boot 2018: SUP als Wintersport der feinsten Sorte

 • Publiziert vor 3 Jahren

Draussen nasskalt, drinnen heiße Action: Am ersten Wochenende der Boot in Düsseldorf beindruckten einige der besten SUP Athleten der Welt die Messebesucher.

Die beiden Amerikaner Fiona Wylde  und Zane Schweitzer gewinnen die Sup Wave Masters, die Hamburgerin Paulina Herpel und der Däne Casper Steinfath das Short Track Masters Race.

Fiona Wylde

Spaß und Contest – geht doch beides. Zane und Fiona

Pumpen marsch: 18-tausend Liter pro Sekunde erschaffen einen neun Meter breiten und 1,5 Meter hohen Spielplatz in Halle 8. Ohne Frage "The Wave" ist der Publikumsmagnet auf der Beachworld. Will man Live bei den Finals der Damen und Herren dabei sein, muss man sich rechtzeitig einen Platz auf der Tribüne sichern. Der Platz im Innenraum der Welle ist begrenzt. Doch natürlich wird die Action auch Live auf alle Bildschirme in der Halle übertragen. Dass die künstliche Welle auch ihre Tücken hat, von der deutlich anderen Fahrtechnik im Vergleich zu Meereswellen mal abgesehen wird jedem schnell klar.

Airton Cozzolino zeigte letztes Jahr die beeindruckendsten Moves im Wave-Pool. Dies JAhr stoppte ihn eine Trainingsverletzung leider vor dem Event.

Schon im Training verletzt sich  Vorjahressieger Airton Cozzolino. Seine Finne erwischt ihn so unglücklich am Fuß, dass er nicht weiter machen kann. Ein paar Stiche später humpelt er zwar schon wieder über die Messe, aber Surfen ist erst mal auf Eis gelegt.

Ganz ohne blaue Flecken und Kratzer verlässt am Ende kaum einer der Teilnehmer die Arena. Doch die nehmen alle gerne in Kauf. Schließlich macht die Indoor Welle wie das natürliche Vorbild jede Menge Spaß. Wenn man dann noch von hunderten von Zuschauern angefeuert wird, umso besser. Bei den Damen ist schnell klar, dass Vorjahressiegerin Fiona Wylde, auch in diesem Jahr das Maß der Dinge ist.

Carsten Kurmis

Mit Power und Flow bearbeitet sie die Welle wie ein Uhrwerk und holte sich somit auch den Sieg. Auf Platz zwei dann Andrea Moravcova. Die Münchnerin ist stolze Besitzerin einer Jahreskarte der stationären "The Wave” in München. So ist es für Insider keine Überraschung, dass sie ihre Erfahrung voll ausspielen kann. Auf Platz drei dann Paulina Herpel. Deutschlands Beste in der echten Welle merkt man an, dass sie von Lauf zu Lauf sicherer wird. Noch etwas mehr Training auf dem Fluss und dann wird die Entscheidung im kommenden Jahr sicher knapper ausfallen.

Valentin Illichmann.

Nicht nur schnell, sondern auch in der Welle topfit: Paulina Herpel

Harte Cutbacks, eingesprungene Drops und jede Menge Flow, daß ist ab dem Halbfinal Läufen der Standard bei den Herren. Am meisten Flow und Power zeigen Bernd Roediger und Zane Schweitzer. Die beiden Maui Locals mischen dazu noch den einen oder anderen spontanen Trick in ihre Performance. Pünktlich im Finale gelingt Zane dann unter lauten Jubel der erste gesprungene Board 360iger. Damit ist ihm der Sieg sicher. Bernd versucht sich zwar noch an dem einen oder anderen Wave 360ger doch ohne Glück. Trotz allem landet er sicher auf Rang zwei. Identisch wie im Vorjahr, das Ergebniss auf Platz drei und vier mit Carsten Kurmis und Guido Meier. Allerdings, die Youngster kratzen am Thron der beiden Fluss-Surfer-Routiniers. Vor allem die Performance des jungen Münchners Valentins Illichmanns war eindrucksvoll.

Am Ende war's noch mal knapp zwischen Paulina und Fiona

Ein größeres Becken und mit Fiona Wylde und Casper Steinfath zwei Race Weltmeister am Start – das verspricht schon im Vorfeld spannende Rennen. Und die Hoffnung wird nicht enttäuscht. Dank des längeren Kurses ist es nun auch noch nach der ersten Tonne möglich, Plätze gut zu machen. Sechs Damen und siebzehn Herren gehen an den Start. Bei den Damen darf man sich schon bei den Vorläufen keine Schnitzer erlauben, da keine Hoffnungsläufe ausgefahren werden.

Mit der starken Holländerin Petronella van Malsen hat Paulina Herpel die schwierigste Aufgabe im Vorlauf. Doch mit einem top Start und beindruckendem Speed lässt die Hamburgerin nichts anbrennen und zieht sicher ins Finale der besten Drei ein. Dort trifft sie dann, wie nicht anders zu erwarten, auf Fiona Wylde und die junge Tschechin Iva Dundova. Jeder rechnete mit einem Sieg der Weltmeisterin, umso lauter dann der Jubel der Zuschauer als Paulina an der ersten Tonne vor der Amerikanerin in Führung liegt. Und die lässt sie sich dann auch bis zum Ende trotz heftiger Gegenwehr nicht mehr abnehmen. Glückwunsch an die junge Dame. Mit so einer Leistung paddelt sie sich immer näher an die Weltspitze heran.

Paulina Herpel liegt im Sprint früh vorne

Nicht weniger aufregend das Finale der Herren: Ole Schwarz paddelt mit Top Speed auf die erste Tonne zu und schafft noch vor Casper den ersten Turn. Doch an der letzten Tonne geht der Däne, nicht umsonst der beste Sprinter der Welt, innen an Ole vorbei und gewinnt knapp. Dahinter dann Zane und Bernd. Mit etwas Glück wäre mit Kai Nicolas Steiner noch ein zweiter Deutscher ins Finale gekommen. Im Halbfinale lag er eine Boardlänge vor Zane doch er nimmt die erste Tonne mit zu viel Risiko, sie rutscht ihm unters Board, er verpasst sie und ist raus aus dem Rennen.

Ole Schwarz führt an der ersten Boje vor Weltstar Casper Steinfath

Klingt alles spannend, war es auch. Also im nächsten Jahr einfach mal auf der Messe vorbeischauen und sich die Wettkämpf live anschauen. Nur so als Tipp.

boot 2018 Race und Wave

26 Bilder

Action und Ambiente aus der Beach World

Ergebnisse Wave Damen

1. Fiona Wylde 2. Andrea Moravcova 3. Paulina Herpel 4. Iva Dundova

Ergebnisse Wave Herren

1. Zane Schweitzer 2. Bernd Roediger 3. Carsten Kurmis 4. Guido Meier 5. Kai-Nikolas Steimer 5. Valentin Illichmann 7. Alexis Deniel 7. Maurus Strobel 9. Arnd Dünzinger 9. Casper Steinfath 9. Ole Schwarz 9. Robert Glöckner 13. Steven Bredow 13. Kimo Kersting 15. Denny Kambs 15. Andreas Reese

Ergebnisse Race Damen

1. Paulina Herpel 2. Fiona Wylde 3. Iva Dundova 4. Petronella van Malsen 5. Anja Schilling 6. Andrea Moravcova

Ergebnisse Race Herren

1. Casper Steinfath 2. Ole Schwarz 3. Zane Schweitzer 4. Bernd Roediger 5. Normen Weber 6. Steven Bredow 7. Kai-Nikolas Steimer 7. Kimo Kersting 7. Denny Kambs 10. Carsten Kurmis 10. Colori Schilling 10. Valentin Illichman 13. Andreas Reese 13. Arnd Dünzinger 13. Robert Glöckner 13. Alexis Deniel 13. Marc Kronsbein

Themen: boot 2018Casper Steinfath bootPaulina HerpelSUP IndoorSUP Masters


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