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Fitnesstraining SUP

  • Steve Chismar
  • Peter Bartl
 • Publiziert vor 10 Jahren

Ausgerechnet aus der fettleibigen Nation USA importieren wir einen Sport, der ein absoluter Fitness-Kracher für Körper und Seele sein soll: SUP als Training mit Fun-Faktor. Ist an dem Hype was dran? Ein Experte klärt auf.

Darrell Wong

Wellness neu interpretiert: Die SUP-Industrie versucht jetzt, den trägen Bürgern einer Informations- und Genussgeneration, geprägt von Zeitmangel, Karrierestress, Computer, Fernsehen und Fastfood, den Weg aus dem Teufelskreis zu weisen: Stand-up-Paddeln im Binnengewässer soll nicht nur Spaß machen, es soll ein Ganzkörper-Workout der Superlative darstellen. Wie in den USA darf jetzt der ganzheitliche Aspekt einer Surfsportart ins Flachland einkehren. Wellenreiten hat dort Kultstatus, und wenn man im Central Park oder in einem Wasserkanal im Downtown einer beliebigen Stadt auf einem “Surfbrett” stehen und seine schlaffen Banker-, Beamten- oder Büroangestellten-Körper stylen kann, dann verspricht es einer breiten Masse bewegungsbedürftiger Menschen mitten ins Herz zu treffen.

Ein Indiz dafür sind die Absatzzahlen von Naish: In den USA verkaufen sie jetzt schon mehr SUP-Bretter als Kite- und Windsurfbretter zusammen. Starboard rechnet 2011 mit 3000 verkauften SUP-Brettern. Das ist beachtlich. Der einfache Zugang und der vielseitige Einsatz, in diesem Fall als Trainingsgerät, versprechen in Deutschland ebenfalls Gefallen zu finden. Wie schon berichtet ( surf 8/2010 -> ), ziehen Trainer wie Fußball- Bundestrainer Jogi Löw SUP als Koordinationstraining in Erwägung. Grund: Es gibt keine Verletzungsgefahr (low impact sport) – quasi Nordic Walking auf dem Wasser. Svein Rasmussen von Starboard hat sogar die norwegische Ski-Nationalmannschaft mit SUP-Boards für das Sommertraining ausgerüstet. Und der schweizerische Naish-Importeur Karl Müller meldet, es habe Gespräche mit dem Trainer der heimischen Ski-Nationalmannschaft gegeben, die Alpinisten mit SUP-Boards für Trainings- und Koordinationszwecke auszurüsten. In den USA soll SUP sogar von Physiotherapeuten für therapeutische Zwecke (Rückenprobleme) verschrieben werden.

Die Message ist klar: SUP ist leicht zu lernen und macht fit. Es leuchtet auch jedem ein, dass Kajak- und Kanufahren als Paddelsport auch fit machen, aber im Vergleich zu SUP wesentlich einseitiger auf den Gesamtmuskelapparat wirkt. Aber was ist wirklich dran, an all den hypothetischen Aussagen? Wir lassen einen Stand-up-Spezialisten, Sportwissenschaftler und SUP-Ausbilder klare Worte sprechen.

Mehr Infos, warum SUP fit macht, finde ihr unten als PDF-Download.

Muskuläres und aerobes Training „Nach einer SUP-Trainingseinheit hat man den Körper so trainiert, wie es mit einem Kajak unmöglich ist. Deshalb müssen Kajaker andere Übungen machen, um ihren Rücken zu stärken. Zudem sitzt man beim SUP nicht in dieser gebückten Haltung, die vielen Kajakern zu schaffen macht.“ (Corran Addison, Inhaber und Shaper von Imagine Surf, Ex-Olympiateilnehmer im Sprintkajak)

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