Paul Ganse im Wintertraining – die Saison rückt näher

18.03.2017 Ganse, Paul - Kaum zu glauben, wie lange so ein Winter ist...JP-Teamrider Paul Ganse spielt und trainiert noch immer in Kapstadt...aber die Saison rückt näher und damit auch der "Ernst des SUP-Lebens"....

"Wenn im neuen Jahr schon keine Wellen ankommen muss man halt anders kreativ werden.

Also was gibt es Besseres, als den wind- und wellenlosen Tag für einen Crêpes-Nachmittag mit dem kleinen Bruder zu nutzen. Wo lassen sich Crêpes bei 30 Grad am Besten essen? Natürlich im Pool! Kaum zu glauben, aber mein 7’6’’ Surf eignet sich hervorragend als schwimmender Tisch ;-)

© Paul Ganse

Doch die Saison 2017 rückt immer näher. Zeit die Trainingskapazität zu steigern.

Und wie kann man den Tag besser starten als mit einem Lauf am Strand. Danach ein schönes Sportlerfrühstück bestehend aus Bacon, Spiegelei und Toast und natürlich darf auch Nutella nicht fehlen. Hilft ja bei den Fussballern bekanntlich auch.
Doch natürlich gibt es in Kapstadt fast immer etwas um aufs Wasser zu kommen. Entweder Welle ohne Wind - hervorragend zum Wave SUPen oder, so bald der Wind anfängt zu blasen und es für SUP zu choppy wird, eine Runde Shortboarden.
Ist jedem sehr zu empfehlen, der seinen SUP Surf Style verbessern will. Ab und zu eine Runde Shortboarden bringt euch ein super Brettgefühl. Ist man danach wieder auf dem SUP und bringt das Paddel mit ins Spiel werden die Turns gleich um einiges radikaler.

© Paul Ganse
Downwinder in Kapstadt
Downwinder in Kapstadt

Hier unten kann man die Uhr nach dem Wind stellen. Jeder Windsportler der schonmal in Kapstadt war weiß was ich meine. 14:00 Uhr - der Wind legt so richtig los! Schnell den Kite geschnappt und nochmal gute 2 Stunde Kiten. Dann einen kleinen Snack zum Mittag und dann wird der Tag mit einem schönen SUP-Downwinder beendet.

Wieder im Hostel, ist es dann immer das Härteste des Tages, sich zum Kochen zu motivieren. Kaum gekocht und gegessen, spürt man auch immer schon wie die Müdigkeit, die einen zu 22 Uhr ins Bett drängt.
Was auch nicht mal so schlimm ist, denn am nächsten Morgen um sieben Uhr geht es ja schon wieder los.

Doch jeder der mich kennt, weiß genau auf, dass ich das auf Dauer nicht jeden Tag durchziehe und so lässt man sich ab und zu doch auf irgendeinen Blödsinn ein. Und was bietet sich da besser an als ein Geburtstag?
Und dann auch noch der Geburtstag eines Windsurfers. Lange haben wir da gesessen und überlegt. Doch dann ist es uns direkt im Supermarkt ins Auge gefallen: Schlauchboot und Spielzeug - Hai - Perfekt für einen "Shark Boattrip"
Doch natürlich keinen normalen Bootstrip. Wir haben uns überlegt, das ganze im Kiter-Style zu machen.
Und wir dürfen sagen, es war ein hammer Tag und die Überraschung ist uns mehr als gelungen. Vielleicht haben wir damit auch einen Windsurfer auf die gute Seite des Windsports ziehen können.

© Paul Ganse

Doch wie es immer so ist im Leben, sobald alles bestens läuft, kommt etwas Neues dazwischen. In diesem Fall hat es mir beim letzten Downwinder mein Brett aus den Armen gerissen und die 30 Knoten Wind haben es gute 30 Meter über den Strand fliegen lassen. Was leider meine Rail zerlegt hat. Brett also erstmal zur Reparatur und 1,5 Wochen Paddel Pause.  Das heißt dann wohl mehr Laufen… und wenn ich etwas leiden kann, dann extra Laufeinheiten.
Aber Ablenkung kommt schnell: "RedBull King of the Air" stand vor der Tür. Das größte Kite-Event des Jahres mit all den großen Top-Ridern der Welt. Und es war der Wahnsinn, Ruben Lenten seine Mega Kiteloops ziehen zu sehen. Noch mehr freut es mich, dass mein Freund Nick Jacobsen das Event für sich entscheiden konnte und King of the Air 2017 ist.

© Paul Ganse

Wieder zurück auf dem Brett hatten wir einen hammer Tag: 3 Meter Welle und gute 20 Knoten Wind. Was ein paar geile Runs dieser Downwinder mit sich brachte. Doch im letzten Stück wurde es dann echt heftig. Ich habe schon 100 Meter vorher gesehen, dass die Wellen in Smallbay einfach nur reingeknallt sind.
Also musste eine Entscheidung her! Entweder Augen zu und einfach mit den 5 Meter hohen  Bergen in "Smallbay" reinrutschen und auf das Beste hoffen oder nach Bigbay und 300 Meter die 20 Knoten voll von der Seite abbekommen. Was solls, "no risk, no fun"! Die ersten Wellen liefen leider unter mich durch, dann konnte ich aber eine hammer Welle erwischen. Nur hielt es nicht lange an und die Welle machte zu, bevor ich abhauen konnte. Sie erwischte mich, warf mich nach vorne und drückte dann noch das Brett hinterher. Leider kam ich nicht nur mit ein paar blauen Flecken davon.
Zurück an Land musste ich schmerzhaft feststellen, dass nicht nur ich, sondern auch mein Brett ordentlich zusammengestaucht wurde. Zum Glück ist es nicht komplett durchgebrochen denn es kommt nicht selten vor, dass bei diesen Bedingungen Bretter auch mal zweigeteilt an Land ankommen.
Also erst mal wieder zur Reparatur..."

© Paul Ganse


...to be continued

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