Test Komplett-Sets 202217 Sets Board-Paddel-Pumpe ab 500 Euro im Vergleich

Stephan Gölnitz

 · 24.11.2022

Küstentour vor Sardinien. Hier haben unsere Tester bereits im Februar die ersten Testfahrten gemacht.
Foto: Stephan Gölnitz

Nicht was du für dein Board bezahlt hast, zählt – sondern was du damit machst! Hier kommen 17 attraktive Board-Pakete, mit Paddel, Pumpe, Packsack und oft auch mit Leash – die vom SUP-Einstieg bis zur Abenteuer-Tour keine Grenzen setzen.

Du könntest mit jedem dieser Boards eine Insel umrunden. Du kannst damit drei Wochen Spaß im Urlaub nur im Umkreis von 200 Metern um deinen Badeplatz haben. Oder aber auch sämtliche Flüsse Europas erkunden.


Diese 17 Komplett-Sets haben wir getestet:

(Per Klick geht’s zur Einzelbewertung)

Verlagssonderveröffentlichung
Apatcha Sea 11’6’’ x 32,0’’
Foto: Stephan Gölnitz

Alle Themen im Test der 17 Komplett-Sets 2022:


Boards für immer

Denn diese Boards zwischen etwa 10‘4‘‘ und 11‘6‘‘ sind die vielseitigsten „Allrounder“ im SUP-Markt.

Schmale Sporttourer von über 12 Fuß Länge, wie in SUP 1/2022 getestet, laufen – vielleicht und bei sehr ehrgeizigem Antrieb – etwas schneller und eine Spur stabiler geradeaus, werden aber Kindern beispielsweise deutlich zu lang und sperrig sein. Solche langen, schmalen Boliden drehen deutlich träger und könnten im Kabbelwasser vielleicht zu wackelig wirken. Noch kürzere Boards unter 10‘4‘‘ Länge laufen dagegen nicht mehr gut geradeaus und erfordern häufigen Seitenwechsel beim Paddeln, um auf Kurs zu bleiben. In dieser Gruppe sammeln sich dagegen die vermutlich vielseitigsten Kombinierer. Boards, die noch ziemlich wendig auf kleinsten Raum agieren und genau so gut auch mal fünf Kilometer am Stück absolvieren. Aber auch mit recht ähnlichen Eckdaten in dieser sehr großen Testgruppe finden sich zwar keine Ausreißer, aber doch zumindest ein paar Spezialisten.

Cruisen, Rumspielen oder einfach nur relaxen. 
Du findest hier für jeden Einsatz das perfekte Board und eigentlich können alle Boards zumindest alles sehr ordentlich.Foto: Andy Klotz
Cruisen, Rumspielen oder einfach nur relaxen. Du findest hier für jeden Einsatz das perfekte Board und eigentlich können alle Boards zumindest alles sehr ordentlich.

Ganz grob lassen sich die Boards in zwei Gruppen aufteilen:

Einmal die klassischen „Allrounder“, die mit etwas mehr Breite, auch im Bug, vor allem Kippstabilität und Sicherheit geben und besonders leicht zu drehen sind. Bei denen dafür längere, zügige Touren nicht so sehr im Fokus stehen. Dazu zählen Apatcha, RRD, Starboard und auch das super breite Tahe.

Die Breitenformel: Bei durchschnittlicher Balancebegabung wirken 31 Inch breite Boards für Erwachsene mit 65 bis 80 Kilo meist recht sportlich agil. Boards mit 32 bis 33 Inch sind sehr vielseitig und ab 34 Inch Breite dann besonders sicher und kippstabil.

Daneben finden sich Boards, die mit meist etwas schlankeren Bug- und Heckpartien den Paddelfluss erleichtern sollen und sich damit für entspannte bis sportliche Touren in den Vordergrund drängeln. Bei Breiten zwischen 31 und 32,5 Inch, vor allem aber bei ganz unterschiedlichen Ansätzen, wie breit das vordere Drittel noch gehalten ist, geben die Designer dem Board so einen Schuss mehr Sportfeeling oder mehr Sicherheit bei wackeligeren Bedingungen. Ebenso für vielleicht etwas schwerere Paddler oder wenn man einfach etwas mehr Kippstabilität wünscht. So zählen zu dieser Gruppe, von eher agil bis sehr kippstabil sortiert: JP, STX, Sport Vibrations, Fanatic, Indiana, Glory boards, I-99, White Water, Lite Venture, Makaio, Paddelbrett und GTS.

Die richtige Länge: Für längere Touren wählt man üblicherweise Boards ab mindestens 11 Fuß. Leichte Personen könnten in dieser Gruppe aber noch zum JP 10‘8‘‘ greifen. Für gute Wendigkeit dagegen sollte ein Board unter 12 Fuß lang sein. Boards rund um etwa 11‘6‘‘ sind daher besonders vielseitig.

Durchweg solide Qualität bei den Testboards

Bei allen Testboards wirkten die Verklebungen sehr ordentlich und die „Shapes“ – also die Rumpfformen – sehr geradlinig im Wasser liegend, lediglich das Board von RRD liegt sichtbar durchgebogen auf dem Wasser. Gute 85 Kilo Paddlergewicht und auch mal druckvollen Paddelstil vertragen alle Boards tadellos, allerdings wirken die dicker dimensionierten Modelle (erkennbar meist auch am etwas höheren Gewicht) dabei besonders solide und straff unter den Füßen. Wem das besonders wichtig erscheint, sollte vielleicht die Modelle von GTS, I-99, Indiana, JP, Lite Venture, Makaio, Paddelbrett, STX und White Water in die engere Auswahl nehmen.

Klassischer Einsatz für diese Boards: Gemäßigte Touren auf Binnenseen wie hier auf dem Staffelsee in Oberbayern – und als Hüpfburg und Badeinsel sowieso.Foto: Jochen Dybus
Klassischer Einsatz für diese Boards: Gemäßigte Touren auf Binnenseen wie hier auf dem Staffelsee in Oberbayern – und als Hüpfburg und Badeinsel sowieso.

Dicke Nasen für mehr Stabilität

Die breiten, etwas „bollerigen“ Bugformen wie von Apatcha, Starboard oder Red und RRD geben viel Platz, Sicherheit und Kippstabilität beim gemächlichen Cruisen und im glatten Wasser und beim typischen Urlaubspaddeln. Wer sich auf SUP-Touren die Windrichtung und Wellen nicht immer aussuchen kann, muss auch hin und wieder mal ordentlich „gegenan“ paddeln. Und auf solchen Kursen werden die breiten Nasen etwas stärker abgebremst, erfordern mehr Kraft und bringen etwas mehr Unruhe ins Board – was den Vorteil der unter guten Bedingungen besonders hohen Kippstabilität zum Teil wieder ausgleichen kann.

Auch die etwas abgespeckten Sondermodelle aus den Set-Angeboten rennomierter Marken unterscheiden sich beim Paddeln teils nur geringfügig von den Standardmodellen.

Steifigkeit: Keine Durchhänger im Test

Dünne und durchgebogene „Banana-Boats“, wie man sie manchmal auf dem Wasser sieht, die aus weniger bekannten Online-Quellen auf den See gesprudelt sind und unter dem Gewicht des Paddler zusammen zu klappen drohen, findet man in dieser Auswahl garantiert nicht. Allerdings möchten wir die Boards hinsichtlich der empfundenen Steifigkeit schon in drei Gruppen teilen: Einmal den durchschnittlich guten Standard, dann eine kleine Nuance straffer (Paddelbrett, STX, White Water, Indiana, Lite Venture, JP) und die nicht ganz so steifen Boards, die zwar nicht deutlich durchbiegen, aber im welligen Wasser weniger straff wirken (Sport Vibrations, Red, RRD, Starboard).

Paddel für den Übergang?

Die von uns angeforderten Board-Komplettpakete sollten möglichst gute Preis-Leistung bieten. Einige Marken haben dafür spezielle, leicht „abgespeckte“ Boards im Programm, andere wiederum schnüren Pakete mit ihren üblichen Boards, die dann lediglich durch das Gesamtpaket in Summe günstiger werden als beim Einzelkauf. Aber auch die „Sonderboards“ unterschieden sich in den Fahreigenschaften nur gering von den hochwertigen Boardlinien.

Bei den Paddeln sind die Unterschiede zu sehr hochwertigen, leichten – aber auch durchweg hochpreisigen – Paddeln, wie in unserem separaten Paddeltest, deutlich größer. Lediglich Fanatic gibt mit dem Carbon 35 ein Paddel ins Set, das ein anspruchsvoller Tourenpaddler auch „solo“ kaufen würde. Die übrigen Paddel sind vor allem perfekt für den schnellen und günstigen Start. Du kannst gleich loslegen, bekommst hier auf jeden Fall ein ordentliches Produkt und wenn sich deine Paddeltouren nicht auf stundenlange Trips ausdehnen, halten die Paddel für die Ewigkeit. Wenn die zwei Stunden Seeumrundung, oder das regelmäßige Fitnesspaddeln allerdings schon fest geplant sind, wird der Wunsch nach einem leichteren Paddel vermutlich schneller reifen als vielleicht gedacht. Die besten Paddel legen Fanatic, Glory, Lite Venture, Makaio, Red, RRD, Sport Vibrations, Starboard und STX ins Set. Das Alu-Paddel von Tahe sprengt dagegen mit 1116 Gramm die Ein-Kilo-Hüde einfach zu deutlich und auch I-99 liefert ein „namenloses“ Alupaddel mit sehr simpler Steckverbindung zum Board.

Packtaschen: Fast alle kommen auf Rollen

Hier streiten die „Experten“, wie die beste Verpackung aussieht. Für manchen kann der Packsack nicht stabil genug, solide und mit möglichst großen Rollen ausgestattet sein. Wer seinen Spot über Parkplätze und gut gepflegte Wege erreicht, ist damit sicher gut bedient. Solche Trollys tragen aber ziemlich auf und sind meist nicht sonderlich leicht. Der Sack von Starboard schluckt sämtliches Zubehör und rollt brav, aber man wird ihn sicherlich nicht gerne über weitere Strecken tragen wollen. Kein Mensch würde auf die Idee kommen, sich ein Samsonite Rollkoffer auf den Rücken zu schnallen.

So setzten einige Hersteller auf Packsäcke, die besser zum Rollen geeignet sind und andere auf solche, die sich besser tragen lassen. Der Packsack von RRD ist beispielsweise komplett ungepolstert, wiegt sehr wenig und trägt sich auf kurzem Weg zum Strand sehr locker. Ansonsten wirkt der Sack ohne Reißverschluss sehr spartanisch. Andere, wie Whitewater, Glory oder STX gönnen auch ihren rollenlosen Rucksäcken eine leichte Rückenpolsterung für etwas längere Tragepassagen. Ansonsten rollen die meisten Sets auf mehr oder weniger großen Rollen heran, allesamt mit zusätzlichem Rucksack-Tragesystem.

Weitere Ausstattung: Finne & Co.

Bei Red sind die Finnen fest aufs Board geklebt, alle anderen setzen überwiegend auf die solide US-Box oder die ebenfalls bewährte Schiebefinne. Neben den meist einfachen Plastikfinnen, stechen die höherwertig wirkenden Finnen von Paddelbrett, Indiana, Apatcha, und vor allem die noble Fanatic-Finne aus der Masse hervor. Indiana und Paddelbrett montieren einen zweiteiligen Finnenkasten, der sich beim Einrollen des Boards ganz klein macht, das Einrollen erleichtert und absolut gleichwertig funktioniert. Für das Finnenplättchen haben diese beiden Marken ebenfalls eine Besonderheit zu bieten: Die Schraube bleibt fix in der Finne, ein spezielles Plättchen an der Schraube kann direkt in den Finnenkasten eingeführt werden und mit zwei, drei Drehungen an einer kleinen Kunststoffscheibe wir die Finne sicher fixiert.

Der gute alte Schiebefinnenkasten. Mehrere Hersteller verwenden diesen immer noch. Der Vorteil ist die schnelle Montage der Finne. Unter Spannung zusammen gerollt, kann dieser besonders bei Hitze etwas verbiegen – was sich aber auch genau so wieder zurück biegen lässt.Foto: Stephan Gölnitz
Der gute alte Schiebefinnenkasten. Mehrere Hersteller verwenden diesen immer noch. Der Vorteil ist die schnelle Montage der Finne. Unter Spannung zusammen gerollt, kann dieser besonders bei Hitze etwas verbiegen – was sich aber auch genau so wieder zurück biegen lässt.

Zusätzliche Tragegriffe sind nicht zu unterschätzen, denn wer nicht immer alleine Paddeln geht, wird das Board häufiger mal zu zweit tragen. Das GTS hat sogar vier Griffe rundum verteilt, so dass sich ein beladenes Board auf Flusstouren kurze Strecken im Team umtragen lässt. Eine Spezialität purzelt noch aus der Überraschungstüte von Makaio: Ein weiteres Paddelblatt, das aus dem SUP- ein Doppelpaddel macht und ein Faltsitz, der auf dem Board befestigt wird.

DIE TESTERGEBNISSE DER 17 KOMPLETT-SETS 2022

Apatcha Sea 11’6’’ x 32,0’’ - Blutsbruder aus dem Indiana-Stamm

Apatcha ist die günstige Neben-Linie aus dem Hause Indiana – und damit erst gar keine Stammesfehde aufkommt, sind die Aufgaben klar verteilt. Das Apatcha ist der Einsteiger-Allrounder neben dem stärker Touring-orientierten Indiana-Modell in diesem Test. Das Board bietet viel Fläche an Deck und der breite Bug vermittelt beim Paddeln schon subjektiv mehr Sicherheit als eine ganz schmale Nasenpartie. Das Board kippelt aber tatsächlich auch sehr wenig. Beim gemächlichen Herumcruisen stehst du sehr bequem auf dem rutschfesten Deckpad mit der feinen Struktur – auf der man auch gerne mal eine Liegepause einlegt.

Das Board überzeugt den Gelegenheitspaddler vermutlich auch mit dem deutlich günstigeren Gesamtpreis. Wer es auch bei etwas welligeren Bedingungen oder auf längeren Touren etwas flotter angehen lässt, wird sich aber mit einem Board wie dem Indiana noch wohler fühlen. Das Apatcha trägt einen 90-Kilo-Paddler zwar ebenfalls locker, doch wirkt das Board nicht so straff wie der Stammesbruder, gegen größere Kabbelwellen bremst der breite Bug stärker ab und es kommt etwas mehr Unruhe ins Board. Das Paddel (916 Gramm) funktioniert tadellos, wirkt ziemlich steif und ist mit Drehsicherung und T-Griff gut ausgestattet. Die gute Finne sitzt in dem super schnell zu montierenden Schiebekasten.

PLUS: Sehr günstig. kippstabil, gut ausgestattetes Paddel

Fazit Apatcha Sea 11’6’’ x 32,0’’:

Klassischer Allrounder für viel Paddelspaß und entspannte Touren.
Apatcha Sea 11’6’’ x 32,0’’
Foto: Stephan Gölnitz

Technische Daten Apatcha Sea 11’6’’ x 32,0’’

  • Preis: 549 Euro*
  • Länge 350,0 cm
  • Breite 81,3 cm
  • Gewicht** 10,0 kg
  • Volumen 318 L
  • Weitere Grössen: 10’6’’ x 33,0’’/12’6’’ x 30,0’’
  • zur Webseite von Apatcha SUP

* =inkl. Paddle Fiberglass 3-tlg.

Fanatic Ray Air Enduro Premium 11’6’’ x 31,0’’ - Premium-Sportler mit Extras

Zur Premiumausstattung gehört bei Fanatic nicht nur die solide Bauweise, die sich auch im gemessenen Gewicht (dickeres Material) widerspiegelt, sondern auch einige Features, die man sonst in dieser Gruppe nirgends findet. Die hochwertige GFK-Finne etwa, die in die US-Box nur eingeschoben und dann mit lediglich einem Handgriff nach hinten eingeklickt wird – fertig. Auch die Windsurfoption eröffnet zusätzliche Perspektiven: direkt vor dem Tragegriff ist ein Gewinde-Insert eingebaut, in das ein Mastfuß geschraubt werden kann.

Auf dem Wasser wirkt das Board ziemlich sportlich, mit der 31er Breite und schmalem Heck etwas anspruchsvoller und nicht unter den kippstabilsten, dafür aber besonders flott unterwegs. Vor allem Turns bei denen du zum Heck gehst, sind schon eine Nummer anspruchsvoller als auf einem breiten GTS beispielsweise. Aber Fanatic hat anscheinend eher sportlich motivierte Paddler im Visier und packt denen gleich das passende Paddel ins Paket. Mit 784 Gramm ist es nicht nur das leichteste Paddel in diesem Test, sondern auch noch angenehm zu greifen, mit sehr gutem Verstellsystem, steif und locker schwingend. Im Vergleich zu den anderen Modellen spielt dieses Paddel zwei Klassen höher und begleitet dich über mehrere Saisons.

PLUS: Bestes Paddel, Windsurfoption, flott, pfiffige + hochwertige Finne

Fazit Fanatic Ray Air Enduro Premium 11’6’’ x 31,0’’:

Das Ray Air wirkt besonders flott, ist mit spannenden Extras ausgestattet und bietet eine gute Mischung aus sportlichem-Tourer und Allrounder für leichtere Personen.
Ray Air Enduro Premium 11’6’’ x 31,0’’Ray Air Enduro Premium 11’6’’ x 31,0’’
Foto: Stephan Gölnitz

Technische Daten Fanatic Ray Air Enduro Premium 11’6’’ x 31,0’’

* = inkl. C35 Paddle 3-tlg. und Leash

Glory Boards Cross Allround 11’0’’ x 31,0’’ - Die glorreichen Drei?

Am Modell von Glory Boards fallen natürlich – neben der frischen Farbgebung, denn die Rails sind ebenfalls durchgehend wie das Deckpad gehalten – die drei Finnen auf. Diese geben gute Führung geradeaus und du hast die Option in sehr seichten Passagen, z.B. in Flüssen, nur die kurzen Seitenfinnen zu verwenden. Richtig Paddeln kann man bei 15 Zentimeter Wassertiefe dennoch nicht – wegen des Paddels. Das Gepäcknetz ist sehr klein, vier zusätzliche Ösen sind für einen Kajaksitz.

Auf dem Wasser gefällt es als flottes, sportlich wirkendes Board, ähnlich wie das JP-Board, vielleicht eine Nuance kippstabiler im Wasser liegend. Das Board hat eine schlank gehaltene Nase, leicht aufgebogen knapp über der Wasseroberfläche, was im Flachwasser gut funktioniert sowie bei kleineren Wellen. Die Steifigkeit ist im üblichen Maß gut. Das Paddel (830 Gramm) ist erfreulich leicht und wirkt optisch ziemlich hochwertig mit einem Schaft in glänzendem Carbonfinish (30 Prozent Carbonanteil) – was allerdings nass auch weniger griffig wirkt. Der Griff aus strukturiertem Plastik liegt von der Form gut in der Hand, die raue Haptik bleibt Geschmackssache. Unser Testpaddel hatte in der unteren Steckung etwas Spiel, es könnte gerne strammer sitzen.

PLUS: Sehr leicht, sportlich flott, vergleichsweise leichtes Paddel mit Carbonschaft

Fazit Glory Boards Cross Allround 11’0’’ x 31,0’’:

Das Cross Allround zählt zur Gruppe der lebendig wirkenden Boards, mit denen man gerne auch mal eine Tour länger als nur 30 Minuten paddelt. Für den Preis ist ein ansprechendes Paddel dabei.
Glory Boards Cross Allround 11’0’’ x 31,0’’
Foto: Stephan Gölnitz

Technische Daten Glory Boards Cross Allround 11’0’’ x 31,0’’

  • Preis: 599 Euro*
  • Länge 335,0 cm
  • Breite 78,0 cm
  • Gewicht** 8,82 kg
  • Volumen 280 L
  • Weitere Grössen: 10’0’’/ 12’0’’/ 12’6’’/ 14’0’’
  • zur Webseite von Glory Boards

* = inkl. C30 Paddle 3-tlg.

GTS Cruiser 11’6’’ x 32,5’’ - Auch für den Yacht-Club

Der GTS Cruiser im „Yacht-Design“ weckt mit seinem Pad im Teakholz-Look tatsächlich maritime Assoziationen. Damit darf man vielleicht sogar im Königlich Bayerischen Yachtclub anlegen. Obendrein steht man auf dem festen Pad sehr angenehm, das Board wirkt unter den Sohlen besonders straff und solide. Solide ist auch die Wasserlage bei welligen Bedingungen, das Board ist kippstabil, auch wenn man weiter auf dem Board zurück geht, für ein Wendemanöver zum Beispiel. Das Pad reicht dafür bis zum Heck, das Ventil ist elegant abgedeckt. Überhaupt ist die Ausstattung mit zusätzlichem Scheuerschutz unter dem Bug, vier zusätzlichen Tragegriffen und einem großen Netz sehr üppig.

Beim Paddeln bietet das Board eine gute Mischung aus sicherer Gutmütigkeit, denn der Bug ist bis zu den vorderen Tragegriffen noch sehr breit gehalten und doch nicht unsportlichem Feeling. Denn die nach vorne schon schmaler werdende Nase läuft im Flachwasser gut, aber auch wenn es gegen die Welle geht, setzt der Bug nicht bremsend ein, sondern geht leicht übers Wasser. GTS setzt konsequent auf die schnell zu montierende Schiebefinne und bietet dazu sogar Zubehörfinnen an. Das Zubehörpaddel N95 stand uns zum Test leider noch nicht zur Verfügung. Der Rucksack mit großen Rollen ist besonders hochwertig, komplett gepolstert und von der Größe sehr schön dimensioniert.

PLUS: Kippstabil, tragfähig, top Ausstattung

Fazit GTS Cruiser 11’6’’ x 32,5’’:

Ein solides Allround- und Touringboard mit guter Kippstabilität und top Ausstattung.
GTS Cruiser 11’6’’ x 32,5’’
Foto: Stephan Gölnitz

Technische Daten GTS Cruiser 11’6’’ x 32,5’’

  • Preis: 949 Euro*
  • Länge 354,0 cm
  • Breite 82,5 cm
  • Gewicht** 9,54 kg
  • Volumen 320 L
  • Weitere Grösse: keine
  • zur Webseite von GTS

* = inkl. Leash, Paddel N90 3-tlg.

I-99 Eco Set 11’6’’ x 31,0’’ - Al dente aus Italien

Beim Set von I-99, der Marke von Windsurflegende Cesare Cantagalli, treffen mit Board und Paddel zwei Gegensätze aufeinander. Das Board konnte für den günstigen Gesamtpreis voll überzeugen. Es wirkt unter den Füßen straff und schön steif und mit nur 31 Inch Breite sowie der recht schlank zulaufenden Bugspitze geht es als recht sportlicher Kompakt-Tourer durch, der auch den fortgeschrittenen Paddler zufrieden stellt. Es ist natürlich kein kippstabiler Badeponton, dafür ist vielleicht die Variante 10‘6‘‘ x 32‘‘ interessanter. Wir würden es in der Gruppe um das JP-Board bei den sportlicher veranlagten Brettern sehen. Mit 10,2 Kilo zählt es zu den etwas schwereren Boards, aber vermutlich sorgt die dickere Materialwahl für das solide Gefühl an Land und auch beim Paddeln.

Den Bug trägt das Board recht hoch – nicht wie ein reines Flachwasserboard – und geht damit frei über Kabbelwellen gegen den Wind. Das Netz nimmt die nötigsten Utensilien auf – auch für eine Halbtagestour. Das Paddel (841 Gramm) wirkt subjektiv schwerer wegen der Gewichtsverteilung. Der Griff ist klein „wie aus der Puppenstube“ und unten folgt ein einfach zusammengestecktes Alurohr. Das Paddel funktioniert, ist steif, aber wirkt beim Schwingen nicht so schön wie das Board sich paddelt – das ist der oben angesprochene Gegensatz. Das Board kommt im gut passenden, recht leichten Rollrucksack.

PLUS: Solide und steif, sportliches Fahrgefühl

Fazit I-99 Eco Set 11’6’’ x 31,0’’:

Ein solide und stramm wirkendes Board für Touren auch in bewegter See für den fortgeschrittenen Paddler.
I-99 Eco Set 11’6’’ x 31,0’
Foto: Stephan Gölnitz

Technische Daten

  • Preis: 579 Euro*
  • Länge 350,0 cm
  • Breite 79,0 cm
  • Gewicht** 10,2 kg
  • Volumen 325 L
  • Weitere Grösse: 10’6’’ x 32,0’
  • zur Webseite von I-99

*= inkl. Alu-Paddel 3-tlg.

Indiana Family Pack 11’6’’ x 31,0’’ - Familienboard mit Touringoption

Das Indiana-Board und das von Paddelbrett ähneln sich nicht nur in der Farbwahl und Materialausstattung, sondern auch auf dem Wasser fühlen sich die Boards unter den Füßen recht ähnlich an. Das Indiana wirkt im Testvergleich überdurchschnittlich straff und fest unter den Sohlen. Vermutlich sorgt der schlanke Bug dafür, dass Wellen erst gar keine Chance haben, Unruhe ins Board zu bringen. Die schmale Spitze schneidet richtig schön durch die Kabbelwellen, du kommst flott voran und benötigst wenig Paddeldruck. Hier ist das Indiana anderen Boards wie Paddelbrett oder GTS etwas voraus. Dafür liegt es geringfügig kippeliger im Wasser.

Gut gelungen erscheint es, vor allem den Bug mehr zu verschlanken als das Heck, denn dort findest du noch zufrieden stellene Stabilität, wenn du auf dem Board zurück läufst – nach vorne geht man dagegen kaum. Gut gefallen hat der geteilte Finnenkasten, der das Einrollen sehr erleichtert und die clevere Finnenschraube (immer fix an der Finne). Das manchmal fummelige Einfädeln des Plättchens entfällt. Mit 967 Gramm ist das Paddel mit der großen, gewölbten Schaufel kein Leichtgewicht und bringt bevorzugt bei ruhigerer Schlagzahl ordentlich Vortrieb nach dem Motto „Drehmoment statt Drehzahl“. Der T-Griff greift sich gut, eine Führung im Variorohr erleichtert das Verstellen.

PLUS: Solide, sportlich straff, sehr nützliche Features

Fazit Indiana Family Pack 11’6’’ x 31,0’’:

Ein steif-straffes Board mit sportlich leichtem Paddelgefühl.
Indiana Family Pack 11’6’’ x 31,0’’
Foto: Stephan Gölnitz

Technische Daten Indiana Family Pack 11’6’’ x 31,0’’

* = inkl. Paddle Carbon-Fiberglass 3-tlg.

JP-Australia Allround LE 10’8’’ x 32,0’’ - Leicht-Sinn

Das JP-Board ist „nur“ 10‘8‘‘ lang, aber wirkt wie ein sportlicher Sprinter und dabei schön steif. Das geringe Gewicht ist im Vergleich so beeindruckend, dass man immer wieder darauf zurück kommt. Beim Tragen machen die zwei Kilo zu den schwereren Boards den Unterschied aus, ob ein Board „gut zu tragen“ ist, oder sich wirklich federleicht anfühlt.

Auf dem Wassser sorgt das für ein besonders spritziges Gefühl, das vom vom sportlich schlanken Bug und dem etwas höheren Kippelfaktor unterstützt wird, was das Board aber auch etwas anspruchsvoller macht. Da fehlt die träge Masse bei seitlichen Bewegungen, das Brett reagiert einfach in jeder Hinsicht agiler und schneller (das Board ist auch in „dickerer“ Bauweise erhältlich, Vergleich auf sup-mag.de).

Zugunsten des Gewichts wurde auch an Anbauteilen gespart. So fällt das Deckpad etwas kleiner aus, das Netz ebenfalls und ein Griff in der Mitte muss ausreichen. Das Paddel (933 Gramm) liegt mit gut geformtem Griff und griffigem Schaft gut in der Hand, schiebt gut voran, wirkt für sehr sportlichem Einsatz aber dann ziemlich elastisch im Schaft. Die Varioklemme mit Geradführung hat bei den günstigen Paketen Seltenheitswert. Das Board benötigt am wenigsten Kraft zum Paddeln in dieser Gruppe, wirkt aber auch am kleinsten. Der Rucksack ohne Rollen ist leicht und ungepolstert.

PLUS: Super leicht, steif, agil, spritzig

Fazit JP-Australia Allround LE 10’8’’ x 32,0’’:

Ein super leichtes, sportlich agiles Board, top auch für leichtere Personen, das flott nach vorne geht und schnell wirkt, das Paddel ist gut ausgestattet.
JP-Australia Allround LE 10’8’’ x 32,0’’
Foto: Stephan Gölnitz

Technische Daten JP-Australia Allround LE 10’8’’ x 32,0’’

* inkl. GLass-Nylon Paddel 3-tlg.

Lite Venture Fuse 11’6’’ x 31,0’’ - Elegant zum Strand

Bei Lite Venture gibt’s die Vollausstattung in bester Qualität. Angefangen beim hochwertigen, robusten, wasserdichten Stausack mit Rollverschluss (ohne Transportrollen), der nach dem Transport auch als Packtasche auf dem Board eine gute Figur abgibt, über die überdurchschnittlich gute Pumpe bis zu den Details am Board: Edelstahlringe, auch für einen Tragegurt, eine solide Leash. Lite Venture hat bereits Design-Preise eingeheimst – zu Recht, wie wir finden. Das Board wirkt überaus edel. Aber über die Optik hinaus ist das Board mit sehr schönen Griffen, Edelstahlösen und solider Materialstärke auch technisch besonders gut ausgestattet. Es spielt auch preislich in einer gehobenen Liga, doch dafür bekommt man auch etwas geboten.

Das Board wirkt besonders straff unter den Füßen, das Deckpad ist sehr stark strukturiert und gibt guten Halt. Mit der spitzen Nase läuft das Lite Venture subjektiv sportlich, die 31er Breite unterstützt das Gefühl und macht aus dem Fuse ein noch ordentlich kippstabiles und sportliches Touring-Board mit Allroundqualitäten. Das mitgelieferte Paddel (935 Gramm) überzeugt mit einem soliden, sehr ergonomischen T-Griff und einem soliden Blatt mit viel Vortrieb. Das Variosystem hat eine Geradführung und die Klemme ist gut verrundet. Von der Funktion daher sehr gut, allerdings mit dem hier üblichen, hohem Gewicht. Das Board kostet ohne Paddel 785 Euro.

PLUS: Ausstattung, solide, steif, toller Packsack, funktionelles Paddel

Fazit Lite Venture Fuse 11’6’’ x 31,0’’:

Ein steifes und flottes Board, das mit 31er Breite recht sportlich im Wasser liegt. Auch für längere Touren gut geeignet.
Lite Venture Fuse 11’6’’ x 31,0’’
Foto: Stephan Gölnitz

Technische Daten Lite Venture Fuse 11’6’’ x 31,0’’

  • Preis: 865 Euro*
  • Länge 350,0 cm
  • Breite 81,0 cm
  • Gewicht** 10,36 kg
  • Volumen k.A.
  • Weitere Grösse: 12’6’’ x 30,0’’
  • zur Webseite von Lite Venture

* = inkl. Paddel 3-tlg., Leash

Makaio Kula Nui V3 Set 11’6’’ x 32,0’’ - Solider Tourer mit Sitzoption

Auch Makaio setzt im Allround-Segment auf eine Touringform mit genügend Breite in der Mitte. Vielleicht ist es dem recht schmalen Heck zuzuschreiben, jedenfalls paddelt sich das Board sehr flüssig. Die Holzoptik – aus einiger Distanz wirkt das nahezu echt – mag den soliden Eindruck unterstützen, aber auch mit Blick zum Horizont wirkt das Board ganz objektiv überdurchschnittlich solide unter den Füßen. Mit 10,9 Kilo steckt da auch recht viel Material drin. Auch im Kabbelwasser zieht das Board sehr stabil seinen Kurs, die ganz vorne doch recht schlanke Nase gleitet dabei leicht über und durch die Welle. So machen auch flottere, längere Touren Spaß.

Die Ausstattung mit weich gepolsterten Griffen, zwei Netzen, einem am Ende keilförmig erhöhten Deckpad und der Befestigungsoption für einen Kajaksitz (der ist zusammen mit einem zweiten Paddelblatt inklusive) ist üppig. Das wird komplettiert durch die große Touringfinne und ein ordentliches Paddel (876 Gramm). Das Paddel kommt mit moderner Blattform, einem zwar – wie die meisten der Setpaddel – leicht elastischem Schaft, lässt sich aber sowohl gemächlich wie auch sehr flott paddeln und hinterlässt in Summe einen sehr ordentlichen Eindruck. Der Griff in sehr ergonomischer Form zählt dabei zu den etwas zierlicheren Modellen.

PLUS: Solide und steif wirkend, gute Ausstattung, sehr ordentliches Paddel

Fazit Makaio Kula Nui V3 Set 11’6’’ x 32,0’:

Ein steifes und flottes, top ausgestattetes Board, komplettiert mit einem sehr ordentlichen Paddel.
Makaio Kula Nui V3 Set 11’6’’ x 32,0’
Foto: Stephan Gölnitz

Technische Daten Makaio Kula Nui V3 Set 11’6’’ x 32,0’’

  • Preis: 769 Euro*
  • Länge 350,0 cm
  • Breite 81,0 cm
  • Gewicht** 10,9 kg
  • Volumen 280 L
  • Weitere Grösse: keine
  • zur Webseite von Makaio

* = incl. Kajak-Sitz/SUP-Kajak-Paddel Fiberglass 3-tlg.

Paddelbrett Allround Touring 11’8’’ x 32,0’’ - Rundum-Sorglos-Paket

Neben dem üblichen Zubehör wie einer wirklich soliden Leash und einem geräumigen Rollrucksack mit großem Zubehörfach, findest du noch einen Hüftgurt mit Schnellauslösung zur Befestigung der Leash und einen wasserdichten 5-Liter-Packsack. Und auch das Board ist mit allen erdenklichen Zutaten ausgestattet. Der Finnenkasten ist zweiteilig gestaltet für leichteres Rollen, das Finnenschräubchen muss nicht in den Kasten eingefädelt werden, sondern bleibt mit Schraube immer an der Finne und wird nur eingesteckt und festgedreht. Zusätzliche PVC-Verstärkungsbänder auf Ober- und Unterseite sorgen für ein besonders steif-straffes Feeling auf dem Board.

Und beim Paddeln wird es seinem Namen gerecht. Ordentliche Breite, auch noch vor und hinter dem Standbereich, stabilisieren das Board sehr schön, auch zwei Schritte nach hinten werden nicht sofort zur Zitterpartie, das Board bietet auch dann stabile Sicherheit. Die elegant geformte Nase liegt knapp über dem Wasser und schneidet flüssig durch entgegen laufende Wellen. Zusammen mit dem festen Rumpf kommt so wenig Unruhe ins Board. So kommst du auch auf längeren Touren gut voran, die voluminöse Frontpartie bietet ordentlich Tragfähigkeit für Gepäck. Das Paddel (894 Gramm) hat ein gutes Stecksystem, eine Verdrehsicherung und einen angenehmen Griff. Das große Blatt schaufelt gerne in ruhiger Frequenz.

PLUS: Steif, Ausstattung, Zubehör

Fazit Paddelbrett Allround Touring 11’8’’ x 32,0’’:

Sehr vielseitiges, stabiles Board für Einsteiger und Touren.
Paddelbrett Allround Touring 11’8’’ x 32,0’’
Foto: Stephan Gölnitz

Technische Daten Paddelbrett Allround Touring 11’8’’ x 32,0’’

* = inkl. Paddel, Leash, Schnellauslösegurt, 5-L Sack

Red Paddle Ride 10’8’’ x 34,0’’ - Robustes Nobelboard

Red Paddle rollt in einem besonders schicken Rucksack und mit dem höchsten Preis ins Rennen. Nicht nur die Tasche wirkt sehr solide und hochwertig, auch die gewaltige Doppelkolbenpumpe beeindruckt, die zischt im zweiten Gang allerdings ordentlich und erhöht das Gesamtgewicht. Die kurzen, sehr robusten Finnen sind fix auf dem Board befestigt. Das spart Montagezeit und ist hilfreich in seichten Gewässern. Das nur 13 Zentimeter dicke Board ist aus besonders soliden Materialien gearbeitet und wirkt überaus robust.

Man steht spürbar etwas näher am Wasser, sehr angenehm auf dem fein strukturierten Pad, das bis ganz zum Heck reicht. Dank großer Breite – auch bis weit nach hinten und Richtung Bug – ist riesig viel Platz an Deck und das Board „kippelt“ sehr wenig, Es ist nach dem Tahe das kippstabilste Board der Gruppe. Im glatten Wasser paddelt es sich angenehm, die Finnen halten gut die Spur, der tiefe Stand gefällt. Bei welligen Bedingungen ist die geringere Dicke spürbar, das Board nimmt Schläge etwas spürbarer auf, es wirkt nicht so steif wie die 6-Inch-Boliden. Mit 85 Kilo ist es noch gut zu paddeln, wir würden es aber nicht unbedingt einem 100-Kilo-Paddler empfehlen. Das Paddel (871 Gramm) ist das hochwertigste der Gruppe: steif, mit akzeptablem Gewicht, guten Klemmen, Geradfürung im Verstellsystem und sehr angenehmen Carbongriff.

PLUS: Sehr solide, top Ausstattung, besonders kippstabil

Fazit Red Paddle Ride 10’8’’ x 34,0’’:

Ein besonders solides Board mit sehr guter Kippstabilität und bester Ausstattung.
Red Paddle Ride 10’8’’ x 34,0’’
Foto: Stephan Gölnitz

Technische Daten Red Paddle Ride 10’8’’ x 34,0’’

* = inkl. Hybrid-Nylon Paddel 3-tlg., Leash

RRD Air Evo Smart 10’4’’ x 34,0’’ - Graue Eminenz

Mit üppiger 34er Breite und rundem, breitem Bug bietet das RRD Platz für die (Klein-)Familie. Das Board ist ein gutes Spaß- und Urlaubsboard für den gemäßigten Aktionsradius rund um den eigenen Strand. Das für ein Board dieser Breite recht geringe Gewicht sorgt dafür, dass es auch Kinder gut tragen können, außerdem dreht es auf dem Wasser sehr leicht. Dazu trägt vor allem bei, dass es stärker gebogen im Wasser liegt und Bug und Heck beim Drehen kaum bremsen. Dadurch – und wegen des etwas softeren Gefühls unter den Füßen schwererer Paddler und bei welligen Bedingungen – ist es auch nicht bei unserer ersten Wahl für längere Touren.

Das Deckpad ist pragmatisch reduziert auf den Standbereich beim Paddeln, hinten klebt nur eine griffige zusätzliche Folie auf dem Deck. Diese gibt auch bei Turns guten Halt, wenn man auf dem Board mit einem Fuß weit nach hinten steigt. Im Lieferumfang ist ein Auftriebskörper und eine kleine wasserdichte Tasche mit dem Reparatur-Kit, die auch sonst nützliche Verwendung findet. Das Paddel (895 Gramm) ist schön steif, hat einen ergonomischen, großen Griff eine Geradführung im Variosystem und erlaubt auch sportlich druckvolles Paddeln, ohne dass der Schaft sich weg biegt wie eine Lakritzstange. Es sticht gut ein und kommt gut raus. Der Packsack ist ein großer Beutel, in den von oben das Board gestopft wird. Zubehör passt kaum hinein.

PLUS: Gutes Paddel, Rettungsboje inklusive, kippstabil, viel Platz, sehr leicht

Fazit RRD Air Evo Smart 10’4’’ x 34,0’’:

Ein besonders wendiges Board mit sehr guter Kippstabilität. Aber kein Touring-Tipp.
Red Paddle Ride 10’8’’ x 34,0’’
Foto: Stephan Gölnitz

Technische Daten RRD Air Evo Smart 10’4’’ x 34,0’’

* = inkl. Paddel Easy Sicherheitsboje

Sport Vibrations SV 11’5’’ x 31,0’’ - Leichtgewicht im Doppelpack

Die knapp über acht Kilo Boardgewicht lassen den Weg zum Strand wie im Flug vergehen, bei den ersten Paddelschlägen beschleunigt das Board richtig flott. Dabei wurde nicht mal am Deckbelag gespart, der weiche, griffige Bezug reicht bis weit nach hinten. Das Board wirkt so recht sportlich agil, vor allem im halbwegs glatten Wasser, bei höherem Wellengang nimmt es die Wellen etwas mehr mit. Dann wirkt es auch eine Spur weniger steif als die solideren Weggefährten. Schwingungen im Board klingen eine Nuance später ab, in dieser Hinsicht macht sich mehr Masse als Dämpfer meist positiv bemerkbar.

So liegt das Board als Allrounder im Mittelfeld: halb sportlich, halb easy zu paddeln, sicher nicht bei den kippstabilsten. Wegen des geringen Boardgewichts dürfte es so besonders gut zu leichteren Personen passen – sehr schweren Paddlern, die viel im unruhigem Gewässer unterwegs sind, würden wir zu einer vielleicht weniger leichten, dafür strafferen Boardart raten. Dazu kommt eines der besten Paddel. Mit 876 Gramm ist es nur knapp hinter dem leichtesten, es ist nicht das steifste, aber durchaus akzeptabel und ein Carbonauszug mit sehr angenehmem Carbongriff sorgt für eine noble Optik und beste Haptik. Sogar eine Verdrehsicherung wurde dem Paddel spendiert. Das dünne Blatt erlaubt auch flottere Paddelfrequenzen, kommt dabei nach der Zugphase leicht aus dem Wasser.

PLUS: Sportliches Paddelfeeling, sehr leicht, sehr gutes Paddel

Fazit Sport Vibrations SV 11’5’’ x 31,0’’:

Sehr leichtes, recht sportliches Board mit dazu passendem Paddel.
Sport Vibrations SV 11’5’’ x 31,0’’
Foto: Stephan Gölnitz

Technische Daten Sport Vibrations SV 11’5’’ x 31,0’’

  • Preis: 695 Euro*
  • Länge 350,0 cm
  • Breite 79,0 cm
  • Gewicht** 8,24 kg
  • Volumen 310 L
  • Weitere Grössen: 10’5’’ x 31,0’’ / 12’6’’ x 31,0’’
  • zur Webseite von Sport Vibrations

* = inkl. CarbonComp Paddel 3-tlg., Leash

Starboard iGO Zen SC 11’2’’ x 31+’’ - Dünn und durchgehend breit

Bei Starboard ist die ZEN-Linie die günstigere Alternative zu den High-End-Modellen. Die ZEN-Modelle werden auch in einer reduzierten Dicke von 5,5 Inch und dem sogenannten „linear dropstitch“, einem etwas anders aufgebauten Innenleben, angeboten – wie unser Testboard. Im Vergleich erzielt das Board nicht so ein direktes und steifes Gefühl, wie die dickeren Modelle im Testfeld, besonders gegen die Wellen ist mehr Bewegung im gesamten Board spürbar. Die geringere Bauhöhe reduziert dafür den „Baumstammefffekt“, die Standposition näher am Wasser wird häufig als angenehm empfunden, so wie bei Hardboards, die grundsätzlich nicht so dick auftragen wie iSUPs.

Zur Kippstabilität trägt weiterhin bei, dass das Board bis weit nach vorne kaum schmaler wird. Allerdings muss deshalb das Paddel spürbar weiter seitlich eingesetzt werden, was einer optimalen Paddelführung nicht entgegen kommt. Das Board liegt stabil im Wasser, wenn man zum Heck geht, dort sorgt ein keilförmiges „Kick Pad“ für guten Halt. Zwei Edelstahlringe an der Seite ermöglichen die Montage eines Tragegurtes. Das Paddel (928 Gramm) gibt in dieser Klasse kaum Grund zum Tadel und hat die angenehme Griffform wie alle Starboard-Paddel. Die Rolltasche ist hochwertig, leicht und sehr geräumig, die Leash eher minimalistisch.

PLUS: Kipppstabil, leicht, geringere Dicke für sehr leichte Paddler, gutes Paddel

Fazit Starboard iGO Zen SC 11’2’’ x 31+’’:

Ein Allround-Spaßbrett, aber weniger für lange Touren oder schwere Paddler.
Starboard iGO Zen SC 11’2’’ x 31+’
Foto: Stephan Gölnitz

Technische Daten Starboard iGO Zen SC 11’2’’ x 31+’’

* = inkl. Fiberglaspaddel 3-tlg.

STX Tourer 11’6’’ x 32,0’’ - STX mit Vollausstattung

Ob man mit der spitzen Nase eher Vorfahrt bekommt? Einen schnittigen, sportlichen Eindruck macht die Outline mit der besonders schlanken „Nose“ auf jeden Fall. Das STX heißt nicht umsonst „Tourer“, eine Badeinsel sieht anders aus, doch die Breite in der Mitte gibt ein zumindest ordentliches Maß an Kippstabilität. Das Board vermittelt ein sehr direktes, steifes Gefühl unter den Sohlen, der Bug ist gleichmäßig leicht hochgebogen und lässt sich je nach Standposition schön frei trimmen oder – eine Fußlänge weiter vorne belastet – mit mehr Boardlänge im Wasser.

Das Board macht auf Tour Spaß, egal ob im Flachwasser, gegen oder mit den Wellen. Mit den Wellen dürfte auch die scharfe Abrisskante hinten – ein aufwändiges Feature – für verbesserten Speed kleine Wellen hinunter sorgen. Das Gepäck lässt sich unter zwei kleinen Netzen gut verteilen. Die Schiebefinne ist praktisch und schnell montiert. Das Pad wirkt weich und griffig und ist am hinteren Ende keilförmig erhöht für sicheren Stand bei engen Pivot Turns (siehe auch die Fahrtechnik in dieser Ausgabe). Der Rucksack ohne Rollen ist leicht, am Rücken gepolstert und gut zu beladen. Auch das Paddel (883 Gramm) hinterlässt im Vergleich einen sehr guten Eindruck mit angenehmem Griff, steif genug und mit ansprechender, wertiger Optik.

PLUS: Steif, sportlich, gute Ausstattung, gutes Paddel

Fazit STX Tourer 11’6’’ x 32,0’’:

Hier kommt ein sehr solides Paket zum günstigen Preis. Das Board ist ein top ausgestatteter, sportlicher Mini-Tourer mit Allroundeignung für leichtere Personen, das Paddel ist funktionell.
STX Tourer 11’6’’ x 32,0’’
Foto: Stephan Gölnitz

Technische Daten STX Tourer 11’6’’ x 32,0’’

  • Preis: 699 Euro*
  • Länge 350,0 cm
  • Breite 81,3 cm
  • Gewicht** 8,92 kg
  • Volumen 270 L
  • Weitere Grössen: 12’6’’ x 32,0’’
  • zur Webseite von STX

* = inkl. Composite Paddel 3-tlg., Leash

Tahe Beach Sup-Yak 11’6’’ x 36,0’’ - Das Blaue Wunder

Mit 36 Inch Breite und einem komplett durchgehenden Deckpad bietet das SUP-Yak eine nutzbare „Landefläche“ wie ein Flugzeugträger. Jetzt könnte man meinen, das Board hätte eine ebensolche Beschleunigung und Wendekreis, aber das täuscht komplett. An Board erlebt man sein „blaues Wunder“. Denn trotz 36er Breite, die für enorme Kippstabilität (und gute Steifigkeit) sorgt, geht die elegant geschnittene Nasenpartie flüssig übers Wasser, das Board beschleunigt zügig, da gibt es deutlich schmalere Boards, die nicht so geschmeidig gegen die Welle zu paddeln sind. Bis nach hinten breit gehalten, gehst du zum Drehen easy nach hinten und wer aus der Ferne die „36er“-Aufschrift nicht lesen kann, wird dich für einen begnadeten Wende-Meister halten. Denn das Board dreht – weil es sich zwar vorne leicht hebt, aber hinten nicht einsinkt – viel stabiler und schneller als die schmalen Boards.

Die Traglast ist enorm, drei Personen mit (insgesamt) 200 Kilo haben wir ausprobiert. Kajaksitze können dank des umlaufenden Gurtes flexibel befestigt werden. Das Paddel aus zusammen gestecktem Alurohr (1116 Gramm) ist sehr steif, das Blatt funktioniert im Wasser gut und der Griff liegt ergonomisch in der Hand – es ist nur einfach wirklich sehr schwer und wird vermutlich nicht dein letztes Paddel bleiben.

PLUS: Super kippstabil, riesige (Liege-)Fläche, einfach zu paddeln, erstaunlich flott

Fazit Tahe Beach Sup-Yak 11’6’’ x 36,0’’:

Ein Board, das vermutlich vielen viel Freude macht, die nicht gleich die sportliche 5-Kilometer-Tour anpeilen, sondern sicher und entspannt cruisen wollen.
Tahe Beach Sup-Yak 11’6’’ x 36,0’’
Foto: Stephan Gölnitz

Technische Daten Tahe Beach Sup-Yak 11’6’’ x 36,0’’

* = inkl. Paddel 3-tlg., Leash

White Water Funtour 11’4’’ x 32,0’’ - White Water - nicht nur für Wildwasser

Beim White Water sollte man sich von der „Verpackung“ nicht abschrecken lassen, denn die Überraschung kommt nach dem Auspacken. Der Transportsack ist recht dünn, sehr leicht und ohne Rollen, Außentaschen oder sonstige Features ziemlich „Basic“ gehalten. Wer aber sein Board eh meist das letzte Stück trägt und nicht rollt – was erfahrungsgemäß meist der Fall ist – ist über den leichten Rucksack eher froh als über ein schweres Rollenungetüm.

Darin steckt ein Board im relativ schlichten Design, aber mit sehr solide wirkender Struktur. Das 11‘4‘‘ ging bei unseren Testfahrten sehr flott voran, der leicht verrundete Bug ist schon so schmal, dass es ein sportliches Feeling vermittelt und dennoch nicht zu wackelig wird. Das Board geht auch gut gegen Wind und Wellen. Liegt dabei recht kippstabil im Wasser. Dazu trägt auch die 32er Breite bei, die für die meisten Paddler ein guten Kompromiss darstellen dürfte. Das Board wirkt straff unter den Füßen, vermittelt ein steifes Gefühl und auch bei Kursen gegen die Welle werden die Schläge gut gedämpft. Das Paddel (889 Gramm) hat einen schönen Griff (der sich beim Erstkontakt noch etwas sehr nach Plastik anfühlt, aber dann von der Form gut in der Hand liegt), einen matten GFK-Schaft und paddelt sich sehr angenehm. Schön großes Pad!

PLUS: Direktes, straffes Gefühl, flottes Vorankommen, leicht, ordentliches Paddel.

Fazit White Water Funtour 11’4’’ x 32,0’’:

Ein sehr schöner Allrounder mit sportlichem Feeling und guter Touring-Eignung – bei kleinem Gepäckbedarf.
White Water Funtour 11’4’’ x 32,0’’
Foto: Stephan Gölnitz

Technische Daten White Water Funtour 11’4’’ x 32,0’’

* = inkl. Carbon 20%-Nylon Paddel, 3-tlg., Leash

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