Sup Wave Masters Boot 2017 – Inside-Bericht und Ergebnisse

02.02.2017 Herpel, Dirk - Keine Welle ist wie die andere. Und die in der Halle, die ist nochmal anders. Zum "Wave Masters" der boot trafen sich inoffizielle Meister der stehenden Welle und amtliche Wellenmeister, die aber noch nie auf einer stehenden Welle gesurft sind. Und mittendrin statt nur dabei: Autor Dirk Herpel im Selbsterfahrungsmodus

Verkehrte Welt

Immer die Jungs auf der anderen Seite im Blick haben. Nicht aufs Board schauen. Drüben angekommen, über die Schulter blicken und wieder zurück - wummps... spätestens hier geht für mich alles wieder von vorne los. Schade eigentlich, dass die Welle hier auf der Boot-Messe nicht nur das Prinzip, sondern auch die Wassertemperatur des Eisbaches imitiert. Hatte ich mir, ehrlich gesagt, etwas leichter vorgestellt das Ganze. Aber, da geht es nicht nur mir so....

© fotobyklotzi.de
Paulina Herpel: Nordsee-Girl in eiskalter künstlicher Welle
Paulina Herpel: Nordsee-Girl in eiskalter künstlicher Welle


"Ich muss das jetzt lernen...!" erklärt mir Moritz Mauch, seines Zeichen Deutscher Meister im Sup Wave und obendrein Junior Weltmeister im Wave-Windsurfen mit entschlossener Miene. Mich, Paulina und auch die meisten anderen tröstet es ein wenig, dass selbst ein unter der Sonne von Gran Canaria aufgewachsener und unter realen Bedingungen Sup-Waveschlitzer der Extraklasse hier nachsitzen muss: Sich von der Seite abstoßen, versuchen irgendwie den anderen Beckenrand zu erreichen und dann wieder zurück. Im Prinzip ganz einfach doch irgendwo auf diesem Weg haut es in den ersten Training-Stunden fast alle von uns, die noch nie mit stehenden Wellen ihre Erfahrung gemacht haben, ruck zuck in den Ausguss. Der Einzige, dem relativ egal zu sein scheint woher das Wasser kommt ist Sup und Kite Profi Airton Conzollino, gefolgt von SUP-Wirbelwind Zane Schweitzer und SUP-Weltmeisterin Fiona Wylde. Wobei Fiona ähnliche Wellen aus ihrer Heimat am Gorge River kennt. Und dann kommen, angeführt von Carsten Kurmis und Guido Meier alle Surfer, die mit Flusswellen schon gute Erfahrungen gesammelt haben.

Los geht`s

Nach dem mehr oder weniger gelungenen Einfahren auf den Softsurfboards auf der circa 8,5 Meter breiten Welle steigen wir alle auf die kleinsten Sup-Boards die wir unter die Füße bekommen können. Viele mit Helm, wir sind gewarnt. Team Starboard, die schon ein paar SUP-Sessions mehr hinter sich haben, hat schon einiges an Materialschrott produziert. Am Ende ist die Rede von allein 40 Finnen die ihr Leben lassen mußten...

Die Welle wird deshalb auch etwas flacher eingestellt, was hilft die relativ langen Nasen der Boards oben zu behalten. Nicht aufs Brett gucken immer nur dahin wo du hinwillst, möglichst wenig geradeaus fahren sondern immer im oberen Teil der Welle in Bewegung bleiben sind die goldenen Regeln. Leichter gesagt als getan. Gerne hätten wir noch mehr Zeit zum Einfahren doch was soll es, die Show muß beginnen.

Fünf Damen und fünfzehn Herren kämpfen um den Einzug ins Finale. Die Zuschauerränge sind bis auf den letzten Platz gefüllt, die Musik dröhnt aus den Boxen und die Welle rauscht in den Ohren. Macht Spaß das Ganze! Das Finale der Herren ist eng, alle Vier machen die Zuschauer am Beckenrand ordentlich nass mit ihren Cutbacks. Doch als Airton seinen Shove-it  steht ist die Sache klar,  da hilft es Zane auch nicht weiter, seine Freundin auf dem letzten Run, auf die Schultern zu nehmen.

Der sympathische Wirbelwind von den Kap Verden gewinnt vor Showman Zane Schweitzer und Eisbach Legende Carsten Kurmis und Guido Meyer, ebenfalls kein unbekannter am Münchner Strand. Bei den Damen gewinnt Fiona klar vor der jungen Holländerin Bowien van der Linde die nach zwei guten Runs am Ende knapp vor Paulina Herpel liegt. Platz 4 holt sich Maren Lutz.

Party Time

© fotobyklotzi.de

"Endlich, jetzt habe ich den Bogen raus..." spricht ein sichtlich erleichterter Moritz Mauch und setzt zum Beweis direkt danach einen Cutback nach dem anderen rechts und links in die Welle. Nach dem Event und nach Messeschluss dürfen wir noch mal zwei Stunden aussurfen. Und bei den meisten macht es endlich klick. "Jetzt geht es viel besser und macht richtig Spaß", freut sich zum Beispiel auch Paulina. Nach einigem hin und her auf der Welle. Nächstes Jahr soll die Welle wieder kommen und dann sogar noch um zwei Meter Breite wachsen, geht das Gerücht um. Klingt gut, und wer vorher mal trainieren will, hat auch beste Chancen dafür. Ab März wird es solch eine Welle auch fest rund ums Jahr geben. Wo? Naja in München...

Infos : www.citywave.de


Ergebnisse:

Damen
1. Fiona Wylde
2. Bowien van der Linden
3. Paulina Herpel
4. Maren Lutz
5. Ariane Wittmann
5. Milanka Linde

Herren
1. Airton Cozzolino
2. Zane Schweitzer
3. Carsten Kurmis
4. Guido Meier
5. Moritz Mauch
5. Kai-Nicolas Steimer
7. Bernd Felsing
7. Denny Kambs
9. Valentin Illichmann
9. Ole Schwarz
9. Kimo Kersting
9. Dirk Worrmann
13. Dirk Herpel
13. Daniel Weiß
15. Robert Glöckner

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