurchschnittlich schnell.

Sonja Duschek Härtetest: Wie wärmt die Hose im 5 Grad kalten Wasser?

Fazit als Solo-Bekleidung: Das Top bietet guten Schutz in etwas wärmeren Gefilden, wegen der Lycra-Einsätze würde ich es unter etwa 18 Grad vermutlich nicht verwenden. Die Hose ist winddicht und wärmt auch wenn sie mal nass werden sollte sicher besser als jede herkömmliche Laufhose oder vergleichbares..

Fazit gesamt: Die Unterkleidung ist durchdacht und gefällt uns im Vergleich besser als unsere Standardausstattung aus Skiunterwäsche und dünnem Fleece-Oberteil. Vor allem die Hose bietet unter einem dünnen Trockenanzug genau das Quäntchen mehr Wärme, das man gerne mitnimmt. Bei 109 Euro (Hose) und 129 Euro (Top) empfiehlt sich diese Ausstattung vermutlich eher den engagierten Ganzjahrespaddlern.

Themen: Bekleidung


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