Deutscher Wellenreitverband 2017 – Wohin geht die Reise?

16.01.2017 Gölnitz,Stephan - Nach dem Abschied von Thorsten Kegler aus der aktiven Verbandsarbeit im DWV stellt sich die Frage: Wie geht es weiter. Immerhin war der DWV Gründer der SUP-Wettkamnpfszene in Deutschland und veranstaltet die Qualifikationen zur ISA-WM, die dieses Jahr in Dänemark stattfindet. Dirk Herpel erwischte DWV-Präsident Philipp Kuretzky per Skype zum Interview für sup-mag.de

© unbekannt

Hallo Phillip, nach dem Ausscheiden von Thorsten Kegler aus dem aktiven Verbandsleben -  wie geht es weiter mit dem Thema SUP im DWV?

Der DWV interessiert sich nach wie vor sehr stark für das Thema SUP. Mit Thorsten Kegler verlässt uns der bisherige Kapitän dieser Sparte, der jahrelang sehr, sehr wichtige Arbeit für den DWV und seine SUP-Sparte geleistet hat. An dieser Stelle möchte ich ihm noch einmal für seine jahrelangen Dienste danken. Ich wünsche ihm weiterhin viel Erfolg in seinem privaten Werdegang. Der DWV möchte in Zukunft weiterhin aktiv für den SUP Sport national und international eintreten. Dafür ist es wichtig, überhaupt vertretungsberechtigt für alle SUPper zu sein. Wir haben zwar schon sehr früh Events ausgetragen, aber bis dato nur recht wenige aktive SUPper unter unseren Mitgliedern. Daran müssen wir arbeiten um in Zukunft überhaupt von unserer Mitgliederseite die Legitimation zu bekommen, viel Geld in den Bereich zu stecken. 
Gerne möchten wir mit anderen Verbänden enger kooperieren. Dies ist jedoch nur möglich, wenn sich diese bei uns (sprich bei sup@wellenreitverband.de) melden und mit uns gemeinsam einen Plan aufstellen.Von der Verbandseite aus wollen wir die SUP Sparte in Zukunft nicht mehr mit einem Präsidiumsposten besetzen sondern einen Fachausschuss aufstellen, der eigenständig arbeiten kann. Dieser wird von unserer Mitgliederversammlung gewählt und bekommt ein Budget mit dem er arbeiten kann.


In der Vergangenheit war die Flut an doppelten Meistertiteln ein unschönes Thema. Wie stellt ihr Euch in Zukunft die Vergabe von Titeln und die Qualifikation zum Team Deutschland für die internationalen ISA und ESA Events vor?

Die Startplätze für die ISA und die ESF Meisterschaften werden wir weiterhin selber vergeben. Jedoch können gerne andere Verbände in Zusammenarbeit mit uns einzelne Meisterschaften austragen, die zu Starterlaubnissen bei internationalen Contests führen. Wir sehen uns nur als oberste Stelle mit der man reden muss um solche Startplätze für Events zu bekommen. Es ist nicht so, dass der DWV jeden Startplatz selber ausfahren muss. Gerne wollen wir mit DKV, GSUPA und allen anderen Verbänden reden um endlich das Chaos auszuräumen. Wichtig ist, dass wir im DWV auch im Bereich SUP möglichst zahlreich Mitglieder generieren.

Gibt es schon Termine die feststehen?
Genaueres dazu können wir nach unserer Mitgliederversammlung  Am 18. und 19. Februar sagen. Bis dahin wollen wir versuchen mit allen Beteiligten zu sprechen.

Gab es schon Gespräche zwischen Euch, dem DKV und der GSUPA? Denkst du das Events wie der auf Fehmarn oder die SUP Wave DM zukünftig mit zur GSUPA Rangliste zählen werden, so dass man am Ende des Jahres wirklich die besten Aktiven dort auf den vorderen Plätzen findet, und nicht die, die die meisten Kilometer gefahren sind?

Thorsten Kegler hat in der Vergangenheit solche Gespräche geführt. Leider sind mit ihm alle Kontakte abgebrochen. Hoffentlich schaffen wir es bald entsprechende Stellen zu erreichen. Dies wird aber sicherlich unsere erste Baustelle im neuen Jahr. Wenn diese Ranglisten schlüssig sind und der DWV auf seiner Mitgliederversammlung neue Verantwortliche für den Bereich SUP ( Fachausschuss) bekommt, wird sicherlich bald etwas Struktur in den deutschen SUP Verbands Dschungel kommen.
Klar ist auf alle Fälle das der DWV seine Kernkompetenz im Bereich des SUP´s Welle sieht. Auf diesem Gewässer haben wir 21 Jahre lang Erfahrungen gesammelt.

Vielen Dank für das Interview Phillip!

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