Pflege und ReparaturWorkshop: Gepäcknetz fürs SUP-Board nachrüsten

Workshop: Gepäcknetz fürs SUP-Board nachrüstenFoto: Steve Chismar

Oft fehlt dem treuen SUP-Untersatz ein Gepäcknetz für längere Touren. Klaus Wiedenbauer ist absoluter Spezialist, wenn es um chirurgische Eingriffe am Spaßgerät geht. Hier zeigt er Schritt für Schritt, wie Ihr ein Gepäcknetz nachrüsten könnt.

  Jetzt kann der Wind am Walchensee ruhig kommen: Der Sack bleibt an Bord dank Dr. Fix und seinen Tipps zum Nachrüsten eines GepäcknetzesFoto: Steve Chismar
Jetzt kann der Wind am Walchensee ruhig kommen: Der Sack bleibt an Bord dank Dr. Fix und seinen Tipps zum Nachrüsten eines Gepäcknetzes

Klaus ist Meister der alten Schule. Er rät, schon bei der Wahl des Epoxids achtzugeben: "Billig-Epoxid wird zu heiß und ist nicht ­wasserfest. Wichtig: Das Epoxid nicht in zu tiefen Gefäßen anrühren, denn je höher der Harzstand, desto schneller wird es hart und heiß. Das Mischungsverhältnis muss exakt berechnet werden. Das geht mit einer Briefwaage, oder man holt sich in der Apotheke zwei Spritzen, um die entsprechenden Anteile zu messen." Als Füller nimmt Klaus immer Baumwolle, da diese optimal stabilisiert. Vor der Montage sollten die Plugs gründlich mit rauem Schleifpapier abgeschliffen werden. Mit dem Blechschälbohrer werden die Löcher für die Inserts gebohrt. Blechschälbohrer bekommt man für weniger als zehn Euro im Baumarkt. Der Rat vom Meister: "Das Loch fixieren, indem man zuerst mit einem 6er-Bohrer vorbohrt, dann kann man leichter mit dem Schälbohrer arbeiten." Ein ­weiterer Tipp: "Die maximale Bohrtiefe mit Tape am Schälbohrer markieren, damit man nicht zu tief bohrt." Dann das Loch nur bis auf halbe Höhe mit dem angerührten Harz füllen. Nachdem die Plugs im Brett fixiert und mit einem Gewicht, etwa einem Holzbrett, gesichert sind, kommt der absolute Profi-Trick zum Einsatz: "Das Brett einfach umdrehen. Vorteil: Das Harz sickert nicht in die Styroporzwischenräume. Es sammelt sich an der Bohrstelle und bewirkt so 100-prozentige Dichtigkeit."

Haltegummis einfädeln. Fertig!Foto: Steve Chismar
Haltegummis einfädeln. Fertig!
Wie für eine Reparatur benötigt man: wasserfestes Epoxidharz und Härter, Baumwollfüller oder Micro Balloons, ein leeres Mischgefäß, Mischstab, Pinsel, 60er-Schmirgel­papier, Bohrmaschine mit 6er-Bohrer, Blechschäl­bohrer und vier Leash-Plugs (im Internet für fünf Euro z. B. bei www.buster.surfboards.com oder www.handmade.de)Foto: Steve Chismar
Wie für eine Reparatur benötigt man: wasserfestes Epoxidharz und Härter, Baumwollfüller oder Micro Balloons, ein leeres Mischgefäß, Mischstab, Pinsel, 60er-Schmirgel­papier, Bohrmaschine mit 6er-Bohrer, Blechschäl­bohrer und vier Leash-Plugs (im Internet für fünf Euro z. B. bei www.buster.surfboards.com oder www.handmade.de)
Wichtig: Epoxid und Härter im genauen Mischverhältnis anrühren und Füller (Baumwolle oder Micro Balloons) dazu mischen. Wähle einen möglichst flachen Mischbehälter.Foto: Steve Chismar
Wichtig: Epoxid und Härter im genauen Mischverhältnis anrühren und Füller (Baumwolle oder Micro Balloons) dazu mischen. Wähle einen möglichst flachen Mischbehälter.
Vor dem Harzanrühren die Bohrstellen für die Plugs berechnen und markieren.Foto: Steve Chismar
Vor dem Harzanrühren die Bohrstellen für die Plugs berechnen und markieren.
Den Plug als Schablone nutzen und die markierte Stelle mit einem Schneider ausschneiden. Dann mit dem 6er-Bohrer ­mittig vorbohren, damit man den Blechschälbohrer sicherer ansetzen kann.Foto: Steve Chismar
Den Plug als Schablone nutzen und die markierte Stelle mit einem Schneider ausschneiden. Dann mit dem 6er-Bohrer ­mittig vorbohren, damit man den Blechschälbohrer sicherer ansetzen kann.
Mit dem Blechschälbohrer die Löcher bohren. Das Deckpad entfernt sich leicht. Wichtig: Nicht zu tief bohren, sonst wird das Plug-Loch zu weit.Foto: Steve Chismar
Mit dem Blechschälbohrer die Löcher bohren. Das Deckpad entfernt sich leicht. Wichtig: Nicht zu tief bohren, sonst wird das Plug-Loch zu weit.
Immer wieder überprüfen, ob  der Plug passt. Der Plug sollte möglichst eng sitzen. Es darf nicht hinein­fallen. Wenn Plugs locker sitzen, gibt es Probleme mit der Dichtigkeit.Foto: Steve Chismar
Immer wieder überprüfen, ob  der Plug passt. Der Plug sollte möglichst eng sitzen. Es darf nicht hinein­fallen. Wenn Plugs locker sitzen, gibt es Probleme mit der Dichtigkeit.
Dann die restlichen drei Löcher bohren.Foto: Steve Chismar
Dann die restlichen drei Löcher bohren.
Das Harz wie oben gezeigt anrühren, mit Füller mischen und die Löcher bis zur Hälfte auffüllen.Foto: Steve Chismar
Das Harz wie oben gezeigt anrühren, mit Füller mischen und die Löcher bis zur Hälfte auffüllen.
Plugs mit rauem Schleifpapier anschleifen. Trennmittel­anteile lösen sich, die Oberfläche kann so mehr Harz aufnehmen; das steigert die Bindekraft.Foto: Steve Chismar
Plugs mit rauem Schleifpapier anschleifen. Trennmittel­anteile lösen sich, die Oberfläche kann so mehr Harz aufnehmen; das steigert die Bindekraft.
Die restlichen Löcher mit Harz füllen.Foto: Steve Chismar
Die restlichen Löcher mit Harz füllen.
Die Plugs mit Druck in die mit Harz gefüllten Löcher drücken. Achtet darauf, dass der Pin im Plug nach vorne zeigt.Foto: Steve Chismar
Die Plugs mit Druck in die mit Harz gefüllten Löcher drücken. Achtet darauf, dass der Pin im Plug nach vorne zeigt.
Der Plug steht jetzt noch etwas raus. Der Rand wird später entfernt.Foto: Steve Chismar
Der Plug steht jetzt noch etwas raus. Der Rand wird später entfernt.
Das gilt auch für die Plugs, die im Deck-Pad-Bereich liegen.Foto: Steve Chismar
Das gilt auch für die Plugs, die im Deck-Pad-Bereich liegen.
Die Plugs am besten mit Holzbrettern sichern und fest abtapen.Foto: Steve Chismar
Die Plugs am besten mit Holzbrettern sichern und fest abtapen.
Das abgetapte Brett umdrehen und das Harz mindestens zwölf Stunden härten lassen.Foto: Steve Chismar
Das abgetapte Brett umdrehen und das Harz mindestens zwölf Stunden härten lassen.
Nachdem die Plugs im Brett gehärtet sind, den Plastik­überstand mit einem Stemmeisen vorsichtig weghobeln.Foto: Steve Chismar
Nachdem die Plugs im Brett gehärtet sind, den Plastik­überstand mit einem Stemmeisen vorsichtig weghobeln.
Finish: Wenn der Plug plan mit dem Deck abschließt, etwas Harz ohne Füller anrühren und mit Gefühl an die runde Kante pinseln. So ist alles 100-prozentig abgedichtet.Foto: Steve Chismar
Finish: Wenn der Plug plan mit dem Deck abschließt, etwas Harz ohne Füller anrühren und mit Gefühl an die runde Kante pinseln. So ist alles 100-prozentig abgedichtet.
Haltegummis einfädeln. Fertig!Foto: Steve Chismar
Haltegummis einfädeln. Fertig!
Wie für eine Reparatur benötigt man: wasserfestes Epoxidharz und Härter, Baumwollfüller oder Micro Balloons, ein leeres Mischgefäß, Mischstab, Pinsel, 60er-Schmirgel­papier, Bohrmaschine mit 6er-Bohrer, Blechschäl­bohrer und vier Leash-Plugs (im Internet für fünf Euro z. B. bei www.buster.surfboards.com oder www.handmade.de)Foto: Steve Chismar
Wie für eine Reparatur benötigt man: wasserfestes Epoxidharz und Härter, Baumwollfüller oder Micro Balloons, ein leeres Mischgefäß, Mischstab, Pinsel, 60er-Schmirgel­papier, Bohrmaschine mit 6er-Bohrer, Blechschäl­bohrer und vier Leash-Plugs (im Internet für fünf Euro z. B. bei www.buster.surfboards.com oder www.handmade.de)
Wie für eine Reparatur benötigt man: wasserfestes Epoxidharz und Härter, Baumwollfüller oder Micro Balloons, ein leeres Mischgefäß, Mischstab, Pinsel, 60er-Schmirgel­papier, Bohrmaschine mit 6er-Bohrer, Blechschäl­bohrer und vier Leash-Plugs (im Internet für fünf Euro z. B. bei www.buster.surfboards.com oder www.handmade.de)
Wichtig: Epoxid und Härter im genauen Mischverhältnis anrühren und Füller (Baumwolle oder Micro Balloons) dazu mischen. Wähle einen möglichst flachen Mischbehälter.
Vor dem Harzanrühren die Bohrstellen für die Plugs berechnen und markieren.
Den Plug als Schablone nutzen und die markierte Stelle mit einem Schneider ausschneiden. Dann mit dem 6er-Bohrer ­mittig vorbohren, damit man den Blechschälbohrer sicherer ansetzen kann.
Mit dem Blechschälbohrer die Löcher bohren. Das Deckpad entfernt sich leicht. Wichtig: Nicht zu tief bohren, sonst wird das Plug-Loch zu weit.
Immer wieder überprüfen, ob  der Plug passt. Der Plug sollte möglichst eng sitzen. Es darf nicht hinein­fallen. Wenn Plugs locker sitzen, gibt es Probleme mit der Dichtigkeit.
Dann die restlichen drei Löcher bohren.
Das Harz wie oben gezeigt anrühren, mit Füller mischen und die Löcher bis zur Hälfte auffüllen.
Plugs mit rauem Schleifpapier anschleifen. Trennmittel­anteile lösen sich, die Oberfläche kann so mehr Harz aufnehmen; das steigert die Bindekraft.
Die restlichen Löcher mit Harz füllen.
Die Plugs mit Druck in die mit Harz gefüllten Löcher drücken. Achtet darauf, dass der Pin im Plug nach vorne zeigt.
Der Plug steht jetzt noch etwas raus. Der Rand wird später entfernt.
Das gilt auch für die Plugs, die im Deck-Pad-Bereich liegen.
Die Plugs am besten mit Holzbrettern sichern und fest abtapen.
Das abgetapte Brett umdrehen und das Harz mindestens zwölf Stunden härten lassen.
Nachdem die Plugs im Brett gehärtet sind, den Plastik­überstand mit einem Stemmeisen vorsichtig weghobeln.
Finish: Wenn der Plug plan mit dem Deck abschließt, etwas Harz ohne Füller anrühren und mit Gefühl an die runde Kante pinseln. So ist alles 100-prozentig abgedichtet.
Haltegummis einfädeln. Fertig!

Die Workshops "Gepäcknetz nachrüsten" und "iSUP Boards: Nähte abdichten" gibt's unten auch als PDF-Download.

  Dr. Fix ist ... Klaus Wiedenbauer. Er betreibt seit Jahrzehnten einen Surfladen in Bad Tölz. Hier könnt Ihr von seiner Erfahrung in Sachen Brettreparatur profitieren. Infos unter www.surf-snowboard.deFoto: Steve Chismar
Dr. Fix ist ... Klaus Wiedenbauer. Er betreibt seit Jahrzehnten einen Surfladen in Bad Tölz. Hier könnt Ihr von seiner Erfahrung in Sachen Brettreparatur profitieren. Infos unter www.surf-snowboard.de

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