ISA-WM in China: Spannende Wettkämpfe in der Welle – mit Taktik eine Runde weiter?

25.11.2018 Steimer, Kai-Nicolas - Tag 2 der ISA SUP World Championships lieferte erneut spannende Wave-Action, mit jedoch weit kleineren Wellen als am ersten Tag. Für die Herren wurde es richtig spannend und eine Dame kann weiter hoffen.

Bei den Männern stand heute die zweite Runde an, für die sich Kai-Nicolas Steimer und Carsten Kurmis solide qualifiziert hatten. Zuerst startete für das deutsche Team Kai, der in seinem Heat sofort da weiter machte, wo er am Vortag aufgehört hatte. Er steigerte sogar seine Leistung vom Vortag. Trotz der Leistungssteigerung reichte es in seinem Heat nur für den vierten Platz, mit 0.01 Punkten verpasste er den dritten Platz. Durch dieses Ergebnis bestand eine große Wahrscheinlichkeit, dass Carsten und Kai in der Repechage im selben Heat antreten würden, wenn Carsten seinen Runde 2 Heat als 3ter beenden würde.

Listige Taktik

Somit war klar, dass Carsten der im nächsten Heat startete nicht 3. werden durfte. Carsten und Kai schmiedeten den Plan das Carsten  4.werden würde. Aber obwohl Carsten nur slow und kurz seine Welle nahm, bekam er mehr Punkt als der Kanadier den es zu unterbieten galt. Die war Teamtaktik leider nicht aufgegangen, somit stand fest, dass die beiden zusammen in einem Heat antreten werden und Platz 1. und 2. belegen müssen um weiter zu kommen. Bevor es aber zu diesem Heat kam war unser kleiner Wirbelwind Bettina zum ersten Mal auf dem Wasser.

Bettina bekam es sofort mit keiner geringeren als Shakira Westdorp, der zweifachen Weltmeisterin, zu tun. Sie bekam ein paar gute Wellen und konnte erhobenem Hauptes das Wasser verlassen.
Auch für sie hieß es, mit Platz 3 in ihrem Heat, somit den Weg über die Repechage zu gehen.

© ISA/Sean Evans

Nach Bettinas Heat ging es für Carsten und Kai gemeinsam in der Runde 2 der Repechage weiter. Sie trafen auf den Chilenen, den Kai schon am Vortag besiegt hatte und einen Kanadier, den beide nur aus den Freesurf Sessions kannten.
Der Plan war klar, beide müssten Platz eins und zwei belegen um in die nächste Runde zu kommen.
Da der Wettkampftag schon sehr lange dauerte, wurden auch die Durchsagen des Beachannouncers weniger, wodurch beide recht spät zu ihrem Heat raus paddelten. Im Line up angekommen startete auch direkt der Heat, was die Taktik der Beiden das Line up zu dominieren etwas durch einander brachte. Etwas aus dem Rhythmus konnte Carsten die erste gute Welle des Heats nicht richtig nutzen, was für ihn einen Ungünstigen Start in den Heat bedeutete. Kai konnte aus dem Gleichen Set eine Welle surfen und legte damit einen besseren Start hin. Durch diesen Versatz konnten Carsten und Kai ihre Taktik, dass immer einer die anderen Beiden im Line up kontrolliert und der andere auf einer Welle Punkten kann, nicht ausspielen.
Zu alldem fand der Chilene sich mit den kleineren Bedingungen besser zu fühlen als am Vortag und konnte gute Wellen einfahren. Kai lieferte sich einen stetigen Führungswechsel mit dem Chilenen, während Carsten, etwa aus dem Rhythmus, mit den Sets versuchte, den zweiten Platz zu sichern.

Leider reichte es am Ende bei Carsten nicht für den zweiten Platz und auch Kai musste sich diesmal dem Chilenen geschlagen geben. Jedoch schaffte Kai mit einem zweiten Platz den Einzug in die Dritte Runde der Repechage.

Nun hieß es wieder für Bettina alles zu geben und sich in ihrem Repechage Heat zu beweisen. Auch diesmal fand sie sehr schöne und vor allem lange Wellen. Fast die komplette Heatdauer führte sie und musste sich in der letzten Minute der Russin geschlagen geben. Mit einem zweiten Platz, sicherte auch sie sich den Einzug in die nächste Runde der Repechage.

Die letzten drei Heats der Repechage Runde 3 der Männer sollten die letzten Wettkämpfe des Tages sein.
Als einziger verbliebener Deutscher im Wave Contest, musste Kai direkt im ersten Heat aufs Wasser. Hier darf er wieder auf den Italiener Claudio Nika, gegen den er in Runde zwei nur knapp mit 0.01 Punkten verloren hatte. Auch dieses Mal hieß es für das Weiterkommen, unter die ersten beiden zu kommen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten und schlechter Wellenauswahl, konnte er noch zwei sehr gute Wellen surfen. Leider waren diese jedoch nicht so gut wie die des Italieners und zu allem Übel kam die beste Welle genau zwei Sekunden nach dem Endsignal des Heats. Somit war auch für Kai im Wave Contest hier Endstation.

Nach sehr spanenden Heats und super starker Leistung der Männer, beendeter Carsten den Contest mit einem 25. Platz und Kai den Contest mit einem 19. Platz.

Lediglich Bettina ist noch im Wave Contest und hat morgen die Möglichkeit sich weiter nach vorne zu kämpfen.

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