Pflege und ReparaturHitzeschlacht - was tun mit dem SUP in der Sonne?

Stephan Gölnitz

 · 08.07.2022

Hitzeschlacht - was tun mit dem SUP in der Sonne?

Aktuell ist eine Hitzeperiode angesagt und grundsätzlich gelten für das SUP in der Sonne ein paar Vorsichtsmaßnahmen. Hier findest du Tipps, damit dein SUP in der Sonne keinen Schaden nimmt und worauf man bei heißem Wetter achten sollte.

Es gibt Horrorstories über geplatze SUP in der Sonne oder Boards, die krumm geworden sind. Das Gute: Das passiert selten, hochwertige Boards halten einiges aus, auch - leicht - erhöhten Druck bei Hitze. Die schlechte Nachricht: Ein SUP-Board ist nicht unzerstörbar und die oben genannten Schäden kommen tatsächlich vor. Und immer wieder sieht man Boards, die flach am Strand in der Mittagshitze braten. Das geht zwar auch oft gut, aber lieber liegt auch das SUP im Schatten.

SUP in der Sonne? Das solltest du vermeiden!

Wenn du wissen willst, wie du dein Board bei Hitze schützen kannst, findest du hier die wichtigsten Tipps.

Gleich vorab: Beim Paddeln wird das Board “wassergekühlt”, dabei sind keine Probleme bekannt.

  • SUP im Auto: Auch wenn ein aufgeblasenes SUP in dein Auto passt, sollte man es an heißen oder sonnigen Tagen nicht im Auto lagern. Bei Temperaturen im Inneren schnell über 50 Grad steigt der Druck extrem. Solle ein Board im Auto platzen, fliegen vermutlich die Scheiben raus und die Trommelfelle ebenfalls.
  • SUP in der Sonne: Ein SUP heizt sich in der Sonne - je nach Farbe unterschiedlich - aber immer recht stark auf. Das erhöht den Druck. Im Extremfall könnte es tatsächlich platzen.
  • SUP auf dem Autodach: Während der Fahrt kein Problem: dabei kühlt der Fahrtwind. Das Problem kommt beim Parken. Wenn es ein schöner Schattenplatz ist, kein Problem. In der prallen Sonne wird das Board nach einiger Zeit kochend heiß: Siehe zwei Punkte weiter!
  • UV-Schutz: Neben der Temperatur ist die UV-Strahlung für SUPs - wie für alle Kunststoffe - nicht gut. Wer mal gesehen hat, wie blass und spröde ein rotes Plastikeimerchen nach zwei Jahren 24/7 im Sandkasten wird, kann das plakativ einschätzen. Dauerhafte UV-Belastung wird auch die Pads und das Dekor aufhellen und verblassen lassen. Der einfachste Trick dagegen ist, das Board vor und nach dem Paddeln in den Schatten zu legen.
  • SUP wird krumm: Das kann tatsächlich passsieren, wenn du bei starker Sonneneistrahlung dein SUP längere Zeit flach in die Sonne legst. Dabei erhitzt sich die obere Seite stärker als die Unterseite. Diese wird sich ausdehnen und dabei kann sich das Board verbiegen.

Unser “Geheim”-Tipp: Weniger Druck im SUP

Gerade an heißen Tagen musst du dein SUP in der Sonne nicht unbedingt auf den maximalen Druck aufpumpen. Wir haben es getestet mit zwei identischen JP Sportsair 12’6’’ x 30’’ : Bei einem soliden, hochwertigen SUP konnten wir den Druck bis auf 11 psi reduzieren, ohne dass bei normalem Touringspeed ein echter Unterschied zu spüren war. Bei unserer Testperson von 60 Kilo war gar kein Unterschied zu sehen oder zu spüren. Unter unserem Tester mit 84 Kilo “bog” sich das Board minimalst mehr. Selbst bei flottem Touring machte das keinen Unterschied, erst im Renntempo - wie im Sprint - lag das Board nicht mehr ganz so geradlinig im Wasser wie bei 15 psi und erzielte geringfügig weniger Topspeed.

Ein weiterer Vorteil von weniger Druck im SUP ist ganz banal: Du musst deutlich weniger pumpen. Die zwei psi von 13 bis 15 sind die anstrengendsten. Gerade für leichtere Personen. Wenn du nicht 100 Kilo mitbringst: Probier’s doch einfach mal ganz unverbindlich aus mit 13 psi, oder auch mit nur 12. Kostet ja nix :-) Vielleicht merkst du ja auch keinen Unterschied.

Was tun mit dem SUP bei Hitze? Die Tipps zusammen gefasst.

  • Möglichst nicht aufgeblasen im Auto lagern
  • Wenn es nicht verwendet wird, in den Schatten legen oder deutlich Druck ablassen. Aber auch UV alleine schadet auf Dauer.
  • Mal probieren, den Druck zu reduzieren. Oft reicht weniger als angegeben und in der Sonne erhöht sich der Druck von selbst.