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"Das fünfte Element": CrosLake Bomber 12'6'' und 14' im Test

  • Stephan Gölnitz
29.07.2020

Der CrosLake Bomber ist in vier oder fünf Teilen zu bestellen. Wir haben beide Varianten getestet.

Das fünfte Element ist da! CrosLake verlängert den "Bomber" mit einem zusätzlichen Teil von 12' 6'' auf 14 Fuß.

Erster Eindruck: Die Teile passen gut zusammen, die Montage gelingt – mit ein paar kleinen Tricks in der Reihenfolge – ohne große Mühen. Und vor allem ohne zu pumpen!

Die Einzelteile werden dafür mit jeweils vier bis sieben Bolzen je Schnittstelle zusammen gesteckt und mit den großen, integrierten Kunststoff-"Muttern" von Hand zusammen geschraubt. Das ganze geht deutlich schneller als ein Board von Hand zu pumpen, bei obendrein spürbar weniger Mühen. Ein wasserdichtes Staufach mit großem, rundem Deckel vorne nimmt das kleine Tagesgepäck auf, die Finne wird einfach von oben eingesteckt – fertig!

Gesandstrahlt und geflämmt erhält die Serienversion jetzt eine edle, leicht glänzende, strukturierte Oberfläche an Deck.

Stapellauf. Etwa 19 Kilo werden für den 12'6''er angegeben, rund 23 Kilo für den 14''er. Am besten packt man es an Land daher zu zweit an den soliden Tragegriffen vorne und hinten. Einmal im Wasser, ist das vergleichsweise hohe Gewicht dann kaum noch spürbar. Eine Erkenntnis, die allgemein auch für andere harte Touringboards gilt. Die Einzelteile wirken dafür – jedes für sich – sehr leicht und vor allem sehr handlich, was die Handhabung beim Transport und Wegstauen zu Hause dann spürbar erleichtert.

In 14 Fuß bietet der Bomber jetzt mehr Traglast und einen Geradeauslauf wie ein ICE.

Auf dem Wasser steht man im Cockpit des 12'6''er auch mit 80 Kilo nur ganz knapp über Wasserhöhe – was zu der extrem guten Kippstabilität führt. Das Board liegt erheblich stabiler im Wasser als jedes aufblasbare Board in dieser Breite. Mit zwei, drei schnellen Schlägen beschleunige ich den "Bomber" – schnurgerade hält er dabei die Spur. Hier kann man bedenkenlos zehnmal und mehr auf einer Seite paddeln, ohne wegen "Schlangenlinien fahren" zur Alkoholkontrolle rausgezogen zu werden.
Auf dem 14er stehe ich zwar ebenfalls recht knapp, aber ausreichend hoch über Wasserniveau. Zwischen den Fugen gibt das robuste Plastik leicht federnd etwas nach, ich suche mir bevorzugt eine Standposition zum Teil auf den Übergangsstellen. Auch bei mehr Paddeldruck bleiben die Füße auf dem 14er trocken. Doch für Leistungsbolzer ist der Bomber nicht konzipiert. Das Board hat seine Stärken als robuster Tourer, für Paddler, die unkompliziert und entspannt unterwegs sein wollen. Im Gegensatz zu einem aufblasbaren Board hält das Croslake extrem sicher den Kurs, der Bug schneidet durchs Wasser, wird bei sehr kraftvollem Zug dabei vorne leicht überspült. Im Rennsprint quillt auf dem 12'6''er Wasser durch die Fugen in den Standbereich.
Bei 4 bis 5 km/h Touringspeed fühlt sich daher der 12'6''er , aber auch der 14er am wohlsten, eine ordentlicher Geschwindigkeit, mit dem man voran kommt, ohne sich allzu sehr anzustrengen. Einen signifikanten Leistungsvorteil erbringt der 14er dabei nicht, dieser punktet vor allem mit dem zusätzliche Volumen unter den Füßen, der 12'6''er wirkt bei 80 Kilo schon recht nah am Wasser gebaut, trockene Füße sind bei schneller Gangart nicht immer garantiert.

Hier "vierteilig" unterwegs – das heißt in Länge in 12'6''.

Im Turn darf man auf beiden Versionen keine Wunder erwarten, ebenso wie gut die Boards auf langer Tour perfekt die Spur halten, drehen sie etwas unwillig – der Wendekreis ist mit der tief im Wasser liegenden Bugspitze doch spürbar größer als auf einem vergleichbaren iSUP, der Kürzere Bomber kann dabei einen kleinen Vorteil für sich verbuchen. Mit zwei, drei zusätzlichen Schlägen ist man aber auch auf dem 14'er beim Crosbow Turn dann komplett rum.
Auf der Geraden wirkte der 12'6''er erstaunlicherweise sogar wieder einen kleinen Tick spritziger und flotter, der 14'er bietet dafür die bessere Tragreserve.

Der Bomber mag die gerade Strecke lieber als die Haarnadelkurve.

Unser Fazit: Beide Boards sind sehr kippstabil und spurtreu, in Einzelteilen leicht transportabel und wirken vor allem auch sehr robust. Beide Boards empfehlen sich für entspannte Touren, besonders wegen der hohen Kippstabilität. Wir würden spätestens ab 80 Kilo Körpergewicht die längere 14-Fuß-Version empfehlen. Das Gewicht der zusammengebauten Boards sollte man nicht unterschätzen, die Einzelteile sind dafür umso handlicher und ein Rad am Heck wird bald das Nachziehen an Land ermöglichen. Die Teile lassen sich unterwegs oder zu Hause gut verstauen.

Mehr Infos: www.croslake.com

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