boot 2018: SUP als Wintersport der feinsten Sorte

22.01.2018 Herpel, Dirk - Draussen nasskalt, drinnen heiße Action: Am ersten Wochenende der Boot in Düsseldorf beindruckten einige der besten SUP Athleten der Welt die Messebesucher.

Die beiden Amerikaner Fiona Wylde  und Zane Schweitzer gewinnen die Sup Wave Masters, die Hamburgerin Paulina Herpel und der Däne Casper Steinfath das Short Track Masters Race.

© Dirk Herpel
Fiona Wylde
Fiona Wylde

Sup Wave Masters

© Natalie Grote-Beverborg
Spaß und Contest – geht doch beides. Zane und Fiona
Spaß und Contest – geht doch beides. Zane und Fiona

Pumpen marsch: 18-tausend Liter pro Sekunde erschaffen einen neun Meter breiten und 1,5 Meter hohen Spielplatz in Halle 8. Ohne Frage "The Wave" ist der Publikumsmagnet auf der Beachworld. Will man Live bei den Finals der Damen und Herren dabei sein, muss man sich rechtzeitig einen Platz auf der Tribüne sichern. Der Platz im Innenraum der Welle ist begrenzt. Doch natürlich wird die Action auch Live auf alle Bildschirme in der Halle übertragen. Dass die künstliche Welle auch ihre Tücken hat, von der deutlich anderen Fahrtechnik im Vergleich zu Meereswellen mal abgesehen wird jedem schnell klar.

© Natalie Grote-Beverborg
Airton Cozzolino zeigte letztes Jahr die beeindruckendsten Moves im Wave-Pool. Dies JAhr stoppte ihn eine Trainingsverletzung leider vor dem Event.
Airton Cozzolino zeigte letztes Jahr die beeindruckendsten Moves im Wave-Pool. Dies JAhr stoppte ihn eine Trainingsverletzung leider vor dem Event.

Schon im Training verletzt sich  Vorjahressieger Airton Cozzolino. Seine Finne erwischt ihn so unglücklich am Fuß, dass er nicht weiter machen kann. Ein paar Stiche später humpelt er zwar schon wieder über die Messe, aber Surfen ist erst mal auf Eis gelegt.

Ganz ohne blaue Flecken und Kratzer verlässt am Ende kaum einer der Teilnehmer die Arena. Doch die nehmen alle gerne in Kauf. Schließlich macht die Indoor Welle wie das natürliche Vorbild jede Menge Spaß. Wenn man dann noch von hunderten von Zuschauern angefeuert wird, umso besser. Bei den Damen ist schnell klar, dass Vorjahressiegerin Fiona Wylde, auch in diesem Jahr das Maß der Dinge ist.

© Natalie Grote-Beverborg
Carsten Kurmis
Carsten Kurmis

Mit Power und Flow bearbeitet sie die Welle wie ein Uhrwerk und holte sich somit auch den Sieg. Auf Platz zwei dann Andrea Moravcova. Die Münchnerin ist stolze Besitzerin einer Jahreskarte der stationären "The Wave” in München. So ist es für Insider keine Überraschung, dass sie ihre Erfahrung voll ausspielen kann. Auf Platz drei dann Paulina Herpel. Deutschlands Beste in der echten Welle merkt man an, dass sie von Lauf zu Lauf sicherer wird. Noch etwas mehr Training auf dem Fluss und dann wird die Entscheidung im kommenden Jahr sicher knapper ausfallen.

© Dirk Herpel
Valentin Illichmann.
Valentin Illichmann.

" Ich würde hier vorne lieber nicht sitzen bleiben, außer sie haben Lust auf eine ordentliche Dusche.”

© Dirk Herpel
Nicht nur schnell, sondern auch in der Welle topfit: Paulina Herpel
Nicht nur schnell, sondern auch in der Welle topfit: Paulina Herpel

Harte Cutbacks, eingesprungene Drops und jede Menge Flow, daß ist ab dem Halbfinal Läufen der Standard bei den Herren. Am meisten Flow und Power zeigen Bernd Roediger und Zane Schweitzer. Die beiden Maui Locals mischen dazu noch den einen oder anderen spontanen Trick in ihre Performance. Pünktlich im Finale gelingt Zane dann unter lauten Jubel der erste gesprungene Board 360iger. Damit ist ihm der Sieg sicher. Bernd versucht sich zwar noch an dem einen oder anderen Wave 360ger doch ohne Glück. Trotz allem landet er sicher auf Rang zwei. Identisch wie im Vorjahr, das Ergebniss auf Platz drei und vier mit Carsten Kurmis und Guido Meier. Allerdings, die Youngster kratzen am Thron der beiden Fluss-Surfer-Routiniers. Vor allem die Performance des jungen Münchners Valentins Illichmanns war eindrucksvoll.

Short Track Masters

© Dirk Herpel
Am Ende war's noch mal knapp zwischen Paulina und Fiona
Am Ende war's noch mal knapp zwischen Paulina und Fiona

Ein größeres Becken und mit Fiona Wylde und Casper Steinfath zwei Race Weltmeister am Start – das verspricht schon im Vorfeld spannende Rennen. Und die Hoffnung wird nicht enttäuscht. Dank des längeren Kurses ist es nun auch noch nach der ersten Tonne möglich, Plätze gut zu machen. Sechs Damen und siebzehn Herren gehen an den Start. Bei den Damen darf man sich schon bei den Vorläufen keine Schnitzer erlauben, da keine Hoffnungsläufe ausgefahren werden.

Mit der starken Holländerin Petronella van Malsen hat Paulina Herpel die schwierigste Aufgabe im Vorlauf. Doch mit einem top Start und beindruckendem Speed lässt die Hamburgerin nichts anbrennen und zieht sicher ins Finale der besten Drei ein. Dort trifft sie dann, wie nicht anders zu erwarten, auf Fiona Wylde und die junge Tschechin Iva Dundova. Jeder rechnete mit einem Sieg der Weltmeisterin, umso lauter dann der Jubel der Zuschauer als Paulina an der ersten Tonne vor der Amerikanerin in Führung liegt. Und die lässt sie sich dann auch bis zum Ende trotz heftiger Gegenwehr nicht mehr abnehmen. Glückwunsch an die junge Dame. Mit so einer Leistung paddelt sie sich immer näher an die Weltspitze heran.

© Dirk Herpel
Paulina Herpel liegt im Sprint früh vorne
Paulina Herpel liegt im Sprint früh vorne

Nicht weniger aufregend das Finale der Herren: Ole Schwarz paddelt mit Top Speed auf die erste Tonne zu und schafft noch vor Casper den ersten Turn. Doch an der letzten Tonne geht der Däne, nicht umsonst der beste Sprinter der Welt, innen an Ole vorbei und gewinnt knapp. Dahinter dann Zane und Bernd. Mit etwas Glück wäre mit Kai Nicolas Steiner noch ein zweiter Deutscher ins Finale gekommen. Im Halbfinale lag er eine Boardlänge vor Zane doch er nimmt die erste Tonne mit zu viel Risiko, sie rutscht ihm unters Board, er verpasst sie und ist raus aus dem Rennen.

© Dirk Herpel
Ole Schwarz führt an der ersten Boje vor Weltstar Casper Steinfath
Ole Schwarz führt an der ersten Boje vor Weltstar Casper Steinfath

Klingt alles spannend, war es auch. Also im nächsten Jahr einfach mal auf der Messe vorbeischauen und sich die Wettkämpf live anschauen. Nur so als Tipp.

1. Fiona Wylde
2. Andrea Moravcova
3. Paulina Herpel
4. Iva Dundova

Ergebnisse Wave Herren

1. Zane Schweitzer
2. Bernd Roediger
3. Carsten Kurmis
4. Guido Meier
5. Kai-Nikolas Steimer
5. Valentin Illichmann
7. Alexis Deniel
7. Maurus Strobel
9. Arnd Dünzinger
9. Casper Steinfath
9. Ole Schwarz
9. Robert Glöckner
13. Steven Bredow
13. Kimo Kersting
15. Denny Kambs
15. Andreas Reese

© Dirk Herpel


Ergebnisse Race Damen

1. Paulina Herpel
2. Fiona Wylde
3. Iva Dundova
4. Petronella van Malsen
5. Anja Schilling
6. Andrea Moravcova

© Dirk Herpel


Ergebnisse Race Herren

1. Casper Steinfath
2. Ole Schwarz
3. Zane Schweitzer
4. Bernd Roediger
5. Normen Weber
6. Steven Bredow
7. Kai-Nikolas Steimer
7. Kimo Kersting
7. Denny Kambs
10. Carsten Kurmis
10. Colori Schilling
10. Valentin Illichman
13. Andreas Reese
13. Arnd Dünzinger
13. Robert Glöckner
13. Alexis Deniel
13. Marc Kronsbein

© Dirk Herpel

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