SUP-Yoga-BoardWas es kann und für wen es geeignet ist

SUP-Yoga-Board: Was es kann und für wen es geeignet ist
SUP-Yoga-Board: Was es kann und für wen es geeignet ist

Starboard ist die Marke mit den meisten SUP-Modellen. Jetzt gibt es ein spezielles Yoga-Board, das aber auch als ganz "normales" SUP eingesetzt werden kann. Die Idee dazu kommt aus Österreich und wir haben die "Erfinderin" dazu befragt.

  Der neue Yoga Astro im harten EinsatzFoto: Lisa Cichocki
Der neue Yoga Astro im harten Einsatz

Der brandneue Astro Yoga ist mit 11'2''x39'' nicht nur Yoga-Insel, sondern hat auch die Maße eines komfortablen Touring-Boards. Julia M. Tauber-Lewisch hatte die Idee dazu, geboren aus viel Erfahrung mit SUP-Yogakursen in Wien und am Neusiedler See.

sup-mag.de: Hallo Julia, in der SUP-Szene ist dein Name zwar noch nicht so bekannt, aber du hast jetzt bei Starboard 2014 als erste Frau ein "eigenes" SUP am Start, da könnte sich das bald ändern. Wie fühlt sich das an?

Verlagssonderveröffentlichung

Julia: Zugegeben, die erste Frau mit einem eigenen SUP bei Starboard bin ich nicht, da gab es schon das NRG Fitness Board 2013 der ehemaligen Teamriderin Nikki Gregg. Aber das erste Stand Up Paddel Board speziell für Yoga mit eigener Signatur zu bekommen, fühlt sich schon toll an. Vor allem, da SUP YOGA seit seinen Anfängen vor etwa 3 Jahren zu einem richtigen Trend geworden ist.

sup-mag.de: Beschreib doch bitte mal, was für ein Board ist das genau? Was sind die besonderen Features?

Julia: Mit einer Größe von 11‘2 x 39‘‘ und einem durchgehenden Softdeck bietet das Board eine angenehme Stabilität und maximalen Komfort für Yoga oder andere Fitness Positionen. Die Paddelhalterung ist ein besonderes Feature und befindet sich bewusst am Heck, um nicht nur physisch sondern auch optisch eine durchgehende Yoga-Matten ähnliche Oberfläche bieten zu können – daher wurde auch der Tragegriff an der Seite des Boards angebracht und nicht wie bei den meisten Boards in der Mitte. Die Mitte spielt ja im Yoga eine wichtige Rolle, umso wichtiger war es uns diese Mitte nicht durch Accessoires zu stören. Wichtig war auch, dass das Board aufblasbar ist, um es überall einfach mitnehmen zu können.

  Tragegriff an der Seite, damit's beim Yoga nicht stört.Foto: Lisa Cichocki
Tragegriff an der Seite, damit's beim Yoga nicht stört.

sup-mag.de: Woher kommt denn dein Know-How?

Julia: Eigentlich bin ich ja Kulturmanagerin, aber ich denke gerade das hat mir geholfen diese Idee umzusetzen. Im Kulturmanagement ist man daran gewöhnt unterschiedliche Ideen rasch und bestmöglich umzusetzen. Ich liebe Yoga & jegliche Art von Wassersport. Durchs Windsurfen bin ich zum Stand Up Paddeln gekommen. Aber um ehrlich zu sein, um die Wette paddeln ist nicht so meins, Expeditionen oder Yoga am SUP haben etwas Magisches finde ich. Vor 3 Jahren hatte ich die Idee zum SUP YOGA und unter dem Namen "markamri" biete ich gemeinsam mit einer Yoga Lehrerin SUP YOGA in Wien und Umgebung an. Die Erfahrungen mit unseren Yogis haben gezeigt, was ein SUP YOGA Board können sollte.

sup-mag.de: Kann man das Board auch zum normalen Paddeln nehmen?

  Kippstabil und sicher.Foto: Lisa Cichocki
Kippstabil und sicher.

Julia: Klar, und nicht nur das – ein Picknick auf dem Board kann ich nur empfehlen. Zum Cruisen und Chillen perfekt, ein Race gewinnt man mit dem Board nicht – das war aber auch nicht Gedanke dahinter.

sup-mag.de: Wie kann man sich so eine Entwicklungsarbeit vorstellen? Schreibt man da dem Svein eine Mail und sagt: "Hallo ich bin die Julia und kenn mich voll aus, bau mal meine Idee in Serie"?

Julia: Naja, vielleicht nicht ganz so direkt formuliert, aber in etwa war das schon so. Als mir die Idee kam, schrieb ich sofort an den Svein ein Mail mit relativen konkreten Vorschlägen und Begründungen. Am nächsten Tag kam schon die Antwort: "Ja, die Idee ist gut, machen wir". Bei einem Meeting in Spanien haben wir dann die Grundidee ausgearbeitet und dann wurden in Emails noch die Details geschliffen. Getestet haben wir den Prototypen bei uns in Österreich, danach ging das Board in Produktion.

sup-mag.de: Überhaupt Yoga? Was macht Yoga "an Board" besonders und anders als an Land?

  "Auch zum Chillen"Foto: Lisa Cichocki
"Auch zum Chillen"

Julia: Yoga am SUP Board ist ein anstrengendes aber auch sehr meditatives Workout für Körper und Geist. Durch die Instabilität des "Bodens", sprich das Wasser, fördert SUP YOGA speziell das Training der Mitte, Balance und Flexibilität. Yoga auf dem Wasser verzeiht keine Fehler und verlangt deine volle Aufmerksamkeit und Konzentration. Der besondere Reiz dabei ist die Energie die das Element Wasser überträgt. Es hat schon etwas Besonderes wenn man z.B. beim "herabschauenden Hund" das Glitzern des Wassers sieht oder sanft schaukelnd in die Endentspannung geleitet wird. Das Wasser strahlt eine unglaubliche Ruhe aus.

sup-mag.de: Hast du mehr Männer oder Frauen in deinen Kursen und warum?

Julia: Die Frauen sind in der Überzahl, wie beim klassischen Yoga meist auch. Ich glaube die Männer haben Angst davor ins Wasser zu fallen ;)

sup-mag.de: Sag mal drei Gründe, warum ich zum Beispiel mal eine Yogastunde bei dir buchen sollte.

Julia: Weil du keine Angst davor hast ins Wasser zu fallen (wobei man hier auch erwähnen muss, dass es sehr selten vorkommt, dass TeilnehmerInnen unfreiwillig ins Wasser fallen).

Weil du das Wasser liebst und ein Workout suchst, dass deinen Körper & Geist stärkt.

Weil Yoga am Wasser ein besonderes Erlebnis ist und dich durch unterschiedliche Wetter- und Wasserbedingungen stets auf neue unterschiedlich fordert.

sup-mag.de: Wenn man einmal ein Board mit seinem Namen drauf hat – muss man dann nie mehr arbeiten?

Julia: Mein Großvater wurde in jungen Jahren für seine künstlerische Leistung als Intendant am Theater mit einem Lorbeerkranz geehrt. Während mein Großvater sehr stolz war auf diese Auszeichnung, meinte meine Großmutter dazu "Davon können wir uns nichts kaufen, nur die Suppe kann ich damit verfeinern".

So ähnlich ist das auch mit meinem Namen am Board ….Ich freue mich riesig, dass es nun den "Julia Tauber" Yoga Astro gibt, aber zum Glück "muss" ich noch arbeiten und kann weiterhin neue Projekte und Ideen entwickeln.

Vielen Dank Julia und viel Erfolg mit dem Board!

Julia im Internet: markamri.at

Interview: Stephan Gölnitz