SUP Fahrtechnik Wildwasser für Einsteiger

15.08.2011 Peter Bartl - Es ist wie mit Schokolade: Einmal angefangen, kann man nicht mehr aufhören.

© Phil Platzer
Beim Wellensurfen ist der sogenannte Surfing Stance meist die richtige Wahl.
Beim Wellensurfen ist der sogenannte Surfing Stance meist die richtige Wahl.

Paddeln in fließenden Gewässern setzt aber eine ganz neue Fahrtechnik und geeignete Bretter vo- raus. Zum anderen gehört auch das richtige Lesen des Flusses (Strömungslehre), der richtige Stand, die Paddeltechnik und die adäquate Ausrüstung zum Fluss- und Wildwasserfahren dazu.

Hier hilfreiche Tipps für SUP im Fluss: Die vier Standpositionen:

1) Parallelstand (Cruising Stance): Auf langsam fließenden, oft auch breiten Flüssen kann man auf dem SUP-Board den gleichen Stand einnehmen, wie auch im stehenden Gewässer. Die Füße werden ähnlich wie auf Ski parallel zueinander positioniert. Durch einen etwa hüftbreiten Stand steht man stabil, die Knie sind ganz leicht gebeugt. In bewegtem Fließwasser, Weißwasser mit Wellenbildung, bei Verschneidungslinien, bei Kehrwasser-Ein- und -Ausfahrten, sowie beim Wellensurfen ist der sogenannte

2) Surfing Stance meist die richtige Wahl. Beim Surf Stance steht man ähnlich wie auf einem Wellenreitboard mit den Füßen quer auf dem Brett, der vordere Fuß ist dabei leicht nach vorne ausgerichtet bis max. 40 Grad, der hintere Fuß wird mittig auf dem Board meist um die null Grad positioniert (oder auch leicht negativ, vergl. Snowboard). Um die Boardkontrolle zu erhöhen, werden die Knie gebeugt. Als Grundregel gilt: Je unruhiger das Wasser, desto tiefer geht man in die Knie.

3) Indian Stance: Um bei größeren Wellen und Walzen im Fluss die Kontrolle zu behalten, geht man mit dem hinteren Knie auf das Board runter. Diese Position kann man jederzeit einnehmen, wenn das Wasser zu unruhig wird. Man geht einfach so tief mit dem hinteren Knie hinunter, bis dieses am Board aufliegt. Geübte Piloten können sich aus dieser Position auch jederzeit wieder aufrichten. Durch das Paddeln im knien

4) (Safty Stance) erreicht man einen tieferen Schwerpunkt und wird weniger leicht vom Board abgeworfen. Wenn man sich für die Knieposition entscheidet, sollte man das unbedingt vor einer schwierigen Stelle tun, um vorbereitet zu sein. Beim Safty Stance sind die Knie parallel zueinander ausgerichtet (wie bei der normalen Standposition), der Rumpf ist leicht nach vorne gebeugt. Das Paddel wird kürzer gehalten oder, wenn ein Variopaddel vorhanden ist, etwas verkürzt.

Die SUP Fahrtechnik Wildwasser für Einsteiger gibt's unten als PDF-Download:

- Kehrwasser Einfahrt 

- Kehrwasser Ausfahrt 

- Fluss Paddeltechnik

- Fluss Traverse 

- Sicherheit in fliessenden Gewässern 

- Materialtipp

Safety Stance

 

Cruising Stance

 

Indian Stance

 

Surfing Stance

 

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