Endless Summer Teil 4: Paul Ganse in Afrika

06.02.2017 Gölnitz,Stephan - Ein Winter in Kapstadt – Paul Ganse erfüllt sich den Traum. SUP-Surfen, Downwindraces – die Wasserzeit kommt dabei nicht zu kurz.

2,5 Monate nur skypen und schreiben via WhatsApp kann eine Beziehung echt auf die Probe stellen. Um so schöner ist es, dass ich nun endlich meine Freundin Emmy vom Flughafen abholen konnte. Egal wie viele Gedanken man sich vorher darüber macht wie es wohl sein wird wenn man sich nach 170 Tagen wieder sieht, es ist doch komplett anders. Einfach erleichternd und schön.

Aber gut, jetzt ist sie hier. Also schnell vom Flughafen nach Hause, eine Runde frühstücken, Bretter ins Auto und dann ab ins Wasser. Es waren keine perfekten Wellen, aber nach so langer Zeit ein wenig zusammen zu surfen und im Wasser rumzualbern lassen das schnell zur Nebensache werden. Schon komisch, dass Robben und Delfine im Wasser zu treffen für mich schon fast ein bisschen normal geworden ist, sie sich aber einen Kullerkeks freut.

Auch wenn das jetzt böse klingt, aber jetzt habe ich auch endlich jemanden der Bilder von mir beim Downwindern machen kann.

Dann gab es auch endlich meinen ersten richtigen Wettkampf hier in Cape Town! Die Signatur Summer Games in Big Bay und ich muss sagen ich war total überrascht. Auf keinen Fall vergleichbar mit unseren europäischen Wettkämpfen! Die Atmosphäre war mega geil, viele Teilnehmer aus Kapstadt und Umgebung, geile Musik und natürlichen der perfekte Spot.

© Ganse

So waren auch die Surf-Wettkämpfe von den Kids bis hin zu den Masters voll besetzt. Man spürte einfache den Surf-Spirit. Sicherlich wollten die meisten auch gewinnen, aber man merkte einfach, dass der Spaß, egal wie gut man in der Welle ist, ganz klar im Vordergrund steht. Die Teilnehmer, ob jung oder alt, gingen ganz locker und entspannt daraus und jeder surfte einfach seinen Style, egal was die anderen machten. Genau das war mein Fehler in der Welle. Ich war viel zu angespannt, wollte unbedingt meine beste Leistung abrufen und einen radikalen Stil zeigen, wobei ich den Blick für die Welle verloren habe. Darum mein Tipp für jeden der im Surf einen Wettkampf bestreiten will: locker und cool bleiben, es heißt ja nicht umsonst "Hang loose" ;).

© Ganse

Einfach Spaß beim Surfen haben! Man kann eh nicht entscheiden was Neptun uns jetzt für eine Welle gibt.

Nach den Surf-Heats folgte, wie es sich für Südafrika gehört, ein Downwinder. Beim Beachstart konnte ich mich noch mit den besten südafrikanischen SUPern, Dylan Frick und Tom King, messen, aber sobald es zum eigentlichen Downwindern kam, habe ich wortwörtlich auf den Sack bekommen. Mir fehlt einfach die Erfahrung und so musste ich einfach dabei zusehen wie die Jungs anfingen eine Welle nach der anderen zu surfen und mich hinter sich ließen. Aber was soll's, am nächsten Tag sollte mein Disziplin kommen: "Technical Beachrace". Tatsächlich hatte ich zwei gute Runden (In and Outs) und eine geile letzte Welle, mit der ich mich auf den 3.Platz surfen konnte. 
Also alles in allem ein echt cooles Event.

© Ganse

Keine 3 Tage später kam dann auch mal wieder endlich ein guter Swell rein. Perfekt für Dunes (ein Hammer-Surfspot!!) Wir hatten richtig gute Wellen und konnten diese sogar mal mit der Kamera festhalten, denn Emmy und ich haben uns endlich mal eine Kamera zugelegt.
Also ab jetzt gibt es immer mehr als genug Bilder! (Zumindest solange sie da ist. ;) )

© Ganse

Über Weihnachten kam dann meine Familie nochmal zu Besuch. Doch was macht man eigentlich Heiligabend in Kapstadt?
Ganz nach meinen Geschmack, kein Riesenaufriss so wie in den meisten deutschen Familien.
Wir sind einfach ganz entspannt im Beluga, ein echt empfehlenswertes Restaurant in der City, essen gewesen. Obwohl die weibliche Fraktion unseren Tisch dann doch mit kleiner Weihnachtsdeko schmücken musste und das ein oder andere Geschenk verteilt wurde war es ein echt schöner Abend mit der Familie.

© Ganse

Auf jeder Kapstadt To-Do-Liste steht natürlich auch der berühmt-berüchtigte Tafelberg. So langsam wurde es ja auch mal Zeit den Berg den man jeden Tag vor der Nase hochzuklettern. Wir nahmen einen sehr empfehlenswerten Track, das sogenannte "Indian Venster". Ein Aufstieg, der echt nicht ohne war, aber wir hatten wunderbare Aussichten auf alle Seiten Kapstadts. Darum brauchten wir auch, durch die ein oder andere Fotopause mehr, fast 2 Stunden bis nach oben. Wäre die Sonne dann nicht schon untergegangen, hätten wir wahrscheinlich eine noch schönere Aussicht gehabt, aber Kapstadt by night ist von dort oben auch echt cool.

© Ganse

Silvester ging es dann auf eine Hausparty. Wir waren zu Ruben Lentens Party eingeladen und hatten echt eine geile Nacht mit Nick Jacobsen und den Jungs von DirtyHabits. Wann sonst feiert man Silvester in einem Haus mit Pool und direktem Blick auf das Feuerwerk vor dem Tafelberg.

Kaum zu glauben, dass jetzt schon über die Hälfte meiner Zeit hier vorbei ist und auch Emmy wieder nach Hause muss, aber in gut sieben Wochen steht für uns beide ja nochmal ein Trip nach J-Bay an.

Kommentare zu diesem Artikel
comments powered by Disqus

Artikel empfehlen |  Artikel drucken

Weiterführende Artikel

Tutorial Crosbow Turn Video
2017 SUP Tutorial – Crossbow Turn – die wichtigste SUP-Wende 02.02.2017 —

Der Crossbow Turn ist der Basic Turn – im Video erklärt von SUP-Profi Paul Ganse

mehr »

Paul Ganse in Afrika
Paul Ganse in Afrika – Blog Teil 3 – auf Abwegen 05.01.2017 —

Mein Board ist da! ENDLICH, nach 4 Wochen hat es mein Allwater 14’ x 24.5", mit dem Händler-Meeting der Pryde Group, zu mir geschafft. Etwas verspätet, aber immerhin kann ich jetzt richtig trainieren. Den perfekten Downwindern steht nun also zumindest theoretisch nichts mehr im Wege.

mehr »

Blog Teil 2 Fotostrecke
Paul Ganse in Afrika – Blog Teil 2 15.12.2016 —

JP-Teamrider Paul Ganse trainiert den Winter in Kapstadt, um kommende Saison fit zu sein für die Eurotour und die WM in Dänemark. Wir begleiten Paul auch abseits der Paddelkilometer...

mehr »

Paul Ganse Fotostrecke
Endless Summer – SUP in Kapstadt mit Paul Ganse 26.11.2016 —

Paul Ganse ist vermutlich eines der wenigen deutschen SUP-Talente, die in den kommenden Saisons auch international ganz vorne paddeln können. Die Grundlagen aus 14 Jahren Leistungssport Kanurennen, Wakeboarden, Surfen, Windsurfen klingen perfekt. Den letzten Schliff für 2017 will sich Paul beim Wintertraining in Kapstadt holen. Sein "Tagebuch" lest ihr in lockerer Folge hier.

mehr »

Das könnte Sie auch interessieren

SUP Festival Kalterer See 2017 - Ankündigung: Beim SUP Festival am Kalterer See in Südtirol eröffnet die SUP Alps Trophy die Saison 2017.
13./14. Mai 2017 SUP Festival Kalterer See – mit frühem Termin in die vierte Auflage 19.04.2017 —

Im großzügigen See-Freibad „Gretl am See“, unweit dem Ort Kaltern, wird diesmal Mitte Mai wieder ein internationales Feld an den Start gehen, schon bei der Premiere 2014 traten über 50 SUP-Paddler aus fast zehn Nationen an.

mehr »

Sup Challenge Sylt Plakat 2017
SUP Challenge Sylt am 13. Mai 2017 13.04.2017 —

Bereits zum 4ten Mal findet auf Sylt eine SUP Challenge statt.

mehr »

Sonni SUP Clinic am St. Leoner See
SUP-Seminare mit SUP-Star Sonni Hönscheid 07.04.2017 —

Das gibt's nicht alle Tage: Sonni Hönscheid gibt SUP-Seminare für "jedermann" am SUP Center St. Leoner See.Am 13. + 14. Mai. Viel Spaß!

mehr »

FUNDAY
FUNDAY 2017 am 13. Mai in Hamburg 04.04.2017 —

Neuheiten stöbern, lecker schlemmen und gute Mucke...das ist der FUNday in der Funsportwelt.

mehr »

Milanka Linde - Sup News 3/17
Vom Ruhrgebiet ins spanische Tarifa - Schulwechsel dank Leidenschaft für Wassersport 31.03.2017 —

Ein Traum wurde wahr … und dass der Traum auch für andere realisierbar ist, möchte Milanka Linde (15) mit ihrem Beispiel zeigen.

mehr »

Schlagwörter

Paul Ganse BlogSUP KapstadtPaul Ganse JP australia


Neueste Downloads SUP

SUP Rennserie


Galerie SUP