Ausprobiert: Was taugt der SkiErg als SUP-Trainer Ausprobiert: Was taugt der SkiErg als SUP-Trainer Ausprobiert: Was taugt der SkiErg als SUP-Trainer

Ausprobiert: Was taugt der SkiErg als SUP-Trainer

  • Stephan Gölnitz
 • Publiziert vor 4 Jahren

Zieh' Leine! Und das nicht zu wenig. Das Trainingsgerät für Skilanglauf hat durchaus Potenzial für SUP.

Das "Aha" kam schon vor ein paar Jahren nach einer längeren Skating-Tour. Genau dieselben Muskeln waren platt wie nach einem SUP-Rennen. Skilanglauf ist bestes Ausdauertraining und von der gesamten Rumpfmuskulatur bis zu den wichtigen Streckern im Oberarm werden großräumig die gleichen Muskeln angesprochen, die auch beim Paddeln für Stabilität und Vortrieb sorgen. "Guter Schnee ist teuer" lautet leider immer häufiger das Wintermotto. Der SkiErg soll da als Trainingsgerät für trockene Räume helfen. Wir haben das Teil jetzt drei Wochen ausprobieren können. Auch hier gibt es das interessante Mietkonzept wie beim Ruderergometer "Concept2", das sich für kleinere Trainingsgruppen rechnen könnte.

Erster Eindruck: Das Teil ist in 15 Minuten startklar aufgebaut, wirkt in einem normalen Wohnzimmer schon recht platzfordernd. Der Zugturm wirkt extrem stabil, ist bombenfest mit der Standplatform verbunden. Die Zugseile laufen leicht und sehr geräuscharm, der Widerstand wird von einem großen Lüfterrad erzeugt, das sich stufenlos verstellen lässt. Erster Eindruck: Profi-Qualität.

Zweiter Eindruck: Der Grabbelfaktor ist enorm. Egal ob Erwachsene oder Kinder, niemand kann dem widerstehen, sich sofort einen der Griffe zu schnappen und daran zu ziehen und zu zerren - vielleicht noch ein Urinstinkt aus der Zeit als wir an Bäumen baumelten...

Dritter Eindruck: Training. Entgegen unseren Vorurteilen wirkt die Bewegung deutlich vielfältiger als angenommen. Nach einer Weile arbeitet der gesamte Körper mit und das Feeling ist überrschend real. Der Zug baut sich je nach Zuggeschwindigkeit gut auf, beim "Release" liegen die Griffe nahezu kraftlos in der Hand. Immer im Blick dabei: Das große Display, das alle wichtigen Infos liefert und für die genaue Trainingskontrolle sorgt. Du kannst neben Strecke, Geschwindigkeit und Zeit auch Schlagzahl, Leistung und (mit optionalem Brustgurt) auch die Herzfrequenz jederzeit überwachen. Der Zug kommt bei guter Technik aus den Beinen, dem Rumpf und aus Armzug und -Streckung.

Ein gutes Technikvideo findes du hier...

Egal ob im Doppelstockeinsatz oder wechselnd, der gesamte Oberkörper arbeitet mit, die Bewegung ist von der Bewegungsrichtung eine gute Ergänzung zu Zuggeräten, bei denen wie beim Rudern nach hinten gezogen wird. Je nach Einstellung und Zuggeschwindigkeit lässt sich wahlweise Ausdauer oder auch Power trainineren. Leider lässt sich für längere Trainings aufgrund der Konstruktion ein Fernseher nicht sonderlich gut in Sichtweite aufstellen ;-) Da helfen nur MP3 oder Radio.  Und wem das alles immer noch nicht spannend genug erscheint, kann das Gerät mit einem wackeligen Untersatz, wie ein Sensoboard beispielsweise, noch näher ans Paddeln bringen. In leichter Einstellung des Wackelbrettes ist das dann aber schon eine echte Herausforderung für Fortgeschrittene.

Fazit: Ein professionelles Trainingsgerät mit sicherlich hohem Nutzen. Nicht gerade platzsparend (es lässt sich allerdings auch ohne Standplatte direkt an der Wand befestigen, nimmt dann weniger Raum ein, ist aber nicht mehr mobil) aber sehr solide wirkend, mit dem aus dem Rudergerät jahrzehntelang bewährten Luftrad als Widerstandseinheit.

Alle Infos: www.concept2.de

Und so haben wir das Gerät fürs SUP nochmals getunt:

Concep2 SkiErg plus Sensoboard

5 Bilder

SkiErg als SUP-Trainer

Schlagwörter: Concept 2 SkiErg Ski Erg SUP SkiErg Test SUP Training


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