Fitness: Yoga und Dehnungsübungen

15.08.2011 SURF-Magazin - Die Vielfalt beim Stand-up-Paddeln ist erstaunlich: SUP in der Welle, im Flachwasser, auf dem Fluss, als Trainingsgerät, Tourengefährt oder als Familienspielzeug. Der Name alleine scheint aus der Marketingabteilung eines großen Konzerns zu stammen: SUP, der neue Trend.

Nayra Alonso ist Windsurfprofi. Kirsty Jones ist ausgebildete Yoga-Lehrerin und dreifache Kite- Weltmeisterin. SUP verbindet beide. Als Spezialisten erklären sie, warum Yoga oder Dehnungsübungen auf einem Stand-up-Board Sinn machen. 
Nayra Alonso ist Windsurfprofi. Kirsty Jones ist ausgebildete Yoga-Lehrerin und dreifache Kite- Weltmeisterin. SUP verbindet beide. Als Spezialisten erklären sie, warum Yoga oder Dehnungsübungen auf einem Stand-up-Board Sinn machen.  

Nun, SUP ist ein Trend, aber der Trend hat es doppelt in sich: Das stehende Paddeln erfüllt sogar therapeutische Zwecke (low-impact sport heißt das auf Englisch: Gelenkschonendes Trainieren und das Stärken der Sprung- und Kniegelenke durch Balancieren) und für Qigong- und Yoga-praktizierrende kann das SUP-Brett, Dank des großen Volumens und der freien, weichen Standfläche, eine Übungsinsel im Wasser und eine Erweiterung ihrer Praktiken darstellen. Denn, so Kirsty Jones, die Übungen müssen noch genauer ausgeführt werden als an Land, um einen Waschgang zu vermeiden. Vorweg: Meditation, Dehnungsübungen, Qigong oder Yoga auf dem SUP-Brett machen nur Sinn, wenn man a) sicher auf dem SUP-Brett steht und paddelt und b) kein Anfänger der asiatischen Körperheilbewegungen ist und die Dehnungsübungen an Land beherrscht.

Der Sinn? Die Steigerung seines Könnens und der Konzentration. Durch die relativ instabile Längsachse des Bretts muss der Muskelapparat noch zusätzlich arbeiten, um die gleiche Bewegung zu stabilisieren. Eine Therapie- oder Meditationsinsel ist zudem eine Bereicherung der jeweiligen Disziplin. Also: Erst leichte Übungen, dann allmählich steigern.

Im Internet kann man sich weitere Infos von Kirsty unter www.kirstyjones.com von SUP-Fitness- Päbstin Nikki Gregg (www.nikkigregg.com) oder Yoga-Tipps auf dem SUP und Termine unter der E-Mail: julia@markamri.at bzw. www.markamri.at einholen.

Hier ein paar Übungsbeispiele vorweg (bei Verletzungen/ physischen Anomalien vorher einen Therapeuten konsultieren).

Die Katze reckt sich – Die gesamte Arm-, Rücken- und Beinapparatur wird schonend gestreckt, gedehnt und gestärkt. Wichtig: Stützarm lotrecht zum Board. Gehobener Arm, gehobenes Bein und Rücken bilden eine gerade Linie. Blick nach vorne. Dann Seitenwechsel. Die Übung auf dem SUP-Board stärkt zusätzlich die Bauchmuskeln, die Hüftbalance und die Konzentrationsfähigkeit.

 

Knie zur Brust – Diese einfache Dehnungsübung entspannt den Lenden- und Hüftbereich, dehnt den Oberschenkel und die Kniebeugemuskulatur. Auf dem Wasser wird der Entspannungseffekt deutlich verstärkt. Zudem wird die Hüftkoordination durch das Ausgleichen der Längsachseninstabilität positiv beansprucht.

 

Twister – Aufrecht sitzend (ein Bein gestreckt, eins angewinkelt, Stützarm hinter dem Körper platziert) dreht der Oberkörper zurück, dann Blick nach hinten. Der zweite Arm drückt (Ellbogen am Knie) das angewinkelte Bein dezent gegen die Rotationsrichtung – eine hervorragende Übung für das Rückgrat mit Dehnungseffekt im Oberschenkel und in den Bauchmuskeln.

 

 

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