Tech Race bei der SUP-WM 2018 in China

27.11.2018 Gölnitz,Stephan - Kai-Nicolas Steimer und Denny Kambs starteten im Tech Race. Trotz taktischer Finessen in der Repecharge läuft das Finale morgen ohne deutsche Beteiligung. Die Hoffnung bleibt bei der Jugend.

Tag 5 des ISA SUP und Paddleboard Weltmeisterschaft sollte der erste Tag mit Racing sein.

Angesetzt waren die Qualifikationsläufe im Techrace SUP für Frauen und Männer. Für Deutschland gingen Denny Kambs und Kai-Nicolas Steimer an den Start.

Es wurde mit drei Männer-Heats gestartet mit jeweils bis zu 15 Startern, bei denen sich die ersten 5 direkt fürs Finale qualifizierten, die restlichen Fahrer bekamen eine weitere Chance in der Repechage.

Leider waren die großen Wellen der letzten Tage fast komplett verschwunden und nur noch einzeln liefen kleinere Wellen am Riff und im Beachbreak, zu dem kam noch ein recht starker ablandiger Wind hinzu, der vor allem an den beiden Outside-Bojen das Rennen beeinflusste.

Als erster war Kai im ersten Heat an der Reihe. Nach einem recht guten Start, wurde schnell klar, dass er den Speed der vorderen Fahrer nicht mithalten konnte. Nachdem der Anschluss zum Hauptfeld abgerissen war und auch keine Chance durch Wellen am Riff bestand, mehrere Meter gut zu machen, beendete er das Rennen als einer der letzten um seine Kräfte für den Repechage zu schonen und auch seine angeschlagene Lunge nicht zu stark zu fordern.

Im zweiten Heat ereilte Denny Kambs ein ähnliches Schicksal. Auch er konnte sich nicht gegen die starke internationale Konkurrenz behaupten und musste das Hauptfeld ziehen lass. Ebenfalls mit dem Hintergedanken, seine Kräfte zu schonen, beendete auch er seinen Heat im hinteren Drittel.

© ISA/Pablo Jimenez

Nach allen Herren-Vorrunden-Heats und den Frauen, wurden die Repechage ausgefahren. Diesmal versammelten sich 30 Männer an der Startlinie um, um die 5 letzten Plätze im Finale zu paddeln.

Kai erwischte einen recht guten Start und konnte sich unter den ersten 10 Paddlern positionieren. Denny hingegen rutschte beim Aufspringen auf sein Board ab und fiel genau mit dem Schritt auf das Boardrail, wodurch er den ersten Schenkel nur unter Schmerzen bewältigen konnte. Kai konnte bis zur zweiten Boje seine Position einigermaßen halten, musste jedoch beim Upwindschenkel  zurück zum Strand das Feld vor sich ziehen lassen. Durch einen taktischen guten Zug, konnte er weit abseits des Feldes auf dem Riff eine der größeren Wellen des Tages erwischen und schloss zur Hauptgruppe erneut auf, während er eine Vielzahl von Paddlern überholte. Denny, konnte leider nur eine kleinere Welle surfen und so nur wenige Meter gut machen.

Kai, der für seine guten Leistungen bei kurzen Strecken bekannt ist, musste wegen mangelnder Ausdauer im Verlauf des Rennens einige Plätze einbüßen und fand auch keine gute Welle mehr um seine Position zu verbessern. Denny hingegen, dessen bevorzugte Disziplin die Langstrecke ist, konnte seine Rundenzeit von Runde zu Runde verbessern.

Am Ende konnte Denny das Rennen mit einem 15 Platz und somit Overall 30er Platz beenden. Kai musste sich mit einem 19 Platz und somit Overall mit einem 34 Platz begnügen.

Beide Paddler hätten sich schwierigere Bedingungen mit großen Wellen, wie während des Wave Events, gewünscht. Dadurch währen die Bedingungen selektiver geworden und durch das Surfen der richtigen Wellen, wären größere Positionssprünge möglich gewesen.

Leider wird morgen das Finale ohne deutsche Beteiligung stattfinden. Jedoch werden im Juniors Race Hannah Krah und Maui Sach die Fane für Deutschland hoch halten.

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