Protest und Freibier– Killerfish German SUP Trophy Düsseldorf: Ergebnisse

07.07.2014 Gölnitz,Stephan - Die Trophy geht jetzt richtig los. Jetzt wird es ernst, die Trophy hat den ersten Protest. So knapp ging es zu beim Zielsprint um Platz zwei, dass nicht alle Beteiligten das gleiche Ergebnis gesehen hatten. Einer hielt sich dabei sauber raus. Peter Bartl lag im Sprint und Lond Distance jeweils sicher vorne.

Der Österreicher bläst damit offensiv zum Angriff auf die Tabellenspitze der Rangliste, konnte mit zwei Siegen – im Sprint und im Long Distance – schon auf Rang drei vorstoßen, noch aber liegen Kai-Nicolas Steimer und Peter Weidert vorne, aber nur weil Bartl weniger Events verbuchen kann, mit glatten 3000 Punkten aus drei Starts ist seine Bilanz aber blitzsauber auf Toursieg programmiert.

© Laura Duschek, Stephan Gölnitz

Los ging’s am Unterbacher See auf dem kleinen, schnukkeligen Stationsgelände von Surf ’n’ Kite mit dem Sprint Race, drei Eliminations in drei Leistungsklassen wurden gepaddelt. 

© Stephan Gölnitz, Laura Duschek

Bartl zeigte auch hier, dass er selbst bei einem mäßigen Start auf dem Weg zur ersten Boje ganz an die Spitze paddeln kann. Normen Weber, bis zur zweiten Tonne aussichtsreich auf Platz zwei, stürzte nach einer Kollision, sein neues Siren-Board mit Zwei-Kammer-System und rundem Verdränger-Bug sieht schnell aus, aber auch recht wackelig.

© Stephan Gölnitz, Laura Duschek
© Laura Duschek
Sonja Duschek: Zweiter Sprintsieg in Folge
Sonja Duschek: Zweiter Sprintsieg in Folge

Im Damen-Endlauf lies Sonja Duschek ihren drei Gegnerinnen wenig Chancen und gewann mit solidem Vorsprung Bemerkenswert ist der zweite Platz der gerade mal 13-jährigen Laura Bartl. Beim dem Vater aber auch kein Wunder. Wie im Jahr vorher nutzten die Veranstalter den sandigen Beach zum Survival-Start – bei dem die Paddler am Bord stehen, das Paddel drei Schritte entfernet, dann der Sprint zum Paddel, retour zum Board und Vollgas ins Wasser – was deutlich mehr Action für die Paddler und Zuschauer brachte.

Während im Sprint nur 18 Herren und acht Damen antraten, drängten sich 36 Teilnehmer zum Long Distance an die kurze, übervolle Startlinie, so dass Racedirector Alois Mühlegger kurzerhand die Damen eine Minute später auf die knapp acht Kilometer losschickte.

© Laura Duschek

Mit Stephan Stiefenhöfer, der beim Sprint noch fehlte, ging so die gesamte nationale Spitze im Langstrecken-Race versammelt auf den Kurs. Nach jeder Runde mussten die Paddler mit dem Brett und Paddel um ein Boje am Strand laufen, was in Frankreich bei vielen Rennen Standard ist, bei einigen Racern aber weniger Gefallen fand, während die Zuschauer begeistert waren.

© Laura Duschek
Start der Herren zum Long Distance
Start der Herren zum Long Distance

Ein Trio aus Bartl, Weidert und Normen Weber, der nach längerer Auszeit (Innen- und Außenbandriss) sein Comeback versuchte, zog "wie am Schnürl" seine Bahnen, Bartl sorgte für die schnelle Pace, die anderen zwei drafteten im Windschatten. Kurz vorm Ziel zündete Peter den Turbo, setzte sich drei Sekunden ab und gewann. Dahinter spielte sich ein Drama ab, statt wie Bartl ohne Brett, aber mit Paddel ins Ziel zu sprinten, rannte Weidert aus der zweiten Position mit Raceboard ans Ufer und Richtung Ziellinie.

© Stephan Gölnitz, Laura Duschek
Die führenden Drei
Die führenden Drei

Weber erkannte die Chance, ließ sein Board im Wasser und warf sich mit Hechtsprung neben Weidert über die Ziellinie. Und hatte die Nasenspitze, bei gleicher Zeit, vorne. Was Weidert aber nicht akzeptieren mochte, sein anschließender Protest wurde von der dreiköpfigen Jury allerdings nicht zu seinen Gunsten entschieden.

© Laura Duschek
Weber oder WEidert? Wer hat die Nase vorne?
Weber oder WEidert? Wer hat die Nase vorne?

Mit fast drei Minuten Vorsprung sicherte sich, wieder mal, Carol Scheunemann, ihren vierten Long-Distance-Sieg, jetzt fehlt ihr nur noch ein Erfolg und dann ist sie mit der Idealpunktzahl von 5000 dem Sieg in der Jahreswertung sehr nahe. Vermutlich vor der Sprint-Siegerin von Düsseldorf, Sonja Duschek, die auch auf der Langstrecke immer besser in Form kommt und Platz zwei vor Reni Becker belegte.

© Stephan Gölnitz, Laura Duschek
© Stephan Gölnitz, Laura Duschek

Ein kurzes Starboard Kids Race ergänzte die Veranstaltung. 1. Laura Duschek, 2. Carla Schilling, 3. Louise Terhorst lautete das Ergebnis in der U10.  Lisa Marceron vor Frederic Terhorst der Zieleinlauf in der U14. 

Dazu stellten Fanatic, JP-Australia und Starboard noch ausreichend Testmaterial zum Ausprobieren zur Verfügung, wobei die Nachfrage bei den Düsseldorfern, vermutlich auch wegen des bescheidenen Wetters, mager ausfiel.

Der Nachfrage nach Freibier kamen die Gastgeber dagegen sehr großzügig entgegen (Wink mit dem Zaunpfahl zu den kommenden Veranstaltern ;-)) und auch bei der Preisverleihung hatten die Kids und Platzierten neben dem Preisgeld noch ordentlich was an Brillen, Paddeln, Shirts und Shorts weg zu schleppen.
Mit viel Glück und reichlich Speed gelang es dann noch Gastgeberin Daniela Schmidt, vor dem heranziehenden Unwetter die Siegerehrung zu beenden, auch bevor der Himmel seine Schleusen öffnete.

© Stephan Gölnitz
Sieger Sprint
Sieger Sprint
© Stephan Gölnitz
Siegerinnen Sprint
Siegerinnen Sprint
© Stephan Gölnitz, Laura Duschek
Die Sieger im Long Distance
Die Sieger im Long Distance
© Stephan Gölnitz, Laura Duschek
Die besten Damen auf der Langstrecke
Die besten Damen auf der Langstrecke
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